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Geht das?


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Ich zieh' das Mal hier rüber, bevor ich @Robin s Thread mit meinem Zeug vollschreibe. Ich krieg das nicht sortiert. (Sorry, es fällt mir sehr schwer Ordnung zu halten, ich bin Messi, wisst ihr. 😉)
Zitat von Robin im Beitrag Projekt "Umzug", Phase I
Es kommt mir ein bisschen so vor, als ob ich Kraft aufwende, um ein Pferd vorwärts zu treiben, das wiederum Kraft aufwendet, um sich zu widersetzen ...
Angenommen, es gäbe keinen Widerstand - wie leicht könnte es werden?
Ja, @Robin , exakt DAS glaube ich eben auch.
Dass es wirklich echt, ehrlich nicht klug ist "einfach" mit aller Gewalt gegen den inneren Widerstand zu versuchen irgendwelche Zustände zu erzeugen, die dann angeblich das non-plus-ultra sein sollen.
(Frage: Wenn's soooo toll sein soll, warum fühlt es sich dann dermaßen ekelhaft an daran zu arbeiten? Evtl. weil man was wichtiges übergeht??? Dieses Gefühl ist meines Erachtens nicht soooo anders, als das, was einem in der Sauna als "Du spürst, wenn es reicht. Und dann hör auf!" selbstverständlich als natürliche Grenze, die niemand überschreiten sollte, weil das ungesund wäre, genannt wird ... )
Ich sehe bei mir insbesondere Fortschritte bei diesem Widerstand. Und auch wenn der Zustand des Hauses alles andere als vorzeigbar ist, finde ich trotzdem, dass es hier besser und besser wird. Braucht halt seine Zeit lebenslange Gewohnheiten zu ändern. Und es wird davon, dass man keine Ahnung hat, was denn die neue Normalität *werden* soll, halt auch wirklich nicht einfacher. 🤔
Und wenn ich per try-and-error etwas ausprobieren muss und dabei jeden Fehlversuch als Alptraum empfinde, dann ist das halt schwer. So gesehen nicht überraschend...
Ich sehe bei Dir @Robin jedenfalls den riesigen Vorzug, dass Du schon einiges an Alltagsroutinen hast, die so wie Du klingst, schon genau da sind, wo Du hin willst. Zweckmäßig und praktisch und gut für dich. Toll. 😃😃
Wenn man deine Metapher von dem unwilligen Pferd mal weiterspinnt - kann man bei mir sicherlich sagen, dass es schon teilweise war (und vermutlich auch immer mal wieder sein wird) , wie mit einem bockenden Esel, der nicht weitergehen wollte. Und je mehr alles auf ihn eingeprügelt hat, desto weniger *wollte* er laufen. Und wenn er dann irgendwann nachgegeben hat, war das Häufchen Elend, was am "Ziel" ankam soooo fertig. Dass es da nur noch zusammenbrechen konnte und die Frage, wozu man es da hingeprügelt hatte, offen blieb...
Macht. Keinen. Spaß.
Ich will gar nicht behaupten, dass sowas *nie* notwendig ist - im Laufe eines Lebens können die scheußlichsten Dinge notwendig sein.
Aber ich bin *felsenfest* davon überzeugt, dass es kein sinnvoller Ansatz ist, für so bescheuerte Dinge wie Abwasch oder Wäsche regelmäßig solche Kämpfe gegen inneren Widerstand auszufechten. (Meine Mutter hat sich für den schönen Schein eines aufgeräumten Hauses vollkommen übernommen. Sie hatte manchmal tagelang Schmerzen. Der Tag an dem ich der Meinung bin, dass ein gestaubsaugtes Wohnzimmer DAS wert ist, der WIRD NICHT KOMMEN. Was wundere ich mich, dass mein Unterbewusstsein riesige Kraftakte verweigert? Ich halte sie für ne ungesunde Sch***Idee und ich WILL nicht, dass sowas hier zur Normalität wird!!! )
Und deshalb lautet die Lösung bei mir schätzungsweise einfach nicht "Reißen Sie sich noch *einmal* zusammen, erzeugen Sie mit Gewalt einen Zustand, von dem Sie nicht wissen, wie er sein soll. Und wenn Sie das Wunder vollbracht haben, dieses geheimnisvolle Ziel zu erreichen, was man vermutlich daran erkennt, dass es sich am Ende eines Regenbogens befindet, *dann* fällt eine gesunde Routine einfach vom Himmel und *dann* werden Sie sich blendend fühlen. Sie müssen nur *ganz* *fest* daran glauben."
Wenn man es *so* formuliert, wird mMn klar, wie vollkommen *bescheuert* ein solches Ansinnen ist.
Und nur, weil man *immer* "Solange Sie sich noch grässlich fühlen, sind Sie halt noch nicht am Ziel!" behaupten kann, man müsse so weitermachen,
bedeutet das nicht, dass am Ende des Weges *tatsächlich* Regenbögen, Töpfe voll Gold, das Himmelreich, Glückseligkeit oder eine aufgeräumte Wohnung warten.
Es kann mindestens genauso gut bedeuten, dass das ganze ne Sch***Idee ist und es höchste Zeit ist mit dem Mist aufzuhören.
Ich kann Dir offensichtlich nicht sagen, was für Dich das richtige ist @Robin.
Ich kriege 1) schon mein eigenes Zeug nicht geregelt und glaube 2) dass das ne persönliche Frage ist.
Aber ich hänge mich mal aus dem Fenster und sage:
Ich glaube der Widerstand ist ein Teil von uns. Wir alle wissen, dass es manchmal gut tut, sich aufzuraffen. (Sport, Zahnarzt, unangenehme Dinge erledigen...) total sinnvoll, die anzugehen und hinterher fühlt man sich besser.
Aber ich glaube wirklich, dass es *auch manchmal* gut ist, das nicht zu tun.
Wie man zB manchmal auch eine fette Erkältung dadurch vermeidet, dass man *nicht* zum Sport geht, sondern ein Wochenende ausruht.
Ab ins Bett, große Kanne Tee mit Zitronensaft. Und *ja* dieses nicht-machen darf sich auch gut und gemütlich anfühlen und den neuen Krimi darf man dabei auch Schmökern. Alles gut!!! Man muss "nur" 😉 im Blick behalten, dass sich die Dinge halt nicht von selbst tun. Natürlich *darf* ich den ganzen Samstag im Bett bleiben. Ist sogar echt empfehlenswert, wenn ich dann keine Grippe verschleppe. Aber der Einkauf macht sich deshalb trotzdem nicht von alleine, weswegen ich mir überlegen sollte, ob ich vielleicht trotz Erkältung nochmal kurz zum Laden husche. Ohne Zahnpasta, Taschentücher und Kaffee ist es halt auch doof.
Ich glaube, so ist das oft mit Widerstand. Wenn XYZ nicht gut für mich ist, vielleicht sollte ich es dann lassen. Eigentlich. Aber vielleicht sollte ich, obwohl ich es eigentlich lasse trotzdem ABC tun. Damit ich mir mit dem lassen nicht selbst ins Knie schieße.
Bei ner Erkältung ist der Zusammenhang "ich bleib im Bett, ABER ich kaufe trotzdem noch ein paar Lebensmittel" leicht zu sehen.
Ich glaube, dass es hilfreich ist, auch bei sonstigem Widerstand solche Dinge zu finden.
(Vielleicht braucht das Pferd aus deiner Metapher nicht vor den Wagen gespannt zu werden, wenn es nicht will. Ist okay. Aber vielleicht schaffen wir noch die 150m nach Hause, damit wir nicht auf der Straße schlafen müssen?" Und plötzlich geht das, was vorher nur mit Kampf ging, ganz ohne Kampf. Weil fest abgemacht war, dass "150m gehen problemlos" eben *nicht* zu "Dann kannst Du ja auch noch weiterlaufen ..." führt. Sondern zu "Danach ist fertig" . Und vielleicht können wir *dann* nach drei Wochen Urlaub nochmal in Ruhe über die Frage reden, wie oft und wie schwer so ein Wagen sein darf. Und zu welchem Zweck? Und wie schwer er *nicht* sein darf? Und wieviel *Pausen* erforderlich sind?)
Ich jedenfalls stelle fest, dass bei *mir* der Widerstand nachlässt, seit ich klar habe, dass ich manche Dinge nicht, oder nur im echten, wirklichen, lebensnotwendigen Ausnahmefall mache.
Wenn mein Leben davon abhängt, dass ich morgen den Papierkram fertig habe. *Dann* lege ich heute ne Nachtschicht ein. Wenn mein Leben *nicht* davon abhängt, ist hier normalerweise um 18 Uhr und allerspätestens um 20 Uhr Feierabend und Punkt.
Heißt:
Wenn jemand aus nicht-lebensnotwendigen Gründen heute Abend um 19.59 Uhr schreibt, dass ich morgen die und die Unterlagen vorlegen soll. Dann bekommt der zur Antwort, dass ich das nachreiche, weil ich es gerade nicht zur Hand habe. #peng. "Aber Sybille, kannste nicht ausnahmsweise mal einmal, es ist ja nur gerade weil...? - komm, sei lieb, ja?" #nein kann ich nicht. #Punkt. #Feierabend
Wieviele solcher existentiellen Ausnahmen es geben kann? - Immer weniger, je besser ich alles am laufen habe. Weil weniger Dinge verlegt sind, ich weniger Sachen vergessen habe, alles besser im Griff ist...
#Oh...
*Dafür* mache ich das. Dafür, dass hier keine Nachtschichten fällig werden. Dafür, dass ich keine Angst vor der Post oder der Türklingel haben muss und ich nachts ruhig schlafen kann.
Ausgezeichneter Grund.
Und *deshalb* werde ich zum Erreichen dieses Ziels auch nicht darauf verzichten nachts zu schlafen oder die Ansprüche an so-kanns-bleiben mit jedem Erfolg hochschrauben.
Weil es *das* ist, worum es mir ging. Und weil ich keine Lust mehr habe einen Esel mit Gewalt über eine Brücke zu prügeln um dann festzustellen, dass ich ursprünglich gedacht hatte, es würde ihm auf der anderen Seite gefallen. Und dann ein kleines blutendes, panisches Häufchen - Elend erstmal zurück bringen kann, weil nämlich der Tierarzt auf der anderen Seite ist. #allesumsonst...
Ich hab meinen Gartenstuhl hinter die Hütte gerückt. Jetzt ist da ein Sybille-trinkt-in-der-Sonne-Kaffee Platz, den die Nachbarn nicht sehen können. 😃 Neues Ziel: gelegentlich den Pausen - Kaffee im Garten trinken. ☕


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Ich hab das Badezimmer gedampfreinigt. Ging ganz gut.
Wenn ich mein Erdgeschoss in vier Bereiche teile (Bad, Flur, Küche-mit-Essbereich und Wohnzimmer) wäre einmal-im-Monat-einen-Bereich-dampfreinigen ne gute Sache.
Wenn man einkalkuliert, dass immer mal was dazwischen kommt, wäre damit jeder Bereich zweimal im Jahr grundgereinigt. Dazwischen der Saug-und-Wischroboter? Klingt gut.
*Oder* ich könnte zweimal im Jahr in einer Großaktion das ganze Erdgeschoss dampfreinigen.
Weil das halt nichts ist, was man gut zwischen geschoben bekommt, sondern gründlich machen will.
Ich weiß nicht, was besser ist. Aber ich weiß was anderes:
Ich hab so dermaßen überhaupt keine Lust darauf, etwas auszuprobieren, das dann nicht funktioniert, dass ich lieber den Fußboden dreckig lassen, als es mit der falschen Methode probieren möchte.
Mir ist bewusst, dass es nicht ohne ausprobieren geht, wenn ich ne Lösung finden will.
Aber statt "Na gut, dann probier ich halt, was soll's" reagiert mein Unterbewusstsein mit "Ach, der Boden kann dreckig bleiben, wir brauchen nichts ausprobieren."
Wie war das mit dem Widerstand? 🤔🤷🏼♀️
Letztlich gibt es aber Muster. Bei mir ist es so, dass ich etwas leichter unterbringe, wenn ich das Großprojekt in kleinere zerlege. Für mich ist es kein Problem, dass ich dafür mehrmals ran muss. Bei anderen ist es umgekehrt. Sie nehmen sich lieber mal einen ganzen Tag Zeit für die Grundreinigung und dann ist es definitiv fertig.
Ich vermute, das liegt zum einen an der Persönlichkeit, zum anderen auch daran, was sonst noch ansteht. Hätte ich mehr Zeit, wäre ich vermutlich auch eher für eine Hauruck-Aktion.
Was für ein Typ bist Du? Machst Du beispielsweise die Steuererklärung am liebsten auf ein Mal oder setzst Du Dich lieber mehrmals dran und dafür nicht so lange?


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Hallo @Anna1111
Ausgezeichnete Frage. Danke Dir. 😘 Vielleicht ist das die Frage hinter dem ganzen und das worüber ich mir nicht sicher bin.
Ich glaube, ich mache die Dinge gern in einem großen Rutsch, WENN ES GERADE DAS RICHTIGE IST.
Also, zB stehe ich eines samstags auf und denke "Heute putze ich alle Fenster" oder was auch immer. Ich hab wirklich solche Anfälle, ehrlich.
Und wenn das dann klappt, hab ich ne Menge Schwung und schaffe viel.
Aber natürlich wartet nicht die ganze Welt nur darauf, dass ich gerade heute Fenster putzen würde.
Vielleicht ist was anderes dringend fällig, vielleicht hab ich mir das Handgelenk verstaucht, vielleicht habe ich eine Geburtstagsfeier zugesagt, vielleicht fegt die Nachbarin die Straße und ich will nicht putzen, während die zuguckt, vielleicht schüttet es wie aus Eimern und vielleicht...
Irgendwas halt.
Und wenn ich *nicht* gerade in Schwung bin, sondern mich mühsam aufraffen muss. Dann geht es nur in ganz kleinen Schritten. Oder mit Gewalt.
Aber natürlich weiß ich nicht, ob ich in einem halben Jahr einen "Heute dampfreinige ich das Erdgeschoss" Tag haben werde, an dem ich nicht den Papierkram abschicken muss... 🤔🤔🤔
@Sybille
Ja, aber ich vermute, Du bist jetzt einen Schritt weiter. Du wartest einfach auf den Dampfreinigungs-Samstag. :-)
Bei mir löst Sonnenschein gerne mal einen Putzfimmel aus. Hier scheint gerade die Sonne ganz gnadenlos auf meine ungeputzten Fenster...
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