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Vorsortieren in Kartons & wie ich mich selbst sehe
#1


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Wiedereinmal, mitten in der Nacht, ich sitze wach, denke nach, räume hier und da herum.
Bin in der letzten wenn auch sehr langsam, mit Rückschritten, jedoch aufs Gesamtbild mehr Schritten nach vorne als zurück, vorwärts gekommen.
Ich sehe, was mir hilft. Es ist eine Angewohnheit, welche ich schon seit langem habe.
Ich stopfe oft Sachen in Kartons und Kisten.
Mal mehr mal weniger sortiert. Mal auch um schnell etwas 'Ordnung' oder 'frei' zu bekommen, wenn mir die Zeit oder Kraft zum richtigen aufräumen nicht ausreicht.
Mein 'Kistensystem' hilft mir jetzt beim richtigen aufräumen und ausmisten.
Ich kann mir Kiste für Kiste vornehmen. Und alles, was noch keinen festen Platz hat, oder zuviel ist, oder mir die Entscheidung ob ich es behalten will oder ob es weg darf gerade zu schwer ist, sortiere ich nun in neue Kisten ein. Beschriftet, geordnet.
Z.B. nach gleichartigen Dingen. Nach angefangenen Bastelprojekten. Nach Sachen die schmutzig sind, die ich aber behalten und noch reinigen will. Nach Papierkrams und Unterlagen die ich noch einordnen will. ect.
Ich merke, wie ich mich in kleinen Stückchen vorarbeite. Vom groben ins etwas feinere, und dann wieder feiner sortiert, mit dem Ziel dass am Ende alles gut sortiert ist und Seinen festen Platz hat.
So wie wenn man Sand in immer feineren Sieben siebt.
Wichtig für mich ist, habe ich gemerkt, dass ich trotz allem immer noch einige Kramkisten mir bereitstellen will. Für Dinge, bei denen ich nicht genau weis, wohin damit, für die es mich zuviel Kraft kostet sofort eine Entscheidung zu treffen.
Und diese Kramkisten dann aber in regelmässigen Abständen wieder aussortieren will.
Das Kistenmodell hilft mir, merke ich, weil ich damit das vollkommen überwältigende 'Bild' des Chaoses um mich herum als allererstes einmal eingedämmt bekomme.
Wodurch ich mich sofort viel wohler fühle. Und ruhiger. Und entspannter. Und plötzlich viel mehr Lust spühre weiterzumachen mit aufräumen. Weil ich den kompletten Berg der mich zu ershclagen droht nicht mehr vor sehe wie ein Monster.
Sondern nur noch hübsche kleine überschaubare Häppchen.
Kennt das jemand von euch?
Ein weiterer Gedanke, welcher mir gerade beim rumräumen in den Sinn kam, war, wie ich mich selbst sehe.
Und ich merke, wie sich das in letzter Zeit verändert.
Ich will nichtmehr das 'Opfer der Umstände' sein. Ich will diejenige sein, die die Dinge in die Hand nimmt und anpackt. Ich will akzeptieren, dass da um mich herum viel Scheisse gelaufen ist, sehr viel. Dass ich einen sehr nahestenden Menschen mit krass narzisstischen Verhaltensmustern in meinem Leben hatte, der mich zum Opfer gemacht hat, benutzt und ausgenutzt hat, und ich mitgemacht habe, weil ich schlichtweg nicht glauben konnte, dass ein mensch dem ich mein Herz geschenkt hatte, sich so verhalten kann. Oder dass überhaupt ein Mensch auf der Welt sich anderen Menschen gegenüber so verhalten kann.
Doch, es war so. Und ja, das hat mir enorm viel graubt. Und ja, das ist mit Grund dafür, warum es hier so aussieht. ABER: Ich WILL nichtmehr, dass diese Umstände Kontrolle über mich haben. Ich will mich nicht länger diesen Umständen unterwerfen. Ja, ich war so unten, dass ich schlicht und einfach die Kraft nicht hatte mich hochzukämpfen. Und ja, die Gesundheit haut mich die letzten Jahre auch immer wieder um.
Aber ich will vorankommen. Ich will mich wieder wohl fühlen. Ich will ich sein. Ich will unabhängig von dieser ekeligen Vergangenheit sein.
Ja. Einige nächtliche Gedankengänge.
Liebe Grüße an euch alle 
die SpeicherAssel


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Zitat von speicher°assel im Beitrag #1
Ein weiterer Gedanke, welcher mir gerade beim rumräumen in den Sinn kam, war, wie ich mich selbst sehe.
Und ich merke, wie sich das in letzter Zeit verändert.
Ich will nichtmehr das 'Opfer der Umstände' sein. Ich will diejenige sein, die die Dinge in die Hand nimmt und anpackt. Ich will akzeptieren, dass da um mich herum viel Scheisse gelaufen ist, sehr viel. Dass ich einen sehr nahestenden Menschen mit krass narzisstischen Verhaltensmustern in meinem Leben hatte, der mich zum Opfer gemacht hat, benutzt und ausgenutzt hat, und ich mitgemacht habe, weil ich schlichtweg nicht glauben konnte, dass ein mensch dem ich mein Herz geschenkt hatte, sich so verhalten kann. Oder dass überhaupt ein Mensch auf der Welt sich anderen Menschen gegenüber so verhalten kann.
Doch, es war so. Und ja, das hat mir enorm viel graubt. Und ja, das ist mit Grund dafür, warum es hier so aussieht. ABER: Ich WILL nichtmehr, dass diese Umstände Kontrolle über mich haben. Ich will mich nicht länger diesen Umständen unterwerfen. Ja, ich war so unten, dass ich schlicht und einfach die Kraft nicht hatte mich hochzukämpfen. Und ja, die Gesundheit haut mich die letzten Jahre auch immer wieder um.
Aber ich will vorankommen. Ich will mich wieder wohl fühlen. Ich will ich sein. Ich will unabhängig von dieser ekeligen Vergangenheit sein.
Diese Gedanken gefallen mir.
Und möglicherweise war deine Krankheitsphase wichtig.
Jemand erklärte mal: Wenn Kinder krank waren, wachsen sie meist nach diesen Krankheitsphasen.
Und obwohl ein physisches Wachstum bei Erwachsenen nicht mehr stattfindet, vermute ich, dass sich Wachstumsphasen von Erwachsenen auf ähnliche Weise zeigen, wie du deine Gedanken klar formuliert hast.
Und ein Teil fehlt noch.
du weisst, was du "Trennen" möchtest, doch hast du eine Vorstellung davon, wer bzw. wie du sein könntest, wenn du "Gestalter" innerhalb von Umständen wirst?
ich würde mich freuen, darüber zu lesen.
Zitat von speicher°assel im Beitrag #1
Ich will akzeptieren, dass da um mich herum viel Scheisse gelaufen ist, sehr viel. Dass ich einen sehr nahestenden Menschen mit krass narzisstischen Verhaltensmustern in meinem Leben hatte, der mich zum Opfer gemacht hat, benutzt und ausgenutzt hat, und ich mitgemacht habe, weil ich schlichtweg nicht glauben konnte, dass ein mensch dem ich mein Herz geschenkt hatte, sich so verhalten kann. Oder dass überhaupt ein Mensch auf der Welt sich anderen Menschen gegenüber so verhalten kann.
Hallo @speicher°assel
Ja, so ging und geht es mir auch mit meinen Eltern. Es fällt mir schwer, diese Dinge zu akzeptieren, auch, weil ich sogar noch mit ihnen verwandt war.

Ja, das mit den Kisten mache ich auch. Wobei ich nicht behaupten würde, ein 'Kistensystem' zu haben. Da ist eher kein System dahinter, sondern Kisten Wildwuchs. 😉
Anlass ist oft aus der Not heraus, jemand in die Wohnung lassen zu müssen und auf die Schnelle einen halbwegs ordentlichen Eindruck zu erzeugen. Das bleibt dann aber auch danach dann erstmal in den Kisten. Kisten für 'Endkruschel' oder auch genannt 'Kramkisten' habe ich eher selten, der 'Kram' ist dann bei mir das, was offen verteilt herumliegen bleibt.


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Wenn der Vermüllungszustand so begrenzt ist, daß man Teilbereiche definieren und vollständig aufräumen kann, ist das befriedigend. Man hat einen Arbeitsabschluß, man sieht ein Ergebnis und man hat einen neu dazugewonnenen Bereich, wo man z.B. laufen oder etwas darauf tun kann.
Idealerweise hat man "Bad" oder "Küche" in so einem Zustand, daß man da in einem Arbeitsabschnitt durchkommt. Das gilt aber nur für Muggelhaushalte. Bei Messies ist schon "Badewanne" oder "Arbeitsfläche" eine Tagesaufgabe. Die sich oft nichtmal lösen läßt, weil kein Platz zum Wegräumen da ist, sondern nur zum Rumschieben.
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