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11.03.2026 17:55 (zuletzt bearbeitet: 11.03.2026 17:57)
#16
An
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Interessant fand ich den Aspekt, dass das Chaos und sogar der damit verbundene Schmerz auch einen Gewinn bedeuten kann,
z.B. dass es einem erlaubt, das "arme Schwein" zu spielen.
Ich bin ziemlich sicher, dass es das ist, was meine Schwester da treibt. Ich sehe ganz viel Nutzen:
1.) Solange sie mit ihrem eigenen Kram nicht klar kommt, kann sie jegliche Forderungen anderer Menschen abweisen.
Beispiel: Als es darum ging, wer die Steuererklärung für die Erbengemeinschaft erstellt, kam von ihr das Argument:
"Wenn ich Zeit für eine Steuererklärung hätte, würde ich zuerst meine eigene vom vorletzten Jahr machen, die ist
nämlich längst überfällig." Also war klar, dass ich sie machen muss, weil ich meine schon erledigt hatte.
2.) Rechtfertigung für Trittbrettfahrerei. Meine Schwester ist eine typische Trittbrettfahrerin.
Ich kenne solche Leute aus dem Berufsleben zur Genüge. Ständig jammern sie über Stress, Krankheiten und so weiter,
so dass andere ihre Arbeit für sie mitmachen. Falls die Trittbrettfahrerei ihnen peinlich ist oder der Fahrer
sich darüber beschwert, dass sie ihren Anteil nicht beitragen, braucht man ja eine Rechtfertigung dafür.
Schon für sich selbst. Dass ich meine Steuererklärung immer vor ihr mache, nimmt meine Schwester als Beleg
dafür, dass ich ja offensichtlich ein weniger stressiges Leben führe als sie und es darum nur gerecht ist,
wenn sie den Hauptteil der Arbeit mir überlässt.
3.) Durch den Krempel bindet sie mich an sich und zwingt mich, die Rolle der Eltern zu übernehmen.
Meine Schwester hat immer engen Kontakt mit den Eltern gehalten, ist im Dorf wohnen geblieben und jeden
Samstag zum Mittagessen gekommen. Und das obwohl unsere Eltern so toxisch waren, dass sie jedem immer
ein schlechtes Gefühl machen mussten. Ein Freund meiner Schwester meinte mal: "Immer wenn ich bei euch zu
Besuch war, brauche ich hinterher eine Therapiestunde." Und nun zwingt mich meine Schwester dazu, ihr
dieselben gewohnten Schmerzen zuzufügen wie meine Eltern, immer wenn wir uns am Samstag treffen.
Womöglich fühlt sich das für sie sogar noch wie Geborgenheit und Fürsorge an. Sie hat ja in ihrem
Leben keine anderen Liebesbeweise bekommen als nur Geschimpfe! Ich ja auch nicht, aber Freundschaft
und Liebe habe ich von den Haustieren gelernt. Die wissen, wie es geht!
4.) In unserer Familie gilt das Aufbewahren von Dingen quasi als Liebestat. Beispielsweise hat unsere
Mutter uns beigebracht, dass man Geschenke nicht wegwerfen darf. Wenn man es tut, verletzt man damit
den Schenker. Dass ich mich von solchen Regeln nicht bremsen lasse, legt man mir als Herzlosigkeit aus.
Ich bin also böse, meine Schwester gut. Weil sie das Andenken unserer Eltern achtet.

Hier heißt es: "Ordnung im Außen beginnt im Inneren".
Ja, aber ich habe aus dem Feng Shui gelernt, dass es auch umgekehrt möglich ist.
Zuerst aufräumen und während des Aufräumens klärt sich auch das Innere.


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11.03.2026 19:38
avatar  Robin
#17
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@Anna1111

Du hast vermutlich mit vielem recht. Aber der Himmel bewahre mich davor, dass sich solche High-Performer wie du in mein (echtes) Leben verlaufen! Sie würden mich vermutlich gewaltsam zum Ironman mitschleppen oder so. Ich würde sterben. 🙄

Sich hier auszutauschen ist natürlich okay.


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11.03.2026 23:52 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2026 17:20)
#18
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Moderator
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Viele Grüsse
Draculara

http://www.draculara.de

http://messie.bplaced.net/messie

Eine Lösung setzt ein Problem voraus. Ich kenne meine Fehler, das hält mich aber nicht davon ab, sie zu machen

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12.03.2026 19:16
#19
An
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@Robin
Ja, ich bin voll das Tier. *grins*
Sieh es mal so: Mir ist im Leben nichts geschenkt worden. Als Frau in einem Männerberuf muss ich immer perfekte Performance abliefern und
dann finden sie immer noch was zu mosern. Im letzten Job habe ich über 200 % auf einer Teilzeitstelle geleistet und musste mir trotzdem
ständig höhnische Sprüche anhören, weil ich angeblich zu ineffizient arbeite. Sowas macht einen über die Jahrzehnte hin einfach hart. :-(


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12.03.2026 20:15
#20
An
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PS: Was den Burnout angeht, habe ich den nicht einfach davon bekommen, dass ich grundlos ganz viel arbeite.
Das Horrorhaus, der Riesenaufwand für die Entrümpelung, die damit verbundenen Reisezeiten und Schlaflosigkeiten,
die emotionale Belastung durch die Diskussionen mit meiner Schwester, das hat alles zum Burnout beigetragen
und belastet mich immer noch sehr!


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