Tipps um langfristig Ordnung zu halten nach Entrümpelung?

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05.08.2026 07:47
avatar  Mone
#6
Mo
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Hey, ein kleines Update von mir.
Danke erstmal für eure Tipps bisher!
Die Firma hat gestern wirklich gezaubert, endlich kann ich wieder wohnen und nicht nur existieren. Es tut gut die altlasten loszusein. Auch wenn es teurer war wie ursprünglich geplant.. Aber jetzt wo ich die leeren Räume sehe und eine Nacht darüber geschlafen habe kann ich es verstehen. Die Raten für die Entrümpelung stottere ich aber noch bis Dezember ab. So viel Geld auf einmal hatte ich leider nicht.. Aber ich bin froh das sie mir entgegenkommen sind und nicht einfach abgebrochen haben! Und dann kann ich ins neue Jahr ohne Schulden starten! Auch was Wert.

Die Jungs waren wirklich sehr freundlich, respektvoll und nicht verurteilend. Es ist ihr Job den sie einfach erledigt haben.

Nun habe ich gestern schon 2 Maschienen Wäsche machen können. Die nächste Schalte ich direkt heute ein. Dann kämpfen ich mich durch die Sachen die wir vor dem wegwerfen in die Küche "gerettet" haben und svhaffe dort heute Ordnung. Ich bin motiviert wenn auch immernoch total fertig mit den Nerven


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05.08.2026 09:10
avatar  Robin
#7
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@Oh, @Mone , wie schön! Herzlichen Glückwunsch zum neu geschaffenen Freiraum! Und es ist super, dass du gleich die Wäsche und den anderen Kram angehst!

Noch ein kleiner Tipp, falls die Wäsche nicht in den Schrank passt oder du das Gefühl hast, du hast nichts anzuziehen, obwohl der Schrank überquillt: Ausmisten hilft da *wirklich*! Ich habe es so gemacht, dass ich mir erstmal eine Liste gemacht habe, wie viel ich von allem brauche. Wie beim Kofferpacken, nur großzügiger. Und Teilen, die "man noch tragen kann" räume ich keinen Platz mehr in meinem Schrank ein. Die kommen in die Altkleidersammlung der Stadtmission, die sind hier die mit dem umfassendsten Recycling-Konzept (Kleiderkammer, Upcycling-Werkstatt, Sozialkaufhaus, usw.). "Man" kann sich die Sachen da dann holen, und *ich* hole mir auch gern Sachen, die mir gefallen und passen in Sozialläden oder Second-Hand-Läden.

@Anna1111

Stimmt, das mit dem Stauraum! Genau *so* ticke ich auch. Leider neige ich aber auch dazu, den vorhandenen Stauraum voll zu machen mit Zeug, das eher nicht verwendet wird... Hm, vielleicht sollte ich versuchen, die strengen Prinzipien, die ich eben in Bezug auf den Kleiderschrank erläutert habe, auch auf meine Küchenschränke anzuwenden?! Also vielleicht da auch erstmal eine Liste machen, was da drin sein sollte, statt alles rauszuräumen und anschließend wieder zu verstauen, was nicht abgelaufen ist? Hm, auf den ersten Blick scheitert dieser Ansatz in der Küche an zu großer Diskrepanz - aber vielleicht, wenn man das Problem in viele kleine zerlegt...


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05.08.2026 09:58
avatar  Mone
#8
Mo
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Ja Kleidung aussortieren gehört gefinitiv zu meinem Plan. Aber zuerst möchte ich alles gewaschen haben damit ein Überblick da ist was ich besitze. Dann wird aussortiert! In meinem Kleiderschrank sind definitiv auch einige "altlasten" die nichtmehr schön sind oder nicht mehr passen.

Gerade habe ich die ersten 2 Ladungen versäumt. Mensch hat sich das gut angefühlt! Die nächste ist in ner halben Stunde fertig und darf dann auf den Balkon zum trocknen. Mein Schreibtisch ist wieder hergerichtet. Nun geht es weiter ans wieder einräumen. Stauraum habe ich tatsächlich einiges. Ich hätte gerne noch eine weitere Kommode im Schlafzimmer, das ist Geldtechnisch nur gerade nicht drin. Nächsten Monat hat zusätzlich noch mein Auto TÜV und Kundendienst, da muss ich durch die Raten gerade doch mehr aufs Geld schauen. Auch eine neue Erfahrung für mich, musste ich bisher auch nicht so. Konnte mir ohne Gedanken zu machen fast alles holen was ich wollte.
Heute wird noch ein Sammelbehälter für den Pfand geliefert. Dann ist der auch verräumt.

Gestern hat tatsächlich mein Vermieter von der Entrümpelung mitbekommen. War ein doofer Zufall. Er war wegen etwas anderem im Haus und wollte sich den Wasserschaden mal selbst anschauen. Aber er hat so entspannt reagiert. Seine Reaktion war nur "Warum sollte ivh ihnen Probleme machen, sie dürfen entrümpeln was sie wollen" Mensch bin ich erleichtert! Jetzt kommt demnächst noch eine Firma und tauscht die Teile zum Wasser abdrehen in der Wohnung. Aber ich muss ja jetzt nichtmehr verstecken :) Ist ja ordentlich.

Dann hat mich gerade die Nachbarin gegenüber angesprochen ob ich ausziehe. Sie hat das ganze gestern grob mitbekommen. Sagte ihr nein, ich hatte einfach alte Sachen die wegmussten. Sie war recht erleichtert, haben zwar nicht viel miteinander zu tun aber man kommt gut miteinander klar.

So jetzt kommt das Handy erstmal wieder weg und es wird weiter aufgeräumt


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05.08.2026 10:10
avatar  Sybille
#9
Sy
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Hallo @Mone

erstmal herzlich willkommen und herzlichen Glückwunsch zur Entrümpelungsaktion!!!

Ja, diese Haushalts Routinen finde ich auch *überhaupt* nicht trivial.

Ich arbeite GsD(!!!) nicht im Schichtdienst, ich glaube, dann wäre vollends aufgeschmissen, aber ich bin an unterschiedlichen Tagen unterschiedlich belastbar und das zu ignorieren führt bei mir nur zu zusammenklappen mit dann erst recht auflaufenden Bergen und nicht zu "tollen" Ergebnissen...

Jedenfalls ich (und ich glaube auch, dass da jeder Jeck anders ist!)

Ich persönlich jedenfalls - mache ganz gute Erfahrungen damit
zunächst einmal *wirklich* damit zu kalkulieren, dass ich in Haushalt einfach nicht gut *bin* und das auch nicht morgen werde:

zB:
Gebe ich auf gaaaaaaar keinen Fall die Spülmaschine her. Und wenn sie kaputt geht, dann brauche ich ne neue. Is' mir egal, ob das irgendjemand für unnötig hält. *Ich* halte das für nötig.
zB:
Wird Kleidung nur im *absoluten* Ausnahmefall gebügelt (Beerdigung, Vorstellungsgespräch...) und ansonsten muss sauber und nicht-kaputt reichen.
zB:
Versuche ich so Sachen wie Fenster-putzen erst gar nicht in meine Routinen aufzunehmen. Dann sind die Fenster halt normalerweise dreckig.
So what?
zB:
Kommt "praktisch" bei mir immer vor irgendwelchen Deko Gesichtspunkten. Ich kriege es sowieso nicht ordentlich. Da brauche ich auch keinen Nippes aufstellen, der nur einstaubt und das Problem vergrößert.

...

usw.

Auf diese Weise beobachte ich, dass wenn ich das ernst nehme und nur die "verbleibenden" Sachen mache, statt mich zB in Sachen wie Bügelwäsche zu verausgaben und dann nix mehr zu schaffen...

gaaaaaaanz langsam eine Minimalroutine entsteht, die mich am funktionieren hält.

Sauberes Geschirr, saubere Wäsche, sauberes Klo, bezahlte Rechnungen, ein paar Lebensmittel im Haus, Müll...

Damit gewinne ich zwar keinen Lolli beim Super-Hausfrauen Wettbewerb. Aber ich stehe jedenfalls nicht plötzlich eines Morgens ohne saubere Socken bei der Arbeit 🤪.


Ich *versuche* auftauchende Probleme sofort anzugehen und trotzdem diesen saubere-Wäsche, sauberes-Klo, Müll, Rechnungen... Standard zu halten.


Schwer genug in Zeiten wie diesen wo ständig eine Menge Probleme auftauchen!!!

Aber ich denke mir, dass ich mit jedem Problem, was ich löse, bevor es mir um die Ohren fliegt, Kapazitäten gewinne etwas anderes zu erledigen, *bevor* es knallt.

Und so kann ich irgendwann ja vielleicht alles in Ruhe und eins nach dem anderen machen. Langsam und stetig, wie Beppo Straßenkehrer...

Ich würde daher vorschlagen, dass Du dich demnächst zur Feier 😉 Deiner Entrümpelungsaktion einmal fragst, was Dein minimal Standard ist.

Also, was grds. erforderlich ist, damit Dir nicht in kürzerer Zeit alles um die Ohren fliegt.

*MINIMAL* nicht Ziel (!!!!)

Wäsche, Geschirr, Klo&Waschbecken, Einkauf, Rechnungen, Post, Müll

zum Beispiel?

Gibt es dabei noch etwas, was Dir das Leben vereinfachen könnte? (zusätzlichen Sockenvorrat kaufen, Müll in einer Tüte an der Wohnungstür sammeln, sonst irgendwas?)
Wenns etwas gibt, was sich relativ problemlos umsetzen lässt, würde ich das machen.
Ja, kostet im Zweifelsfall Geld, Zeit, Platz.... Und ja Super-Hausfrau-Holly kann das bestimmt auch so, aber *ich* halt nicht. Und da ich nicht morgen Super-Siby werde sondern immer noch ich bin...


Wenn deine minimal Routine für dich erstmal nicht mehr praktischer geht, würde ich sagen:
Versuch die durchzuziehen.

Und nimm das wichtiger als irgendwelche #tollen "Endziele". (Spoiler: Fertig ist man nie! Deshalb ist der Plan erst alles aufzuräumen und *dann* die *tollen* Routinen einzuführen mMn ein trügerischer Traum. Denn dann hat man einen aufgeräumten Kellerschrank oder so - und #svhwupps steht die Küche voll Geschirr 🤪. Wenn man immer erst das Geschirr... Aber vielleicht bin ja auch nur ich zu dusselig, wer weiß das schon ... 🤪)

Ach.
Und dann hab ich noch n Vorschlag:

Bleib hier bei uns. 😉
Es ist nämlich so: (also *meiner* Meinung nach. Ist eh klar, dass sowas individuell ist, oder?) Wenn Du regelmäßig ins Forum guckst, beschäftigst Du Dich automatisch regelmäßig mit der Tatsache, dass dein Haushalt gemacht werden muss. Auf diese Weise kann man das viel schlechter verdrängen. Und da hier (fast) alle das selbe Problem haben, brauchst Du Dich vor uns auch nicht schämen. 😉

Also. Schön, dass Du hergefunden hast. Toll, was Du schon geschafft hast. "Setz Dich, nimm Dir'n Keks " sagte man bei uns früher. 🤪
Ich geh mal die Wäsche aufhängen. Ist an der Reihe, Du verstehst... 🙋🏼‍♀️


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06.08.2026 08:57
avatar  Mone
#10
Mo
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Danke dir! Gerade die Aussage das man nicht jeden Tag gleich viel Energie hat trifft sehr zu. Und das zu akzeptieren ist oft schwer für mich. Vor Jahren hat mal meine damaligen Therapeutin zu mir gesagt ich sei so pefektionistisch das ich mir damit selbst im Weg stehe. Damals ging es um die Aufgaben in der Ausbildung die ich nicht geschafft habe. Damals hab ich sie belächelt. Ich und pefektionistisch? Kann nicht sein ich bekomme ja schließlich nichts hin. Aber heute denke ich sie könnte wohl recht haben. Ich bin oft so fokussiert darauf alles sofort und vollständig zu erledigen das ich garnicht erst anfange weil ich weiß alles bekomme ich sowieso nicht hin. Zu lernen zumindest anzufangen und soviel zu machen wie ich schaffe.. wird ein Harter Weg wird aber wohl mein Weg sein müssen. Wie du beschreibst, einen perfekten Haushalt werde ich wohl nie haben. Aber denke das ist auch nicht mein Abspruch. Ordentlich soll es sein, so dass ich nichtmehr im Chaos ersticker! Dazu kommt noch die Abtriebslosigkeit die es oft schwer macht. Aber eigentlich habe ich viele "Tricks" gelernt diese zu überwinden. Muss nur wieder anfangen sie zu nutzen.
Ich finde es oft so paradox. Auf der Arbeit bekomme ich alles super hin. Ich arbeite auf einer Wohngruppe als Erzieherin. Da gehört Haushalt schmeißen quasi zum Job. Da regt es mich auf wenn was unerledigt ist. Vlt aber auch weil ich weiß es ist nicht mein zuhause. Und das Kollegen sich ärgern wenn sie Aufgaben von meinen Diensten erledigen müssten. Daher mache ich da einfach.

Heute habe ich 3 Maschinen Wäsche gewaschen. 2 schon verräumt. Eine hängt jetzt auf dem Balkon zum trocknen. Eine 4. Habe ich gerade angeschaltet. Zum Glück habe ich einen Waschtrockner. Dann ist sie bis morgen früh fertig. Ich versuche dann sie auch zu verräumen. Mal schauen was ich früh schaffe, muss auch wieder zur Arbeit morgen. Bin aber froh heute frei gehabt zu haben. Das hab ich nach der Aktion gestern einfach für meinen Kopf gebraucht.
Küche habe ich etwas geschafft, aber nicht so viel wie ich mir vorgenommen habe. Leider kam die Amazon Lieferung heute doch nicht (zumindest bis jetzt nicjt) was mir einen Dämpfer verpasst hat. Es stehen noch 2 Säcke mit Pfand da die ich gerne heute noch geleert und umgeräumt hätte. Aber ohne Ort zum Pfand reintun fällt es mir schwer. In Müllsäcke will ich es nicht tun da stäubt sich bei mir seit gestern alles :D
Aber was mir auffällt, die Unordnung die gerade in der Küche herrscht nervt mich. Besonders wenn ich mir die anderen Räume anschaue. Das ist doch was positives oder? ;)
Und ja ich denke ich werde immer mal wieder hier ins Forum schauen. Ich finde es sehr beruhigend zu wissen ich bin nicht alleine mit meinem Chaos. Habe schon viele andere Beiträge gelesen, erkenne mich oft wieder. Auch tut eure Freundlichkeit die mir entgegengebracht wird gut. Und anonym darüber sprechen zu können. Mit Freunden und Familie würde ich mich das nicht trauen.


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