Bitte geben Sie einen Grund für die Verwarnung an
Der Grund erscheint unter dem Beitrag.Bei einer weiteren Verwarnung wird das Mitglied automatisch gesperrt.
Neues aus dem Horrorhaus
#2651
Ich weiß nicht recht, was ich dir dazu schreiben soll, weil du Ratschläge schon oft bekommen hast, aber leider nichts damit anfangen kannst. 
Du bist in einem Alter, in dem du selbstbewusst auf eigenen Beinen stehen, deine eigenen Entscheidungen treffen und wissen solltest, was du vom Leben willst/nicht willst. Immerhin bist du schon lange unabhängig, verdienst dein eigenes Geld,...
Es ist schade, dass du dich trotzdem immer noch so an die toxische Beziehung zu deiner Familie klammerst und den Kontakt nicht abbrechen willst, aber umgekehrt zumindest hier im Forum immer nur schreibst, dass jeder einzelne ein unausstehlicher, bösartiger Psychopath ist (bis hin zu vermuteten Mordplänen).
Deine Tante ist wahrscheinlich schon in einem Alter, in dem viele langsam verschroben (oder gar dement) werden. Man kann versuchen, es ihnen recht zu machen (z.B. hättest du die Tante einfach spontan einladen und die Torte mit ihr teilen können) oder sie ignorieren (ich hätte einfach aufgelegt und mich nicht mehr gemeldet) aber mit solchen Menschen zu streiten ist in jedem Fall Zeitverschwendung.
Ich bin heilfroh, dass ich mich schon vor über 10 Jahren vom Großteil meiner Verwandtschaft getrennt habe. Seitdem kann ich mit jedem Jahr ein bisschen mehr Selbstbewusstsein aufbauen, finde laufend neue nette Menschen in meinem Umkreis und nähere mich langsam dem "Ich", das ich mit einer anständigen Familie immer gewesen wäre.
Und jetzt gönne ich mir ein Stück Bananenkuchen, ich backe nämlich jeden Sonntag nur für mich alleine und bin stolz darauf. 
Nachträglich alles gute zum Geburtstag! 


Gold

Silber

Bronze

Medaille

Pokal
Ich schliesse mich CrazyCatLady an.
Zitat von Anna1111 im Beitrag #2649
Sie bricht den Kontakt zu mir ab.
Wunderbar. Hoffentlich hält sie sich daran.
Dann kannst du diesen ungesunden Kontakt ENDLICH abbrechen.
Zitat von Anna1111 im Beitrag #2649
Sie wurde sehr, sehr wütend und warf mir vor, ich würde eine Party machen und sie nicht einladen.
Die Idee von CrazyCat Lady war gut: warum hast du sie nicht eingeladen zu deiner "Aufräum- und Sortierparty" mit Kuchen als Belohnung?
(Frage: wer erbt, wenn deine Tante stirbt? Hat sie Kinder? Falls sie so viel sammelt wie deine Schwester, wäre es gut, wenn du das ERBE ausschlägst.)
Zitat von Anna1111 im Beitrag #2649
Sie beklagte sich, sie habe immer so hart gearbeitet und habe sich nie was gegönnt.
Sich heute immer noch nichts zu gönnen, ist ihre (unbewusste) Entscheidung.
Ziemlich neidisch die Dame und du lässt dir von so viel NEID ziemlich über deine GRENZEN latschen.
Zitat von Anna1111 im Beitrag #2649
"Nein, du weißt überhaupt nicht, was Arbeit ist. So viel wie ich hat noch nie jemand gearbeitet. Tag und Nacht, sieben Tage pro Woche, das kannst Du Dir gar nicht vorstellen!"
Gib zu, dass du es nicht weisst und dir nicht vorstellen kannst, denn zu der Zeit über die sie spricht, warst du nicht geboren. Du kannst dich nicht in eine Zeit versetzen, die du nicht erlebt hast. Du kannst diese "Erwartung" nicht erfüllen.
Grenze dich ab, indem du "einlenkst" und ihr zugestehst, dass du ihre Vorstellungen nicht teilen kannst. Gedanken lesen, kannst du nicht.
Zitat von Anna1111 im Beitrag #2650
Dabei fordere ich fast gar nichts, außer dass meine Schwester ihren Krempel mitnimmt.
Bleib dran. Das Konzept mit dem Termindruck scheint zu funktionieren.
Ich hatte mich ja von meiner Tante wieder distanziert und aufgehört, sie regelmäßig anzurufen. Genau das hat sie mir ja auch vorgeworfen, weil sie ja gar nicht kapiert hat, dass sie das selbst bewirkt haben mit ihren Behauptungen, ich würde lügen. Ich habe es ihr damals erklärt, aber sie behauptete, das würde nicht stimmen, das habe ich mir ausgedacht. All das, was sie zu mir gesagt haben, hatten sie ihrer Meinung nach gar nicht gesagt. Ganz schlechte Diskussionsbasis. So gesehen war dieser Kontaktabbruch von ihr jetzt die Strafe dafür, dass ich in den letzten Jahren so selten angerufen habe.
Und ich habe ein Déjà-vu, weil meine Mutter das genauso gemacht hat. Hat mich beleidigt und wenn ich auf Abstand ging und es ihr erklärte, es dann
trotzdem nicht verstanden. Sie erwartete, dass ihre Worte einerseits keine Folgen haben, ich sie also trotzdem genauso liebe wie eine Mutter, die fair zu mir ist. Andererseits wollte sie, dass ihre Worte zur Folge haben, dass ich endlich die Tochter werde, die sie sich gewünscht hat.
Ja, das Erbe sollte ich ausschlagen. Falls ich nicht sowieso enterbt werde. Sie hat noch mehr Nichten und Neffen von der Seite des Onkels her, und die
sind ganz scharf drauf zu erben. Wobei ich erwarte, dass die einfach einen Container bestellen würden, damit man das Haus möglichst bald verkaufen kann. Die sind viel pragmatischer.
Eigentlich dachte ich ja immer, dass meine Tante ein netter, sympathischer Mensch ist, weil sie immer so gerne Leute einlädt, auch die Nachbarn.
Und weil sie immer so gerne Geschenke macht. Aber neulich im Telefonat war klar, dass sie sich damit ewige Liebe einkaufen will. Und dass man
hinterher dann jedes ihrer Geschenke zum Vorwurf gemacht bekommt.
Doch, ich kann mir vorstellen, wie viel sie gearbeitet hat. Meine Eltern haben das nämlich auch so gemacht und das habe ich sehen können.
In diesem Moment ging es aber gar nicht darum, dass ich ihren Fleiß würdigen soll, sondern darum, dass ich mir nur dann einen Kuchen für mich
selbst backen darf, wenn ich die Person bin, die mehr arbeitet als sie. Also, wenn ich die Person bin, die am härtesten auf diesem Planeten arbeitet.
Wobei meine Familie die Arbeit, die ich mache, sowieso nicht als richtige Arbeit anerkennt. Weil ich Akademikerin bin und Akademiker, die sitzen doch
eh den ganzen Tag nur im Büro rum und produzieren sinnloses Papier. Seufz. Lustigerweise hat sie bei der Arbeit auch Papier produziert, aber
trotzdem war das richtige Arbeit.
Interessant fand ich auch, dass sie sich sogar bei ihren Arbeitskollegen darüber beschwert hat, dass ihre Nichten und Neffen von ihr immer so teure
Geschenke bekommen, dass sie hungern muss. Mitleidtour... Das ist halt so ihre Art, wie sie Menschen an sich zu binden versucht.
Bei mir funktioniert das nicht, weil ich es durchschaue. Darum denkt auch meine Familie, dass ich herzlos bin. Aber sie haben mir als Kind ziemlich
die Seele ramponiert damit, dass ich gelernt habe, dass ich ein schlecher Mensch bin, der ständig vergeblich versuchen muss zu beweisen, dass
vielleicht doch ein Fünkchen Güte in ihrem steckt. Dass ich ständig Mitleid mit den Erwachsenen haben muss, ihre Gefühle und Bedürfnisse achten
muss, um zu eeskalieren, damit die Strafen für meine Verdorbenheit doch nicht lebensgefährlich werden. Habe gelernt, dass ihre Bedürfnisse wichtig
sind und ich gar keine haben darf. Am schlimmsten war dieser ständige Hass. Dieses ständige Lauern darauf, dass ich etwas sage oder tue, was
beweist, dass sie die Pflicht dazu haben, mich zu hassen.
Also, dass ich mir zum Geburtstag keinen Kuchen backen darf, das finde ich immer noch verstörend. Aber klar, wenn man weniger arbeitet als meine
Tante, hat man nicht das Recht dazu. Denn sie tut das ja auch nicht, und mir muss es wegen meiner Faulheit auf jeden Fall schlechter gehen als ihr.
Ich mag die Menschen nicht mehr. Leider sind ja fast so drauf. :-(
Eine spontane Einladung hätte ich machen können, hatte ich aber keine Lust darauf. Sie hätte mich dann doch stundenlang beschimpft, da sie ja
schon in der Stimmung war. Außerdem ist sie nicht mobil. Mit ihrem alten Auto dürfen sie nicht durchs Stadtgebiet fahren und außen herum ist
zu umständlich. Und S-Bahn ist anscheinend unzumutbar. Wobei momentan in ihre Richtung auch noch Schienenersatzverkehr ist und sie
hoffnungslos verloren gehen würde. Die Fahrt dauert auch anderthalb Stunden. Deshalb hätte ich sie natürlich trotzdem einladen können, um
guten Willen zu zeigen, aber sie ließ mir kaum eine Chance, irgendetwas Konstruktives zu sagen, weil ich mich die ganze Zeit nur verteidigt habe,
um aufzuzeigen, dass ich nicht der schlechteste Mensch auf diesem Planeten bin. Was mir natürlich nicht gelungen ist.
Bevor ihr euch fragt "Warum feiert die ihren Geburtstag überhaupt alleine?"
Durch die Kombination von Erbstreit, Jobproblemen, 80-Stunden-Woche, Burnout und Lockdowns ist mein Sozialleben etwas eingeschrumpft. Ich versuche schon eine Weile, neue Leute kennen zu lernen, aber es wird offensichtlich mit zunehmendem Alter schwerer. Neulich habe ich einen Mann getroffen, der eine
Wandergruppe gründen wollte. Außer mir hat sich aber niemand gemeldet. Er hat mir dann zwei Stunden lang erklärt, wie ich ein gesundes
Aktiendepot aufbaue, obwohl ich regelmäßig versuchte, das Thema zu wechseln. Aber alles andere interessierte ihn gar nicht. Sogar vom Thema
Wandern kam er immer wieder schnell ab. Seufz.
Die wenigen verbliebenen Freundinnen halten mich inzwischen für eine Looserin. Überfordert mit ihrem Job, unfähig, ein Haus zu entrümpeln und so weiter. Sie lauern nur darauf, wenn ich etwas sage, um sich in ihrer Verachtung bestätigt zu fühlen. Sehr anstrengend. Ich hatte keine Lust, das an
meinem Geburtstag auch zu haben. Frage mich auch öfter mal, ob ich das an den anderen Tagen haben will.
Natürlich habe ich ein gewisses Bedürfnis an Freundschaften, Leutetreffen und so und will natürlich die letzten Freunde und Verwandte nicht auch
noch vergraulen bzw. verlieren. Ich denke auch, dass es schwer wird, neue Leute kennen zu lernen, wenn die merken, dass ich mit meiner Familie
verstritten bin und keinerlei Freunde habe, auch offensichtlich nicht fähig bin, im normalen Arbeitsleben im Team zu arbeiten. Das würde auf mich
auch recht asozial wirken. Muss ja an der betreffenden Person liegen. So viel Pech kann man ja nicht haben und so weiter. Genauso wie mir ja
auch niemand glaubt, dass meine Schwester tatsächlich jahrelang die Entrümpelung des Hauses blockiert. Sowas würde doch niemand tun.
Muss also auch an mir liegen. Ich wirke dann wie ein Messie, der sogar noch die Verantwortung für ihr Chaos auf andere abschiebt.
So wie ein Alkoholiker, der behauptet, die anderen würden ihn zum Trinken ja zwingen.
Ich habe große Sorge, dass ich demnächst dann so ein Sonderling bin, mit dem seine Familie nichts mehr zu tun hat, über die ihre Freunde nur
lästern und die eigentlich überhaupt keine Freunde hat. Und darum auch keine Freunde mehr finden kann. Genau genommen BIN ich schon in
dieser Sitation. Meine soziale Integration hängt an einem sehr brüchigen Faden.
Früher habe ich sehr gerne Parties organisiert und für meine Gäste gekocht. Aber jetzt sind leider nicht mehr viele Leute übrig, die ich überhaupt
einladen kann. Das letzte Mal waren wir zu zweit bei meiner Geburtstagsparty. Alle außer zwei haben schon von vorne herein abgesagt und
ein weiterer Gast ist morgens mit Kopfschmerzen oder so aufgewacht und sagte kurzfristig noch ab.
Ich kann auch eigentlich nur "alte Freunde" einladen, die schon wissen, warum das hier so chaotisch aussieht. Neue Freunde kann ich in das
Messiehaus gar nicht einladen. Wobei ich inzwischen das Wohnzimmer durchaus noch schnell besuchsfähig hinbekomme. Anfangs konnte
ich das Chaos aus dem Wohnzimmer noch im Keller versenken, während Besuch da war. Dann wurde der Keller immer voller, so dass das
nicht mehr ging. Inzwischen ist das Wohnzimmer aber doch recht ordentlich. Es sind nur ein paar Teppiche zu viel, die einfach niemand kaufen
will, plus noch meine Schmuck-Bastelwerkstatt auf dem Esstisch. In der Ecke noch einige Tüten und eine Kiste mit Einzelteilen von
Elektrogeräten und Geschirr, zu denen immer noch das passende Gegenstück fehlt. Also eigentlich doch ganz ordentlich.
Naja, insgesamt war ich auch ein wenig zu erschöpft, um eine Party zu organisieren. Am Samstag habe ich bis 15 Uhr einen Kurs gegeben, am
Montagmorgen musste ich um fünf Uhr schon wieder aufstehen, und dazwischen noch schnell backen, kochen und Gäste bewirten, kam mir
anstrengend vor. Stattdessen habe ich am Sonntag mir gegönnt, dass ich an ein paar Projekten arbeite, die für mich wichtig sind.
Als Dienstleisterin priorisiere ich immer das hoch, was für meine Kunden wichtig ist, und meine eigenen Projekte bleiben jahrelang liegen.
Daran muss ich demnächst dringend was ändern. Ist aber schwer, wenn man abends bis zur Erschöpfung mit den Kundenprojekten
beschäftigt ist. Wenn ich besser bezahlt würde, könnte ich weniger Projekte annehmen, aber leider werde ich schlecht bezahlt und
leider auch mit jedem Jahr schlechter. Das fördert natürlich auch nicht gerade das Sozialleben. Ich hoffe, dass das, was ich am Geburtstag
gearbeitet habe, mir besser bezahlte Projekte einbringt. Darum habe ich mir damit praktisch selbst was geschenkt.
Klingt vermutlich auch egoistisch, aber ich befinde mich echt in einem Überlebenskampf. Bis zur Rente ist es noch lang und einige gute
Einnahmequellen sind durch Automatisierung und KI schon weggefallen. Das ist leider dann wiederum etwas, das meine Tante sich nicht
vorstellen kann, weil sie ja einen sicheren Gehalt hatte.
- Messie Syndrom & Minimalismus Forum
- FORUM INFOS: Regeln & Funktionen
- NEU IM FORUM: Hallo, ich bin neu als Mitglied hier im Forum!
- MESSIE FORUM: Messies miteinander und unter sich im Leben
- MINIMALISMUS: Wohnung - Lebensstil - Gefühle & Loslassen
- MESSIE FORUM: Für Partner Angehörige Verwandte Freunde
- MESSIE FORUM: Unsere Gefühlswelten Emotionen Innenleben
- MESSIE FORUM: Home-Management: Dein Haushalt nach Plan
- VIDEOS: Dokus und Filme zum Messie Syndrom & Minimalismus
- OFFTOPIC FORUM: Für alle anderen Fragen & Themen im Leben
Ähnliche Themen
Jetzt anmelden!
Jetzt registrieren!
Forenspende
|
Wir hoffen, dass dir unser Forum gefällt und du dich hier genauso wohlfühlst wie wir. Wenn du uns bei der Erhaltung des Forums unterstützen möchtest, kannst du mit Hilfe einer kleinen Spende dazu beitragen, den weiteren Betrieb zu finanzieren. Deine Spende hilft! |
