Karma, Schicksal u. eigenes Verhalten

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20.04.2026 16:33
#1
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Am Anfang ist das Leben wie eine Achterbahn: Mal geht es rauf, mal runter, öfters gibt es auch mal Loopings. Das steckt man als junger Mensch leichter weg als später.

Ist nun ein junger Mensch traumatisiert, in früher Kindheit, und hat zu der Zeit noch keine Ahnung von Religion oder Karma, denkt er sich: "Wofür werde ich bestraft? Ich hab doch nichts gemacht!" Ihm passieren weiterhin schlimme Dinge, ohne dass er sich erinnert, jemals etwas getan zu haben, das diese sogenannte Strafe rechtfertigt.

Dieser traurige, wütende und enttäuschte Mensch sagt sich: "Wenn ich noch nichts getan habe, dann tue ich es jetzt!" Und aus diesem Menschen wird ein sehr böser Erwachsener. Irgendwann entschließt sich das Schicksal, das Karma, ihn zu entschädigen. Nun hat sich dieser Mensch aber schon scheinbar selbst entschädigt, so dass er von seinem Meister, dem Karma, erneut einen Dämpfer erleidet. Er wird entweder krank, arm oder einsam.

Ich bin auch so ein oller Sünder. Finde ich nicht rechtzeitig zu Demut und Dankbarkeit zurück, werde auch ich so einen Dämpfer kriegen. Im Grunde ist es so, dass man für alles Schlimme, das man erleidet, entschädigt wird. Wer daran nicht glaubt, wird ein böser Charakter.

Viele Grüsse
Draculara

http://www.draculara.de

http://messie.bplaced.net/messie

Eine Lösung setzt ein Problem voraus. Ich kenne meine Fehler, das hält mich aber nicht davon ab, sie zu machen

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20.04.2026 16:56 (zuletzt bearbeitet: 20.04.2026 16:58)
#2
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@Draculara

Bekanntes Zitat:
Wie sind allzumal Sünder.....vielleicht bekannt im christlichen Abendland.
Quelle, Bibel

Ob ich arm bin oder was, hab ich nach irdischen Belangen selbst in der Aktion zu managen.

Schöne gesunde Frühlingsabend noch🌷🌷🌷🌷🌷🌷🌷🌷

Gepr. Immobilienmakler Real Estate Agent SGD 1,3
Certified Real Estate Agent SGD 2+

Immobilien-Weltweit Real Estate I-W-R-E, $ 34 c


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21.04.2026 14:08
#3
An
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@Draculara
Naja, das ist eben die Frage: Passieren einem weniger schlimme Dinge, wenn man ein guter Mensch ist? Eher nicht, würde ich sagen.
Wenn jemand gelassen, freundlich und hilfsbereit ist, reizt das böse Menschen dazu, ihm etwas Schlimmes anzutun.
Wer sich selbst bestraft, hält sich solche Neider vom Hals.
Dieser Gedanke "Mir passieren schlimme Dinge, weil ich für etwas gestraft werde", setzt ja den Gedanken an eine höhere Macht voraus, die so ticket.
Nur mal als Beispiel: Ich stehle jemandem ein Fahrrad und ein paar Jahre später wird mir ein Fahrrad gestohlen. Oder auch umgekehrt. Zuerst wird mir ein Fahrrad gestohlen und anschließend stehle ich zur ausgleichenden Gerechtigkeit selbst eines. Allerdings ist die Person, die ich bestohlen habe, nicht dieselbe, die mich bestohlen hat. Es wäre nur dann ausgleichende Gerechtigkeit, wenn derjenige, den ich beklaut habe, sich sein Fahrrad zurück holt.
Das ist aber ein seltener Spezialfall.
Also muss es eine höhere Macht geben, die z.B. zu einem Fahrraddieb sagt: "Nimmt das blaue Rad, denn das gehört jemandem, der selbst schon geklaut hat." Aber wenn es eine solche höhere Macht gibt: Hört der Fahrraddieb darauf?
Und: Tickt die höhere Macht überhaupt so?
Ich kenne das eher so, dass manchen Leuten besonders viel Schlimmes passiert, weil sie sich ihre Freunde nicht gut aussuchen. Wenn sie selbst Diebe sind, haben sie kein Problem damit, sich mit anderen Dieben anzufreunden, während ein Nichtdieb das gar nicht möchte.
Ich finde es immer wieder ulkig, wie sich rücksichtlose Egomanen so toll miteinander verstehen und "befreunden" und dann letztlich gegenseitig aufs Kreuz legen. Und dann sind sie erstaunt, denn man war doch so schön auf einer Wellenlänge! Hat gemeinsam über ehrliche, vertrauensselige oder fleißige Menschen abgelästert oder ihnen sogar gemeinsam geschadet, ist aber nie auf die Idee gekommen, dem Lästerbruder zu misstrauen.

Aber egal, ob man Deiner oder meiner Theorie anhängt, lautet der Ausweg in beiden Fällen derselbe: bereuen und zukünftig nicht mehr sündigen. :-)
Was Du nicht willst, was man Dir tut, das füg auch keinem andern zu! Seelenfrieden schaffen und so.
Auch wenn die Erde ein Ort ist, wo ziemlich miese Menschen ziemlich miese Dinge tun, versuche ich doch, die Welt eher besser als schlechter zu machen.


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21.04.2026 21:11
avatar  Fundus
#4
Fu
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Das Universum ist kein Nullsummenspiel. Und das menschliche Zusammenleben schon gar nicht.
Je anständiger und zurückhaltender man ist, desto öfters wird man übervorteilt. Frechheit siegt.

Im geschlossenen Kreis ist aber sogar auch nach der Spieltheorie "tit for tat", also "gleiches mit gleichem", die erfolgreichste Strategie, wenn man mit der positiven Annahme anfängt. Daher kommt der Spruch "man sieht sich immer zweimal im Leben."


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22.04.2026 09:27
avatar  Sybille
#5
Sy
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Volle Zustimmung @Fundus . Erschwerend kommt hinzu, dass nicht die Menschen am beliebtesten sind, die alles für andere geben. Sondern die, die am freundlichsten lächeln, während sie ihre Schäfchen ins trockene bringen.

Das kann man finden wie man will, ich habe da in Laufe meines Lebens auch schon unterschiedlich drüber gedacht. Aber am Ende des Tages ist es *egal* ob, wieso und bis zu welchem Grad ich das (nicht) gut finde. Ich stelle immer mehr fest, dass ich aufhören sollte mich zu fragen, wie ich die Welt haben möchte und anfangen sollte, es mir in der Welt, in der ich mich befinde, gemütlich zu machen. (Gilt für Wohnungen und noch so manches andere).

Bei Karma, Schicksal und Religionen jeglicher Form und Farbe bin ich raus.
Diese stille Dankbarkeit, während andere auf einem herumtrampeln, die aus mir unerfindlichen Gründen als gesundheitsfördernd gepredigt wird, würde ich da tatsächlich dazu zählen. Alles ein Brei, wenn ihr mich fragt.
Und bei diesem ganzen Zeug halte ich es mit Karl Marx: "Opium des Volkes".


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