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Angst-Gedanken und den Versuch voranzuschreiten
Foren-Beitrag von Butterfly19 im Thema Angst-Gedanken und den Versuch voranzuschreiten

am 10.05.2019 18:061557504393

Hallo Jamie, vielen lieben dank für deine lieben Worte,
Aus Erfahrung weiß ich wie schwer es anderen Menschen fällt eine solche Krankheit zu verstehen bzw. die Gedankengänge eines solch erkrankten Menschen zu verstehen. Daher tun deine Worte sehr gut zu lesen.
Es gab Phasen, da habe ich meine momentane Situation(sprich der Zustand meiner Wohnung)nicht so richtig an mich herangelassen, weil zu diesem Zeitpunkt mein Kopf auch mit anderen Zwanghaften Gedanken beschäftigt war.
Waren diese aber ganz gut in den Griff gekommen,tauchten dann diese hier wegen des Mülles auf. Ich glaube schlichtweg darum, weil ich mich damit ja dann beschäftigt habe und damit "konfrontiert" wurde.
Heute war so ein Tag , an dem ich mit unguten Gefühlen und Gedanken aufgewacht bin und es sich zum Teil so durch den ganzen Freitag gezogen hatte, gleichzeitig versuche ich trotz dieser Gedanken Ängste und deren folge, das ich mich erschöpft und müde fühle weiterzumachen. Manchmal ist es sehr schlimm und ich sage mir ok, ich versuche einen Weg zu finden damit umzugehen(anstatt wortwörtlich sich unter die Bettdecke zu verkriechen oder wieder "Kurzschlussreaktionen " zu zeigen wie diese Tüten zu horten)dieser Gedankengang brachte mich auch hier ins Forum-einfach mal darüber schreiben zu können,ohne angst haben zu müssen das ein blöder oder verständnisloser Kommentar kommt.
Ich muss ehrlich sagen, ich habe Probleme zu akzeptieren das diese Krankheit und deren Symptome mich vielleicht sogar mein Leben lang,mal mehr oder mal weniger begleiten werden.Ich kann dich sehr gut verstehen, wenn du sagst dass du diesen Teil von dir nicht so hinnehmen kannst.Es geht mir genauso. Es macht unglaublich Müde-körperlich wie seelisch.Gute Phasen,schlechte Phasen. Es klingt vielleicht unglaublich simpel, aber ich habe mir mittlerweile eine Art Mantra angeeignet,das in mir irgendwie ein wenig "Hilfestellung" auslöst,damit ich vorankomme.
Es geht nicht immer wie gesagt,aber es hilft doch irgendwie.Die Gedanken sind da, die Ängste sind da.Ich glaube es ist wichtig zu lernen,so schwer es auch ist,diesen Teil von einem selbst nicht als Feind zu sehen.Dieser Teil will einem etwas sagen oder zeigen, oder vor Dingen schützen,die man vllt. mal erlebt hatte z.b.

Im Moment geht es leichter, Dinge zu entsorgen, ohne das ich in meinem Kopf den Drang verspüre nochmal den Müll wieder hoch zu holen,weil doch noch etwas drinnen sein könnte.Es kann sich aber auch wieder drehen, wie ich feststellen musste. Daher versuche ich mir eure Ratschläge anzunehmen, und vorrallem die Dinge in kleinen Schritten zu tun,anstatt mir es aufzuzwingen,sonst geht es nur schief, denke ich.

Beitrag
Angst-Gedanken und den Versuch voranzuschreiten
Foren-Beitrag von Butterfly19 im Thema Angst-Gedanken und den Versuch voranzuschreiten

am 10.05.2019 17:421557502922

@ornung :hallo, habe ich tatsächlich bei einer schon mal gemacht :) lg zurück

Beitrag
Angst-Gedanken und den Versuch voranzuschreiten
Foren-Beitrag von Butterfly19 im Thema Angst-Gedanken und den Versuch voranzuschreiten

am 09.05.2019 20:031557425010

Hallo Jennifer,
vielen lieben Dank für die Tipps(und auch an den Schreiber über dir natürlich auch :),
ich war 2017 stationär für 10 Wochen aufgenommen und danach bis ende 2018 in medikamentöser Behandlung.(Diese ist gott sei dank aus geschlichen).

Es ist zurzeit tatsächlich so, das ich mit den extremen Gedanken was wichtige Unterlagen z.b betrifft ganz gut zurecht komme(diese waren leider vor fast 1,1/2-2 Jahren der Auslöser für das Müll-horten.)
Zurzeit überwältigt mich die Angst das ich mit den Müll(aufgrund seines alters)Schlimme Dinge, wie z.b Krankheiten,irgendwelche Gase etc. mit hinausschleppe(oder das das Ungeziefer irgendwas mitbringt).Um ein Beispiel zu nennen:
Vor kurzem habe ich es geschafft eine "schlimme" Tüte mit raus zubringen, sprich eine die recht lange Lag(und auch so aussah und roch)ich glaube sie war von ende 2017....ihr wollt nicht wissen wie Essensreste und co. nach dieser Zeit aussehen und riechen.Ich sage es mal so:Ich kann wortwörtlich bestimmte Lebensmittel wie z.b Käsesorten nicht mehr sehen,es bleibt einfach in der Nase.Ich muss dazu sagen das ich die Tüten mit Handschuhen umtüte,damit die Beutel die ich herunterbringe äußerlich sauber sind und(so weit wie möglich)nicht riechen.

Deine Gedanken, das der Müll im Grunde schnurstracks richtung Verbrennung geht,habe ich mir auch schon eingebrannt ;), das Problem bei einer Angststörung ist,das man unglaublich gut darin ist noch ein "Schlupfloch" zu finden,("es könnte doch noch sein dass..")auch wenn man selbst merkt das es irgendwie nicht gaaanz so realistisch ist, terrorisiert der Gedanke permanent das Gehirn(inklusive Druckgefühl in der Brust und schwere Atmung etc.)

Beispielsweise habe ich eben gerade eine Tüte hinunter gebracht, die Abfuhr kommt aber erst Mittwoch- bis dahin kann ja noch viel passieren-so meine Gedanken.Gleichzeitig wollte ich aber es jetzt machen, weil es sich sonst immer weiter in die länge Zieht(bis dahin warten oder dahin warten...).
Es gibt eben immer dieses "Restrisiko",es hilft aber wenn man hier darüber schreiben kann und jemand Tipps gibt, das ist schon etwas anderes als wenn man nur versucht es sich selbst zuzureden "das alles in Ordnung ist" weil man Schwierigkeiten hat sich in solch einer Situation selbst zu vertrauen.

Beitrag
Angst-Gedanken und den Versuch voranzuschreiten
Foren-Beitrag von Butterfly19 im Thema Angst-Gedanken und den Versuch voranzuschreiten

am 09.05.2019 17:571557417437

Hallo, und danke für die Antwort :) ,
ja, ich war 2017 sogar eine weile stationär in Behandlung und wurde auch eine lange weile medikamentös behandelt. Das was mir sorgen macht, das ich probleme habe objektiv zu beurteilen ob meine Ängste(zurzeit bezogen auf die Thematik die ich mit den Mülltüten+Entsorgung beschrieben habe)berechtigt ist, oder nicht-es pendelt in meinem Kopf als hin und her und dadurch gerät auch das entsorgen ins stocken weil ich wiederum mit dem Gedankenkreisen als beschäftigt bin...daher dachte ich es wäre gut wenn es sich hier jemand finden würde der oder die vllt. in einer ähnlichen Situation, wie nennt man dies-müll-messie?- befindet...

ps: auch einen schönen Abend :)

Thema
Angst-Gedanken und den Versuch voranzuschreiten
Thema von Butterfly19 im Forum MESSIE FORUM: Messies...

am 09.05.2019 16:511557413484

Gute Tag, ich hoffe ich habe im richtigen Bereich angefangen zu schreiben.
Bin gerade erst neu dazugestoßen und dachte ich schreibe mir meine momentanen Gedanken einfach von der Seele, vllt. hat ja jemand einen guten Ratschlag oder eigene Erfahrung mit solch einer Situation?

Es geht um folgendes:
Ich leide seit einigen Jahren unter einer Angststörung und Depression. Infolgedessen hatte sich bei mir zuhause einiges Angesammelt, aus meinem Gedankengang heraus, das ich dies "nicht verlieren darf,weil sonst etwas schlimmes passiert".(Ich formuliere es mal so vereinfacht,weil ich noch nicht so gerne darüber ins Detail gehen möchte).
Das war zum einen das ich es nicht geschafft habe z.b nicht mehr verwendete Computer/Technik zu entsorgen, aus Angst die persönlichen Daten darauf könnten nicht vollends zerstört worden sein.
Dies war, so wage ich zu behaupten, noch ganz gut zu händeln. Doch irgendwann ging meine Angst so weit, das ich mich in den Gedanken verlor,wichtige Dokumente im (Rest)Müll zu verlieren so das die jemand vllt. herausstehlen könnte.(Ich weiss das dies für Außenstehende sehr bescheuert sich anhören muss).

Ich bin seit ca. 2 Jahren dabei mit dieser Krankheit umzugehen und kämpfe mich jeden Tag ein Stückchen weiter. Doch durch diese Ängste hatte sich innerhalb der letzten 2 Jahre (Rest)müll angesammelt den ich nicht entsorgt hatte.Insgesamt waren es letztendlich ca. 20 Mülltüten,in meinem Kleiderschrank gestopft, damit der Geruch nicht so durchdringt.Natürlich hatten sich dadurch auch Ungeziefer bereit gemacht und ich hatte unzählige Fliegen/Maden in der Wohnung.(die ich mit Klebefänger versuchte einzudämmen). In den letzten Monaten hatte ich es geschafft dem Problem anzugehen und stück, für stück Müll entsorgt.Vor einigen Wochen habe ich über 12 Tüten(oder es waren glaube ich sogar mehr)entsorgt. Jetzt habe ich nur noch eine (große)Mülltüte, die ich entsorgen muss. Doch auch hier,was den (entsorgten)Müll betrifft bekomme ich Angstgedanken. Wie ihr euch denken könnt, ist dieser Restmüll komplett/extrem vergammelt,und mit Madenpuppen voll.Ich habe Ängste das irgendwelche Gase,Krankheiten etc. durch den Müll(der z.b nun unten in der Mülltonne zur Abholung bei dem nächsten Abfuhrtermin liegt) freigelassen wurden/werden und ich andere Menschen dadurch schädige oder irgendwelche Krankheitswellen auslöse-sei es durch die Mülltüten oder das Ungeziefer das herumfliegt/aus meiner Wohnung entschwindet(welches mittlerweile durch die Müllentsorgung stark weniger geworden ist).

Ging es jemandem wie euch eventuell ähnlich,was Müll und Entsorgung betrifft?Oder hatte jemand ähnliche Angstgedanken?

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