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@Wolfram
Doch, die Tiere können Dir alles zeigen, was man fürs Leben braucht. :-)
Geh mal in den Zoo und sieh ihnen zu. Wenn man genau hinsieht, wird vieles klarer.
OK, sie sind nicht immer Vorbilder. Meine Schildkröten sind wie ein Ehepaar, wo er sie verprügelt, obwohl er sie liebt.
Und sie rennt vor ihm davon, obwohl sie ihn liebt. In dem Fall mussten die Schildis von mir etwas lernen. Nämlich wie
das mit dem Kuscheln funktioniert. Sie haben das Prinzip aber schnell verstanden und machen das jetzt selbsttätig. :-)
Welche Frage würdest Du den Tieren denn stellen?


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@Emin
jetzt wäre es besonders hilfreich, wenn ich die vorhergehenden Beiträge sehen könnte.
@IBI @die Anderen
danke erstmal, das ist ein Zuhören, wie ich es mir gewünscht habe.
Es wird nicht berücksichtigt, dass es damals eine andere Zeit war.
Meine Spielfreundin hat mich mit 11 Jahren verlassen, weil ich nicht selbstbewusst genug war.
Ich war noch nicht volljährig und damit noch abhängig von meinen Eltern. Ich konnte keine Initiative ergreifen, weil ich keine Erfahrung hatte. Darum wollte ich sehen, wie die anderen sich verhalten. Ich habe nicht gesehen, ob und wie mein Vater seins bezahlt hat.
Einen falschen Augenblick gab es hier nicht. Wenn mein Vater in die Küche kommt und los tritt , kann ich mir keinen anderen Augenblick aussuchen.
Ja, auch vorher gab es Probleme. Waren nur nicht so lebensbedrohend. Als ich mich bei meiner Lehrstelle vorstellte, wurde ich angenommen, meine Unsicherheit wurde bemerkt. Mein Vater wurde wütend, weil ich einen Vertrag unterschrieb, der ein Studium zur Folge hatte, das ich ihm hätte vorher sagen müssen. Ich wußte das aber auch nicht. Es war mit höheren Kosten verbunden.
Lt. meiner Schwester ist sie vom Vater auf öffentl. Strasse auf den nackten Hintern verprügelt worden.
Zu Pfingsten war ich nicht beim Frisör, ich sollte vom Wochenendhaus nach Hause fahren. Ich habe stattdessen im Ruderboot übernachtet.
Mit ca. 50 Jahren habe ich erfahren, dass mein Vater auch gegen Frankreich gekämpft hat. So ganz nebenbei. Ich verweise auf meinen Thread von "Drewermann", der 1 Woche vor mir geboren wurde.
IBI ich fühle mich mit meiner Veröffentlichung gut, damit auch andere erfahren, wie wichtig Selbstbewusstsein und Liebe sind. Ich war zumindest auf dem richtigen Weg, obwohl der Weg recht lange gedauert hat.
Ich habe hier nicht geschrieben, woran mein OPA gestorben ist. Das ist so traurig, ohne Liebe zu sterben. Vielleicht könnt ihr es erraten . Aber nicht hier schreiben, nur per PN.
erst nach dem Tod meines Vaters habe ich bemerkt, dass er garnichts dafür kann für sein Verhalten. Er hat nur seine eigenen Erfahrungen mit dem damaligen Regime weitergegeben. Und die vorherigen Generationen genauso. * Name editiert. Wegen Politik. die Moderation *
viele Grüße
Wolfram


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Ich denke, dass Unsicherheit ja nun nicht nur die verständlichste Reaktion auf einen Vater ist, der wegen Nichtigkeiten ausrastet, sondern auch eine sehr sinnvolle. (Wenn Du in was-kostet-die-Welt-Draufgängertum losgelegt hättest, - wir wollen uns wohl lieber nicht ausmalen, was dann bei Euch zu Hause gelaufen wäre.)
Vorsichtig und mit Bedacht vorzugehen ist doch nichts schlechtes.
Und nur, weil ein elfjähriges Mädchen sich ihren Traumprinzen mehr wie Arnold Schwarzenegger vorstellt, bedeutet das nicht, dass Dein Verhalten nicht trotzdem richtig war.
Ich sehe das so:
Dein Vater war ein Mensch, der seine Kinder wegen Nichtigkeiten übel misshandelt und bloßgestellt hat. Und Du @Wolfram bist *nicht* so ein Mensch.
Du hast seine Grausamkeit abbekommen, aber Du bist nicht selbst zum Schlägertyp geworden.
Das halte ich für eine große Leistung, das wollte ich nochmal sagen.


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Zitat von Wolfram im Beitrag #32
danke erstmal, das ist ein Zuhören, wie ich es mir gewünscht habe.
Geniesse die "Qualität des Zuhörens", obwohl wir keine gesprochene Sprache verwenden, sondern eine getippte.
Stell dir freundliche liebevoll formulierte Stimmen vor.
Wir können uns nicht in die Kriegszeit und Nachkriegszeit versetzen. Die Erfahrungen haben die meisten hier nicht gemacht. Sei bitte nachsichtig mit uns.
Mir persönlich reichen die Folgen, die unsere Eltern und Grosseltern dadurch uns hinterlassen haben.
Wenn dein Vater wütend ist, gibt es keinen AUGENBLICK, in dem er DIR ZUHÖREN kann.
Ob du ruhige Momente hättest nutzen können, um ihn all die DINGE zu fragen, die du für deine Lernschritte benötigt hättest und Antworten bekommen hättest, vermag ich nicht einschätzen.
Jedenfalls wären ruhige Momente die bessere Wahl, in denen ein Mensch zuhören kann.
Und obwohl es um dich geht, frage ich dich: was glaubst du, wie unsicher dein VATER grundsätzlich war?
Er kam als junger Mensch in den Krieg und musste dort kämpfen.
Er musste lernen WÜTEND zu sein, um zu überleben.
Er durfte SEINE UNSICHERHEIT NICHT ZEIGEN, sonst wäre dein Vater nicht für dich da gewesen und vielleicht hättest du später einen Stiefvater bekommen. Denn er hätte den Krieg nicht überlebt.
Deine Mutter hätte euch alleine erziehen müssen.
Wenn du ihn etwas gefragt hast, dass deine UNSICHERHEIT ausdrückt, kann ich mir vorstellen, dass du damit (ungewollt und unabsichtlich und unwissentlich) seine tief verborgene Unsicherheit getriggert hast und im Krieg musste er lernen mit KAMPF zu reagieren.
DAS IST KEIN VORWURF gegen dich, Wolfram. Das kannst du nicht vermeiden und du kannst es als Kind nicht wissen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass deine UNSICHERHEIT dadurch täglich gewachsen ist und grösser wurde, womit sich dein Selbstbewusstsein verkleinern musste.
Ja, du warst abhängig von deinen Eltern. Obwohl du nun vermutlich altersmässig der OPA von vielen hier sein könntest, lebst du emotional in vielen Bereichen immer noch in dieser "Abhängigkeit".
Kurz beispielhaft zu mir, weil ich so gewisse Unterschiede besser erklären kann (ich möchte keine Unterstützung für das Beispiel):
Ich schliesse mich in dieser Hinsicht ein. Es gibt "Abhängigkeiten" und "Umstände", an die sich jeder anpassen muss. Dass unser Garten zur Baustelle wurde und unsere Bäume gefällt worden sind, kann ich nicht MEHR ändern. Ich ärgere mich über die Verursacher. In diesem Ärger kann ich hängen bleiben. Zu schauen, wie ich mich an die nicht mehr änderbare Situation emotional anpassen kann und mich damit neu zu arrangieren, das ist MEINE Verantwortung.
HIER entstehen meine Möglichkeiten SELBST zu BESTIMMEN wie ich mich arrangiere.
Es ändert sie Situation äusserlich nicht, innerlich kann ich viel tun - und oft gelingt es mir nicht. Diese innerlichen Änderungen kann ich nur vornehmen, indem ich einen inneren BEOBACHTER aktiviere, der mich SELBST beobachtet - idealerweise OHNE mich für FEHLVERHALTEN zu verurteilen.
Gelingt mir das bin ich meiner SELBST BEWUSST.
Das ist SELBST BEWUSST SEIN wie es sich innerlich zeigt, während es nach AUSSEN wirkt als wäre ich SICHER.
Und ja, ich bin sehr häufig UNSICHER und ERTRAGE UNSICHERHEIT nicht. Dann wirke ich nicht "Selbstbewusst" nach aussen.
Zurück zu dir, Wolfram:
Du hast damals eine Lehre beginnen können.
Du hast damals gewählt, welchen Beruf du lernst und ob du es nun wusstest oder nicht, gleich noch ein Studium angehängt.
Ja, damals wurde viel dafür gezahlt. (Wobei Studieren heute immer noch "Gebühren" erfordert und für das Finanzieren des Alltags "GELD geliehen" werden muss. Heute gibt es staatliche Unterstützungen, die es zu deiner ZEIT noch nicht gab.)
Heute finanzieren ELTERN bis zum 27. Lebensjahr ihre Kinder, so lange sie in der Ausbildung sind. So funktionieren die Gesetze.
Und idealerweise schreiben ELTERN ihren KINDERN nicht vor, welche berufliche Laufbahn sie wählen, sondern unterstützen sie daran.
Die Unterstützung hattest du damals nicht. Zu deiner Zeit haben viele ELTERN ihren KINDERN vorgeschrieben, was sie zu lernen hatten.
Viele ELTERN sind "lieblos" mit ihren Kindern umgegangen. Sie waren gebeutelt durch die Kriegszeiten, durch die abwesende Liebe von Vätern, die ja im Krieg waren - manche kehrten zurück, andere kehrten nicht zurück - und überforderte Mütter, die irgendwie das GELD verdienen mussten, um ihre Kinder zu versorgen. Sie hatten vielleicht nicht so viel Zeit, ihren Kindern liebevoll zu begegnen. Damit waren viele KINDER sich selbst überlassen.
Du möglicherweise auch....und konntest nicht lernen, wie "Liebevoll" funktioniert. Wie aus "liebevoll" vielleicht ein inneres Sicherheitsgefühl hätte in dir wachsen können. Wie das innere Sicherheitsgefühl dir mit der Zeit mehr Selbstbewusstsein ermöglicht hätte.
Du hast KAMPF und UNSICHERHEIT vorgelebt bekommen.
"Liebevoll" und "inneres Sicherheitsgefühl" entwickeln, lernt MENSCH durch Begleitung anderer Menschen, die diese ERFAHRUNGEN bereits gemacht haben und dich begleiten können, damit du die Erfahrungen nachholen kannst. Hast du die Erfahrungen nachgeholt, fällt es mit der Zeit leichter SELBER zu BESTIMMEN wie du eine Situation bewertest und einordnest und wie du dich an die Situation anpassen kannst, die nicht zu ändern ist.
SELBST BEWUSST SEIN entsteht durch das Lernen sich innerlich zu beobachten.
LIEBE bzw. MITGEFÜHL und SICHERHEIT durch andere von aussen erfahren, braucht es zuerst, um zu LERNEN wie jeder mit SELBST liebevoll umgehen lernen kann.
Diese MENSCHEN finden, ist nicht immer leicht. Denn es gibt heute weiterhin reichlich Menschen, die das nicht gelernt haben und die sich innerlich nicht BEOBACHTEN können und wollen.
DIESE HILFE können wir uns frühestens als ERWACHSENE suchen, wenn wir die WAHL haben wie wir unser verdientes GELD einsetzen.
Manche ELTERN erkennen, dass ihre Kinder HILFE benötigen und können die HILFE früher kaufen.
Ich hätte mir gewünscht, dass unsere MUTTER das damals für uns KINDER gemacht hätte, als unser Vater früh starb, um zu lernen mit den Gefühlen umzugehen, wenn sie merkt, dass sie nicht damit umgehen kann.
Tja, haben wir damals nicht bekommen und die Quittung bzw. das "Erbe" trägt jedes Kind in sich und darf heute mit der Prägung umgehen.
Zu LERNEN mit mir SELBST MIT GEFÜHL und mitfühlend umzugehen, hat lange gedauert. Hat mich viele Weiterbildungen und Einzelsitzungen gekostet, die mir VERSTÄNDNISSE auf Ebenen ermöglicht haben, zu denen ich viele viele viele JAHRE keinen Zugang hatte und NUR in sicherer BEGLEITUNG war es mir nach und nach möglich, den Zugang und das SELBST- BEWUSST- SEIN zu erlernen und erhalten und zu LERNEN wie ich in meinem Fall mit meinen EMOTIONEN und Gefühlen umgehen kann.
MIT GEFÜHL bedeutet auch mit ihnen umgehen und ihre Hinweise deuten zu können. Ein anderer Blickwinkel auf LIEBE.
In meinem Fall habe ich oft MIT HÄRTE auf mich reagiert....HÄRTE wie ich sie als Anpassungsstrategie habe in der Kindheit lernen müssen. Und diese HÄRTE habe ich nach aussen ausgestrahlt und meine Quittung erhalten, dass Menschen mich als "unempathisch" empfunden haben.
Ja, Wolfram, LIEBE und SELBST BEWUSST SEIN sind wichtig und jeder der das liest, hat die WAHLmöglichkeit für sich zu SORGEN und das zu lernen.
@Wolfram
Liebe ist sowieso das Wichtigste. Kriegt man aber nur selten. :-/
Ich finde es auch sehr traurig, dass Menschen einander das Leben noch schwerer machen als es sowieso schon ist!
Aber: Du hast Dich nicht unterkriegen lassen! Du hast immer noch Gefühle!
Es ist auch sehr hilfreich, sich der Situationen und der eigenen Gefühle bewusst zu sein.
Dann ist man nicht dazu verdammt, die Fehler der vorigen Generation zu wiederholen.
Kennst Du die Bücher von Alice Miller? Ich fand sie sehr gut. Sie erwähnt oft den "wissenden Zeugen".
Das ist eine Person, die während der Misshandlungen in der Kindheit diese richtig einordnet und auf der Seite des Kindes steht.
Manchmal ist das eine Tante oder ein Lehrer oder eine Nachbarin. Solche Menschen sind extrem wichtig, weil sie das emotionale Überleben
des Kindes sichern können. Falls diese Person fehlte, wäre es die Aufgabe eines Therapeuten, nachträglich dieser wissende Zeuge zu sein.
Mir wurde beim Lesen klar, dass mein wissender Zeuge die Katze war. Sie war immer ganz verstört, wenn meine Eltern rumbrüllten,
und sie war sehr mitfühlend, wenn ich weinend in meinem Zimmer saß. Sie war die einzige, die mir das Gefühl gab, dass meine
Gefühle richtig sind. Und das war offensichtlich wichtig für mein emotionales Überleben.
Leider ist es vollständig aus der Mode gekommen, in moralischen oder emotionalen Angelegenheiten Position zu beziehen.
Umso schwieriger wird es für Kinder, einen wissenden Zeugen zu finden. Dabei steht das Jugendamt bereit für diese Aufgabe...
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