Wie soll es hier eigentlich aussehen?

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28.07.2026 13:22
avatar  Sybille
#351
Sy
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Nein, meine Schwiegermutter ist kein Systemsprenger. So schlimm ist es nicht.
Es ist nur lästig, nervig und nicht 08/15.

Und nein, die Wohnungsauflösung ist lääängst erledigt. Wohnung ist abgegeben (Gott sei Dank!!!)

Also, die Schwiegermutter hat (und ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt) aus Hinterbliebenenansprüchen einen eigenen Beihilfeanspruch, der sich aber nicht auf die allgemeinen Gesundheitskosten, sondern ausschließlich auf Pflegeleistungen und *damit zusammen hängende* Gesundheitsleistungen bezieht.

Erstmal herauszufinden, dass dieser Anspruch besteht, und das alles *grundsätzlich* zu klären, war ein ziemliches Gehampel. Das haben wir aber jetzt durch. (GsD!!!)

Nun haben wir also gesetzliche Krankenversicherung, private Zusatzversicherung und Beihilfeanspruch. Jede mit ihrer eigenen Abrechnungs- und Erstattungsmethode. Und die Hälfte der Zeit mit "Wir zahlen nur, wenn die anderen die und die Sachen übernehmen und diese und jene Papiere übersenden" (denn wenn die Beihilfe theoretisch zahlen *könnte* zahlen anderen erstmal nix. Und wenn die dann nicht zahlen ist ja die Frage wieso, denn nur wenn die nicht zahlen weil sie nicht müssen , springt wer anders ein. Wenn sie jedoch nicht zahlen, weil irgendwelche Papiere nicht in Ordnung sind, zahlen die anderen nicht, weswegen man das nachweisen muss weswegen wir gefühlt ununterbrochen irgendwelche Sachen von A anfordern und nach B schicken. Dann sind es die falschen also zurück ...
Wir hatten schon fünfstellige Summen vorgestreckt und vor der Frage gestanden, wie es weitergehen soll, wenn... Als endlich mal Bewegung in die Sache kam.


Jedenfalls ist es so, dass ich *eigentlich* der Meinung bin, dass es doch *eigentlich* immer dieselben fünf Rechnungen sein sollten
Heimkosten, Zahnarzt, Gyn, Hausarzt, Diabetologe, Hautarzt, Orthopäde, HNO... (na gut, dieselben zehn Rechnungen, aber jedenfalls ein paar Rechnungen, die sich ständig wiederholen.)

Jedenfalls hatten wir von Jahresanfang noch hohe Krankenhausrechnungen und ein paar Anschaffungen wie Rollator und so und jedenfalls denke ich bei jeder Rechnung "Wenn wir *das* einmal geklärt haben, ist das schlimmste doch geschafft?!!!" Und dann kommen so Fragen wie "Ist der Transport vom Krankenhaus zum Heim Pflege oder reine Gesundheitsleistung"? oder sowas.
Und dann kommt das nächste und nächste und nächste.

Vielleicht hätte ich's sofort abgeben sollen. Aber ich hatte es völlig unterschätzt (die Dame vom Heim hatte strahlend erklärt, das sei gaaaaaaar kein Problem! Stimmt. Für *die* ist das viel praktischer als Sozialamt, was dafür bekannt ist im Zweifelsfall erstmal nicht zu zahlen. Dann ist es das Heim was da steht mit fünfstelligen Beträgen. So sind wir es. Für das Heim toll. Ist mir klar. Und ich sitze da und denke "Oh Gott, wenn die nicht vorwärts machen, wie sollen wir das bezahlen??? Und das Heim redet zeitgleich als sei Schwiegermutter schließlich Krösus, die ja soooo reich ist, dass das doch alles kein Thema ist, während ich nachts wach liege und rechne und mich frage, wie wir das machen sollen...)

Und natürlich läuft die App von dem einen nur auf dem einen Handy, die von dem anderen auf dem anderen. Der nächste akzeptiert die Vollmacht nicht, beim anderen legt die Sachbearbeiterin am Telefon auf, weil sie behauptet, ich hätte behauptet, die Betroffene zu sein.
Bei der Bank muss mein Mann persönlich kommen, beim Zahnarzt wollen sie nicht notieren, dass Schwiegermutter selbst entscheiden darf, ob sie eine Zahnreinigung haben möchte und ich soll daher immer ans Telefon gehen, wenn die da sind, wann die da sind sagt man mir aber nicht und bei...

usw usw usw

Jedenfalls glaube ich, dass es inzwiscchen auch relativ aufwändig wäre jemandem zu erklären bis wo wir sind, wer was wann wie bekommt ... Und vielleicht sind wir ja *tatsächlich* mit dem schlimmsten fast durch...

Ich warte auf die *x-te * Antwort vom LBV. Falls es *das* jetzt war, was denen gefehlt hat, sollten es nämlich in Zukunft immer nur dieselben zehn Rechnungen sein... *Daumendrück*

Ich entschuldige mich für unpassende Bemerkungen über Berufszweige. Offensichtlich gibt es in jedem Job sonne-und-solche. Ich hatte einen schlechten Tag und habe mehr gemeckert als ich sollte.
Tut mir leid.


Da ich selbst in diesem Krempel von berufswegen nicht ganz unbeleckt bin und - wie Du @Robin mal so treffend bemerkt hast , erst nach Hilfe suche, wenn es *schwierig* ist -
glaube ich, dass eine 08/15 unterstützt-die-Angehörigen Beratungsstelle auch überfordert wäre, wenn ich da einen Nachmittag mit einem Berg Papiere reingeschlendert käme. Insbesondere da ich nicht *ein* unüberwindbares Problem sondern fünfhundert ätzende verschachtelte mittelgroße. Alle zu groß zum hinrotzen und zu klein zum einzeln de Gamechanger-sein.

Und da es ein nicht ganz geringer Aufwand wäre eine hilfswillige Person erstmal auf den laufenden Stand zu bringen, bin ich da skeptisch.

(Btw. gibt es da *außerdem* noch das Problem x, *das* haben damals die *Großeltern* meines Mannes verschlampt. Vor... inzwischen gut 30 Jahren. Seit dem hat es keiner angefasst. Da ich aber zuuuuuufällig *davon* nun tatsächlich Ahnung habe. *Und* da ich glaube dass uns das um die Ohren fliegt, falls wir irgendwann doch noch Sozialhilfe beantragen müssen oder irgendwas ist. Und da es nur schlimmer wird. Habe ich den ganzen Mist vor 1,5 Jahren mal angefangen. Auch da. Ich warte auf ein Schreiben. Evtl. ist das schlimmste durch. Muss man sehen. Aber ich habe in den vergangenen 1,5 Jahren mehr Blut, Schweiß, Tränen reingesteckt als gut für mich war...)

In Sachen x und y hat mein Mann versprochen sich zu kümmern. KA ob ers getan hat. Ich gucke nicht hin, ich will's nicht wissen, wenn was anbrennt!!!!

Kurz gesagt:
Evtl. hätte ich mir etliches von dem Mist nicht aufs Auge drücken lassen sollen, aber wir reden hier von meiner Familie, ich kann es tatsächlich von allen am besten und ich *hoffe* *hoffe* *hoffe* das schlimmste ist durch. *hoffe*.

Mir ist bisher keine Hilfsmöglichkeit eingefallen, von der ich *realistisch* glaube, dass ich *beim aktuellen Stand der Dinge* (!!!) weniger Aufwand hätte, wenn ich da jetzt hinginge und denen das Problem ( ah die Probleme!) schilderte.
Ja, im Rückblick hätte ich damals direkt...

Aber das hilft ja nun nicht weiter.

Wenn wir feststellen, dass es immer noch zu viel ist, wenn wir diesen Standard-Zustand erreicht haben.
*Dann* beantragen wir eine Betreuung.

Und wenn in diese komische verkorkste uralt-Geschichte nicht demnächst Bewegung kommt, gebe ich auf. (Hätte ich längst tun sollen, aber wir sind WIRKLICH fast fertig. Wirklich. Das allerdings schon seit einer Weile. Und ich gebe jedem schriftlich, wenn ich das hinwerfe, fange ich es *nie* wieder an. Nach mir die Sintflut. Es ist nur... )

Danke fürs Gedanken machen, sorry fürs meckern.

Es ist doof und viel. Und ich hoffe es kapiert zu haben und fürchte, wenn ich es aus der Hand gebe, kriege ich es schlimm verkorkst zurück.

Und dann denke ich an den Wasserfilter, bei dem ich sonstwas getan hätte dafür selbst Ahnung zu *haben* damit ich den Mist verstehe und beheben kann statt ratlos davor zu stehen.
Aber ich hatte keine Ahnung. Half nix. Ich verstehe von Wasserfiltern *nix*.
Hier und jetzt hab ich das Problem verstanden und kann selbst... Ich sollte mich freuen so gesehen...

Ach...

Irgendwas mache ich falsch...


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29.07.2026 09:55
#352
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@Sybille
Voll der Albtraum! Halt durch!


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29.07.2026 15:33
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@Sybille

Ja, kann man wohl sagen! Ich schließe mich an.

Deine Wut ist verständlich und berechtigt. Nur sind weder Leute, die von diesem bürokratischen Wirrwarr überfordert sind, noch Leute, die anderen dabei zu helfen versuchen, schuld an dem Horror. Und die Sachbearber_innen reagieren oft hypersensibel, wenn man sie anknurrt oder auch nur Tatsachen erwähnt, die ihnen nicht passen. Ich hab auf die Art mal Hausverbot gekriegt im Sozialamt des Bezirks, in dem mein Ex wohnt. Und ich schwöre, ich habe diese Dame nicht bedroht und bin nicht mal richtig laut geworden. *Sie* hat mich angeschnauzt, weil ihr die Sauklaue von meinem Ex nicht gefiel. Ich hab nur die Achseln gezuckt und gesagt, das hätte er selbst ausgefüllt und ich würde ihm ehrenamtlich helfen, und wenn ihr der Antrag so nicht gefällt, dann solle sie halt den Job selber machen und ihm helfen. Zack, Hausverbot! 💩

Nur geht die Sache ja weiter: Für *viele* Leute ist der Papierkram mit Anträgen und Formularen die Hölle. Die Sachbearbeiter_innen haben sich den Kram auch nicht ausgedacht und haben sich nicht auf einen Job als Blitzableiter beworben...

Bei meinem eigenen Ämterkram früher hab ich alle Empfehlungen, gegen sie zu kämpfen, in den Wind geschlagen und mich einfach bemüht, nett zu ihnen zu sein und sie als Menschen zu behandeln. Das war ziemlich erfolgreich. Am Ende haben sie mir sogar einen richtig tollen Job vermittelt.

Es klingt wirklich so, als ob es mehr Arbeit ist, Leuten zu erklären, was der Stand ist... Ich hoffe, die Erklärung hier hat dir zumindest geholfen, das Chaos etwas mehr zu überblicken!


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05.08.2026 07:53
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Danke @Anna1111 😘 @Robin 😘

Schwiegermutter hat gesagt, *sie selbst* werde bei Stelle XYZ anrufen.
🥳
Na also, es *geht* doch.
Vor ein paar Wochen hieß das noch "Mach Du das Mal besser, Sybille!"
Freut mich mehr als jede Blume und jede Essenseinladung, (die ich wie gesagt abgelehnt habe. Ich hätte mich nicht gefreut und war nicht gewillt etwas anzunehmen und dafür noch Dankbarkeit zu heucheln, was ich nicht *haben* möchte! Gilt für Kram und für Essenseinladung gleichermaßen! ), dass sie mal wieder selbst einen Finger rührt für ihr (!) Zeug.
Die Schwiegermutter ist weder geistig umnachtet noch vom obersten Halswirbel abwärts gelähmt. Niemand verlangt, dass sie einen Marathon läuft oder Möbel schleppt. Aber wer Verwandte und Freunde anrufen und zum Kaffee treffen kann, kann auch Dinge wie "Beim Arzt anrufen" selbst tun und wenn sie was anderes behauptet hat, dann hat sie sich auf meine Kosten gedrückt, sonst nichts.
#Peng.

Und wenn sie enttäuscht ist, weil ihre Lieblings Schwiegertochter keine Lust hat mit ihr Essen zu gehen:
Tja.
Ich bin wirklich *ausgesprochen* enttäuscht, dass meine Lieblingsschwiegermutter mich zum Kuli abstempeln und sich auf meinem Rücken ein schönes Leben machen wollte, während ich unter *ihrem* Mist fast zusammengebrochen bin.
Sind wir derzeit also schon zwei Personen, die enttäuscht sind, kann sie gleich mal sehen, wie sich das anfühlt.
Ich hab nämlich nicht aus Bosheit abgesagt, sondern weil ich es anstrengend gefunden hätte und für sie keine zusätzliche Energie mehr zur Verfügung hatte. War verbraucht für ihr sonstiges Zeug. Und in *meiner* restlichen Freizeit, mach ich jetzt *meine* Sachen. Weil die auch wichtig sind. #so

Mein Mann achtet aktuell penibel darauf, dass ich nicht mit zu seiner Mutter *muss* und der Aufwand weniger wird. Er hatte es nämlich gemocht, als seine Mutter und seine Frau blendend miteinander auskamen. Kluger Mann. Ach, richtig, deshalb fand ich ihn damals schon toll, da war was. 🤪

Also.

Vorsichtiger (!!!) Aufwärtstrend hier. Ich *hoffe* *hoffe* die nächsten beiden Schreiben in Sachen a) Papierkram Schwiegermutter und b) Papierkram wenn-man-es-genau-nimmt-noch-Schwiegerurgroßmutter, die seit Jahrzehnten tot ist... werden den Aufriss weiter verkleinern, denn ich mag *wirklich* nicht mehr!!!

Irgendwie ist es geglückt in Sachen Garten die Schadensbegrenzung voran zu treiben. (Evtl hat es geholfen, dass ich aufgehört habe zu versuchen zu tun, was die Nachbarn vorschlagen und statt dessen an den Problemstellen weitergemacht habe 🤪.) Der Rasen ist verbrannt, das ist gut, da muss er nicht gemäht werden 😆.

Nächste Baustelle auf meiner Liste bei mir ist meiner Meinung nach tatsächlich *nicht* Haushalt und nicht Papierkram.

Sondern Sport.

Meine Kondition ist im Keller und ich möchte endlich wieder eine Sportroutine aufbauen.

Raten mir die Ärzte *dringend* zu (Ist aber halt so die Sorte Rat wie: "machen Sie regelmäßig Ausdauersport. Aber wenn Sie Migräneanzeichen oder Probleme mit dem Kreislauf haben, dann lassen Sie in der Woche das Training ausfallen. Auf keinen Fall Sport bei Migräne!" - bei der man nur die Achseln zucken kann. Wo soll ich die regelmäßige Sport - Routine denn bitte *hernehmen* wenn ich regelmäßig Migräne habe und dadurch regelmäßig ausgeknockt bin?) und ich würde gerne gaaaaaaanz vorsichtig wieder anfangen regelmäßig zu gehen. Nur ein kleines bisschen, damit mir nicht ständig schlecht wird.
Geht aber nur, wenn der Stresspegel nicht schon vorher durch die Decke ist.

Was er nur dann nicht ist, wenn...

Naja. Mal sehen. Ist hier jedenfalls der nächste Punkt.

Vorgestern *war* ich tatsächlich zum ersten mal wieder Walken.
Das war witzig:
Es war *kochendheiß* und ich war unsicher, ob es ein Fall von Vollkommen-bescheuert-an-einem-der-heißesten-Tage-überhaupt-mit-dem-laufen-anzufangen oder ein Fall von ich-hatte-mir-das-für-heute-*fest*-vorgenommen-ich-lass-da-jetzt-nichts-dazwischen-kommen ist.

Ich habe mich nach langem mit-mir-ringen für letzteres entschieden und bin mit reichlich Wasser und ohne-hetzen eine kleine Runde gedreht. Scheint der Kopf weggesteckt zu haben, Freitag gibt's die nächste Runde dieser Art. Mal sehen.


Und ich rate wirklich *jedem*. Sei es Chef, Nachbarn, Schwiegermutter oder sonstwem sich *genau* zu überlegen, ob man mir ein weiteres "Sybille, Du musst erst noch..." Problem vorsetzen will, was gerade dringender ist, denn ich bin's *leid*!!!!

Naja.

Heute ist erstmal wieder Haushalt an der Reihe. Wäsche, einkaufen, Bad, Küchenarmaturen, Müll.

Mal sehen, ob ich danach noch etwas anfange. Sehe ich dann...


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05.08.2026 14:10
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@Sybille

Freut mich, mit dem Aufwärtstrend!
Und für deine Schwiegermutter ist es sogar besser, wenn sie alles selbst macht, was sie noch machen kann. Der ganze Alltagskram ist das beste Hirntraining. Gilt übrigens auch für Messies! 🙄
Anscheinend brauchte sie einen kleinen Stups, um das Ruder wieder zu übernehmen. Ist ja halt auch ein Schocker, wenn man ins Heim geht, und der Gedanke, dass man sich dann um nichts mehr kümmern kann und braucht, liegt nahe.


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