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Entrümpelung ist nicht die Lösung

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denn es sind Wertsachen, Müll und 5fach gekaufte Sachen in einem Durcheinander, das man erst auseinander sortieren muss. Hat man das geschafft, sind Kistenweise Zeug, das man in die vollgestopften Schränke einsortieren soll. Also muss man als nächstes die Schränke ausmisten. Mistet man erst die Schränke aus, damit was rein passt, stellt man fest: Nein, das will ich behalten!
Was außer Müll verlässt dann die Wohnung?
Draculara
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Eine Lösung setzt ein Problem voraus. Ich kenne meine Fehler, das hält mich aber nicht davon ab, sie zu machen


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Das frage ich mich auch immer. Ich blicke in jede Richtung auf funktionsfähige, reparierbare, nützliche oder sogar wertvolle Dinge.
Ich habe bestimmt um die 100 von diesen gelben Postkisten mit Kram gefüllt. Und ab und zu habe ich die Hoffnung, wenn ich da mal eine Kiste nehme, in die ich seit 1, 2, 3 Jahren nicht mehr reingeschaut habe, daß ich dann sehe: Oh, alles unnützer Kram, kann sofort weg.
Leider kommt es immer anders: Oh, das sind also die Teile zu diesem Themenkomplex, in dem ich seit soundsolange nichts mehr gemacht habe. Und natürlich "brauche" ich die irgendwie, weil ich ja seit Jahren mal was damit machen will. Und da habe ich einen ganzen Stall an technischen Bereichen, wo ich "mal was machen will".
Einzig wenn die Sachen sehr alt sind, dann habe ich manchmal was moderneres, oder ich schaffe es mich davon zu trennen, weil mich doch das ganze Thema nicht mehr interessiert. Dann erinnere ich mich aber doch noch Jahre daran, daß ich es weggeworfen habe.
Neulich habe ich eine teure ältere aber noch voll aktuelle Lötstation gefunden, aber ohne den dazugehörigen teuren Speziallötkolben. Vor etwa 10 Jahren hatte ich so einen Lötkolben gefunden und, weil ich die nötige Station nicht hatte, verschenkt. Hrmpf.
Allerdings war in diesem Einzelfall das Schicksal mit mir gnädig: Ich hatte letztes Jahr einen riesigen Werkzeugfund gemacht (da hatte ein Messie 30 Kubikmeter "Schätze" aus einem Felsenkeller und vermutlich 50 Jahren Geschäftstätigkeit im Elektrobereich entsorgt), und da waren auch mehrere besondere Lötkolben dabei. Die Tüte damit gesucht (und sogar gefunden, weil griffbereit im Zweitkeller) und Bingo, genau so ein Speziallötkolben für meine "nackte" Lötstation war dabei. Nun habe ich die tollste Lötstation der Welt, aber bei dem wenigen Platz ist sie schon wieder irgendwo runtergerutscht und sie da hervorzukramen und aufzubauen dauert viel zu lange. So daß ich doch mit dem alten großen unpraktischen Lötkolben arbeite, der eigentlich nur fürs Grobe gedacht ist.
So ähnlich wie ich früher als Kind meine Muter gelegentlich dabei beobachten konnte, wie sie bei kleinen Näharbeiten die Fäden mit dem Brotmesser absäbelte, anstatt erst durch die halbe Wohnung zum Nähkasten zu latschen und die teure Schneiderschere rauszuholen.
Sowas wie der verschenkte Lötkolben (oder auch der nicht mitgenommene Verstärker, der sich als 300-500 Euro-Sammlerstück entpuppte) traumatisiert natürlich in Bezug darauf, Dinge wegzuwerfen, nur weil die Hälfte fehlt oder weil man sie gerade nicht braucht.
Das fühlt sich für mich an, wie Weihnachtsdeko im November zu entsorgen. Bloß daß man nicht weiß daß November ist und auch nicht daß Weihnachten kommt.
#3
Zitat von Fundus im Beitrag #2
Nun habe ich die tollste Lötstation der Welt, aber bei dem wenigen Platz ist sie schon wieder irgendwo runtergerutscht und sie da hervorzukramen und aufzubauen dauert viel zu lange. So daß ich doch mit dem alten großen unpraktischen Lötkolben arbeite, der eigentlich nur fürs Grobe gedacht ist.
Löten ist nicht mein Fachgebiet, aber wenn man schon die tollste Lötstation der Welt hat: könnte man dann nicht den alten, großen weggeben (und alle weiteren Lötkolben, die man vielleicht noch hat)?
Zitat von Fundus im Beitrag #2
Sowas wie der verschenkte Lötkolben (oder auch der nicht mitgenommene Verstärker, der sich als 300-500 Euro-Sammlerstück entpuppte) traumatisiert natürlich in Bezug darauf, Dinge wegzuwerfen, nur weil die Hälfte fehlt oder weil man sie gerade nicht braucht.
Warum traumatisiert dich das, was genau geht dir da durch den Kopf?
Den Lötkolben hat anscheinend jemand anderes brauchen können und die Person erfreut sich jetzt vielleicht täglich an einer tollsten Lötstation der Welt. Hättest du ihn nicht verschenkt, hättest du inzwischen vielleicht sogar schon ZWEI tollste Lötstationen und würdest dich an keiner davon erfreuen, da du sie nicht benutzt.
Und was hättest du mit dem Verstärker machen wollen, benutzen oder verkaufen? Ich vermute keines davon, denn wenn du das Geld dringend bräuchtest, könntest du wahrscheinlich genug andere Teile verkaufen?
Zitat von Fundus im Beitrag #2
Das fühlt sich für mich an, wie Weihnachtsdeko im November zu entsorgen. Bloß daß man nicht weiß daß November ist und auch nicht daß Weihnachten kommt.
Viele Menschen tun das sogar ganz bewusst. Rechtzeitig vor Weihnachten alles durchgehen, angucken und entscheiden, ob man diese oder jene Deko noch ein weiteres Jahr haben will, oder ob man sich daran schon sattgesehen hat.
Wenn einem die alte Deko keine Freude mehr macht, kann sie auch weg.

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Liebe Draculara 
Ich sehe keinen Müll im Video. Habe es mir zweimal angesehen. Dein Video finde ich sehr informativ und ich denke du hast Talent für diese Videos in dem auch der Context dazu verständlich beschrieben wird. Da kann ich auch daraus lernen. Ich bin mir sicher das viele andere von uns hier wie ich auch gespannt sind ob wir noch mehr Videos von dir sehen dürfen.
Doch lass mich auf diesen Unterschied etwas eingehen und deine dazugehörige Frage und das Video für uns -
Zitat von Draculara im Beitrag #1
Was außer Müll verlässt dann die Wohnung?
In der alltäglichen Wahrnehmung egal ob ein Mensch mit Messie Syndrom oder nicht wird zwischen Müll und persönlichen Sachen primär durch den Zweck, den Wert und die Hygiene unterschieden denke ich.
1. Die Definition von Müll oder andere sagen dazu auch Abfall
Müll zeichnet sich dadurch aus, dass der Besitzer die Absicht hat, sich seiner zu entledigen, oder dass die Sachen objektiv keinen Nutzen mehr für ihn haben.
Die Objektive Wertlosigkeit: Gegenstände, die kaputt sind, die unbrauchbar oder einfach verbraucht sind wie leere Verpackungen oder zerbrochenes Glas.
Ganz wichtig die Hygienische Beeinträchtigung, also Abfälle, die Gerüche entwickeln, Ungeziefer anziehen oder noch schlimmer die Bausubstanz gefährden.
2. Die Definition von Sachen also das Eigentum
Sachen sind Gegenstände, an denen ein Eigentumsrecht besteht und die auch rein ideellen Wert für den Besitzer haben. @Jennifer sagte dazu immer wieder mal: Omas Vase....
Nutzwert hat für mich z.B: die Möbel, meine Kleidung, die Elektrogeräte die funktionsfähig sind oder gelagert werden.
Unordnung im Gegensatz zur Verwahrlosung: Ein Haufen Kleidung oder viele Bücher gelten für mich als Unordnung, während ein Berg von leeren Pizzakartons ich als Vermüllung (Müll) ansehe. Hatte ich mal sogar vor vielen vielen Jahren tatsächlich selbst einen Stapel in der Küche, es waren 12 Pizzakartons....
Noch kurz zu mir was: Ich habe lange nicht geschrieben im Forum, doch jede Woche administriert vor allem um Stunden und auch Nächtelang in den letzten Monaten die sinnlosen Spamanmeldungen zu löschen was ich jetzt auch gleich beginne. Doch das ich nicht mitgeschrieben habe lag daran das ich eine Ausbildung gemacht habe und mit meinem Dummen Kopf ich leider drei Jahre dazu gebraucht habe.

Herzlichst wie immer aus Frankfurt am Main
Emin
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@Emin da stelle ich gleich mal die Frage, die wir alle haben: Was für eine Ausbildung hast du gemacht?
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Eine Lösung setzt ein Problem voraus. Ich kenne meine Fehler, das hält mich aber nicht davon ab, sie zu machen
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