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Entsorgen, Entrümpeln des Freundeskreises

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wenn man feststellt, man hat eigentlich keine Freunde mehr, nur noch Nervensägen, die sich melden, wenn sie was von einem brauchen. Dann sollte man diese Menschen aus dem Leben verbannen. Vielleicht langsam, immer öfter Nein sagen. Oder gleich Telefonnummer ändern, oder deren Nummern einfach blockieren. Kann man auch im Festnetz, Nummer blockieren einspeichern.
Oder man hat etwas für diese Menschen getan, und die reagieren mit Undankbarkeit oder gar nicht darauf. Dann kann man sie guten Gewissens aus dem Leben entfernen. Erst mal digital und dann endgültig. In diesem digitalen Zeitalter reicht es im Grunde schon, digital. Man ist ja kaum noch im realen Kontakt miteinander.
Was vielleicht im Haushalt nicht klappt bei uns Messies, aber im zwischenmenschlichen Bereich, wo sowieso viele Probleme haben, bin ich ausnahmsweise ein Anhänger der Brechstangen-Methode. Gut, wenn man nicht so viele "Freunde" hatte. Da muss man nicht so viele blockieren. Oder eben einfach Handy ausschalten bzw. nicht zurück rufen.
Klingt hart, aber manchmal rauben einem diese Energievampire Zeit und Kraft, die man in die Entrümpelung der Wohnung/des Hauses stecken müsste.
Draculara
http://www.draculara.de
http://messie.bplaced.net/messie
Eine Lösung setzt ein Problem voraus. Ich kenne meine Fehler, das hält mich aber nicht davon ab, sie zu machen


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Oh je @Draculara , das klingt aber traurig. 😘 Aber ich glaube Du hast Recht (oder jedenfalls nicht vollkommen Unrecht). Manchmal ist es das beste sich um seinen eigenen Kram zu kümmern. (Und davon haben wir Messis ja bekanntlich genug 😉)

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vor allem, ich hatte mal 2 Freunde, mit denen ich über alles reden konnte. Heute kann ich über nichts mehr reden, und bin bestürzt über deren Reaktionen auf meine Erzählungen. Sie scheinen menschlich verarmt und verbittert zu sein, und sich total in eine andere Richtung entwickelt, als die, die ich eingeschlagen habe.
Draculara
http://www.draculara.de
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Eine Lösung setzt ein Problem voraus. Ich kenne meine Fehler, das hält mich aber nicht davon ab, sie zu machen
Hallo @Draculara
Ja, das kommt vor... Früher war es bei mir jedenfalls so, dass man sich einfach aus den Augen verloren hat, wenn keine gemeinsamen Lebensbereiche mehr da waren. Heute ist es dank Internet und Smartphone viel unkomplizierter, in Kontakt zu bleiben. Dafür wird es zwischenmenschlich schwieriger. Leute neigen dazu, bitter zu werden, wenn sie sich in ihrer Lebenslage total festgefahren haben und keine Perspektive sehen, da wieder rauszukommen. Aber das zu wissen hilft auch nichts. Ich denke, man muss für sich selbst darauf achten, wie viel geht an zumindest-noch-für-die-Leute-da-sein (helfen können sie sich vermutlich nur selbst), und die Reißleine ziehen, wenn es einen zu sehr runterzieht.
Es ist völlig okay, sich aus Freundschaften zurückzuziehen. Nur: Je älter man wird, desto schwerer wird es, neue zu finden. Aber wenn man einfach nicht mehr zusammenpasst, dann ist das wie mit Partnerschaften: Rückblickend sieht man meist, dass man eher zu lange geblieben ist.
@Draculara
Mir geht es gerade auch ein wenig so. Da diese Menschen wenig Schaden anrichten, bleibe ich aber in Kontakt.
Grundsätzlich mache ich aber die Erfahrung, dass nicht zu wenig Freunde einen einsam fühlen lassen, sondern wenn man schlechte Freunde hat.
Ich habe es jetzt schon zum zweiten Mal erlebt, dass ich eine Freundin durch eine Fortbildung verloren habe.
Die eine hat eine Ausbildung zur systemischen Therapeutin gemacht und die andere eine andere Fortbildung.
Nach einem Jahr war sie ein ganz anderer Mensch. Früher konnte man mit ihr über alles reden und sie war mitfühlend und konstruktiv,
war auf meiner Seite. Ich konnte aber auch einfach nur erzählen, was mich gerade bewegt oder wir konnten den Tag gemeinsam genießen.
Aber nach einem Jahr Fortbildung war dann plötzlich alles doof, was ich sage. Es wurde alles analysiert und zerlegt, um mir aufzuzeigen,
dass ich total bescheuert bin. Nicht mal die Realität korrekt wahrnehmen kann ich. Das Gespräch wurde total krampfig, so als sei ich eine
Idiotin, die therapiert werden müsse. Oder ein Gegner, der rhetorisch besiegt werden müsse. Fast alles was ich sage, ist anscheinend
bescheuert. Sie kommentiert nicht mal alle meine Dummheiten verbal, viele auch nur körpersprachlich. Ich sehe, wie sie zusammenzuckt
oder auch ein hämisches Lachen unterdrücken muss. Und meistens habe ich keine Ahnung, was so seltsam an dem war, was ich gesagt habe.
Sie muss sich da irgendetwas dazu gedacht haben. Ich fühle mich nach so einem Gespräch immer total erschöpft und einsam.
Früher habe ich so ein Verhalten direkt angesprochen, aber ich weiß ja schon, was dann passiert. Für diese Situation sind sie ja auch geschult.
Beruflich habe ich sehr viel mit solchen geschulten Leuten zu tun, weil ich ja Trainerin bin.
Wenn jemand sagt, dass er sich mit diesem Gesprächsstil nicht wohl fühlt, dann kommt eines dieser Argumente:
- Das ist ganz normal, dass Du Dich unwohl fühlst, weil Du merkst, dass ich Dir rhetorisch überlegen bin.
(Ich finde genau diese Einstellung schon scheiße! Seit wann geht es in einer Freundschaft darum, wer wem überlegen ist?)
- Der Schmerz ist gut. Er zeigt, dass ich mit allem Recht habe. Die Wahrheit tut nunmal weh. (Rhetorischer Trick:
Wahrheit tut weh, aber nicht alles was weh tut, ist darum die Wahrheit!)
- Du sollest froh sein, dass ich Dich kostenlos therapiere. Normalerweise nehme ich dafür viel Geld.
(Hallo, hab ich dich beauftragt?)
In späteren Gesprächen wird dann immer wieder Bezug darauf genommen, dass ich ja unterlegen sei.
Ich kann mit solchen Gesprächen gar nichts anfangen und in Zeiten, wo es mir schlecht geht, saugt mir das oft mehr Kraft heraus als ich habe.
Und dann frage ich mich schon, ob ich eine Freundschaft brauche, die mir Kraft raubt. :-(
Ich sehe allgemein das Problem, dass immer mehr Leute solche Gehirnwäsche-Schulungen besuchen und es kaum noch Menschen gibt,
mit denen man sich vernünftig unterhalten kann. Die werden dort darauf getrimmt, ein Gespräch als ein Duell zu sehen und ständig mit
anderen Menschen zu konkurrieren. Wirklich gruselig. So zerstören sie allmählich jegliche Solidarität zwischen den Menschen.
Diese Schulungen zerstören vor allem jegliches Mitgefühl. Mitgefühl ist nach deren Meinung nur eine Schwäche.
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