Draculara
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Beiträge: 945 | Zuletzt Online: 20.08.2017
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Name
Draculara
Geburtsdatum
21. Oktober 1968
Hobbies
Fotografieren, Filmen, Musik machen, singen, Stricken, Schreiben, Dichten
Wohnort
Burg des Grauens
Registriert am:
26.01.2011
Beschreibung
Ich habe die Hoffnung, dass jeder die Ursache für sein Messie-Syndrom finden kann. Die Seele zeigt nicht nur Probleme, sie hat auch Selbstheilungskräfte und Humor, was sich durchaus beim Näher Betrachten des Chaos offenbaren kann.
Geschlecht
weiblich
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Bedanken2453
    • Draculara hat einen neuen Beitrag "Rauchen stoppen" geschrieben. Gestern

      Ja Bonanza kenn ich...

      Ich habe auch viele Sachen probiert, um meine Fresssucht zu bekämpfen. Beim Rauchen aufhören hat ja Allen Carr geholfen, in seinem Buch "Endlich Nichtraucher" beschreibt er, wie man eine unnütze Angewohnheit loswird. Aber gegen Fresssucht half bisher nichts. Es wurde nur viel darüber erzählt, wie es sich äußert und was alles nicht hilft. Was hilft, stand nirgends drin, nicht mal in einschlägiger Literatur z. B. "wenn die Seele hungert". Dann stolperte ich über Lavario bei Youtube und fand die Sachen prima, die er aufzählt, was man machen kann. Es gibt immerhin 29 Tipps, davon sind für jeden welche dabei. Immerhin ist L. Nimoy 83 geworden, trotz seiner Krankheit, trotz des Rauchens. Es gibt viele Raucher, die viel früher sterben, auch Leute, die aufgehört haben und dann 10 Jahre nach der letzten Zigarette sterben sie doch an Lungenkrebs.

      Helmut Schmidt war sein Leben lang Raucher und ist immerhin 96 Jahre alt geworden, oder 97?

      Wie alt kann man werden, wenn man fast sein Leben lang übergewichtig ist und Altersdiabetes mit 48 hat? Wahrscheinlich keine 80.

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "Rauchen stoppen" geschrieben. Gestern

      Geht mal auf http://www.lavario.de Das Rauchen ist zwar nicht dort aufgelistet, aber es gibt bei Youtube zahlreiche Videos mit Tipps gegen Sucht, insgesamt 29 Tipps, ich habe mir die auf mp3 runter geladen, weil er ja nur erzählt. Bei einer Übung musste ich hinsehen, aber dann habe ich das Video auch als mp3 runter geladen. Die kommen auf eine CD und die höre ich dann im Auto, oder ich höre hier am PC die mp3s. Der hat konstruktive Methoden zur Suchtbekämpfung, auch bei Rauchen kommt das eine oder andere infrage.

    • Draculara hat das Thema "Selbsthilfe im Internet" erstellt. Gestern

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "Osterdeko" geschrieben. 17.08.2017

      Ich hatte als Kind Spielzeug als sog. Anhaftung, ich habe mich damit selbst unterhalten, auch als ich schon schreiben konnte und Gedichte schrieb, die schrieb ich ja, um andere zu unterhalten, und irgendwann, weil ich immer nur negativ kritisiert wurde, nur noch für mich. Am Anfang waren es Murmeln, Perlen, früher auch Puppen. Irgendwann waren es Würfel und 36 Fragen und Antworten mit 6 Würfeln, dann spielte ich sozusagen einen Dialog mit nichtssagenden oder lustigen Sätzen. Mein Vater brachte mir das Schachspielen bei, mit ihm habe ich viele Jahre Schach gespielt, mein Mann spielt auch.

      Heute habe ich zur Unterhaltung sehr viele CDs, früher waren es Kassetten, Aufnahmen von Hitparade oder aus den Charts, heute Downloads von mp3-Dateien, auch Geschenke, auch DVDs brenne ich, wenn ein schöner Film bei Youtube auftaucht. Wenn nichts im Fernsehen kommt, können wir immer eine DVD gucken.

      Später hatte ich eine Schreibmaschine und habe auch viele Bücher gelesen. Hanni und Nanni, später auch Gaslicht und Stephen King. Ein altes zerfleddertes Märchenbuch, dessen Rücken schon abgegangen war, hatte ich auch, wahrscheinlich noch aus Zeiten, in denen meine Schwester sie vorgelesen bekam. Das ist bestimmt längst im Altpapier, und Tüftelspiele wie z. B. Schiebesteine, Zauberwürfel und Ähnliches natürlich auch. Das war das Analoge Zeitalter, in dem ich aufgewachsen bin, eine Verwandte im Alter von ca. 14 Jahren kommt zu Familienfeiern immer mit dem Smartphone und spielt Pokemon oder so was. Videokassetten haben wir auch noch.

      Früher habe ich erheblich mehr Bücher und Zeitschriften gelesen. Heute lese ich hauptsächlich in Foren, Facebook, Focus, Wetter online usw. Im Urlaub nehme ich dann auch vermehrt ein Buch in die Hand.

      Freunde durfte ich nie mit nach Hause bringen. Tat ich es doch, hatte meine Mutter an jedem Mädchen was auszusetzen. Die eine war ihr zu dünn, die andere zu dick usw. Mit einem Jungen hätte sie einen hysterischen Anfall gekriegt und wäre mit mir zum Arzt gerannt, um raus zu finden, ob ich noch Jungfrau bin, den Jungen hätte sie mit Kreischarien nach Hause geschickt, mich eingesperrt und nach der Schule mit dem Auto abgeholt.

      Obwohl ich ein allzeit gewaltbereites Elternhaus und Schikanen durch Lehrer und Mitschüler hatte, bin ich kein gewaltbereiter Psychopath geworden. Auch gehöre ich nicht zu den Frauen, die im Elternhaus Gewalt erfuhren und in jeder Ehe Gewalt erfahren wie in Roter Faden im Leben. Man kann wirklich nicht alles verallgemeinern. Ob die Gegenstände mir Beziehungen ersetzten? Nun ich musste mich irgendwie unterhalten. Wenn kein Mensch da war, dann eben schriftlich, und später dann digital.

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "Die Europaeische Philosophie hinter dem Messie Dasein" geschrieben. 17.08.2017

      @Wolfram

      Zitat
      Sucht verstehe ich als eine aktive Handlung. Alkohol, Kaufsucht ist aktiv. Messie sehe ich eher als passiv. Es wird nichts gemacht.



      Das stimmt so nicht. Wie kann sich denn was an sammeln, wenn der Messie nichts dafür tut? Wenn er nicht einkauft oder zum Sperrmüll geht, zum Wertstoffhof oder zum Flohmarkt, um die Dinge anzuhäufen, die er behält? Dafür sind Aktionen nötig, manchmal auch Kaufaktionen im Internet, aber es sind auch Aktionen, die die Wohnung zum Bersten bringen. Im Gegenteil, er muss zum Kletterexperten werden, um durchzusteigen, er kauft noch mehr, weil er in dem Chaos nicht mehr suchen kann, das sich angehäuft hat. Ich kann zum Beispiel den Schreibtisch nicht durchsuchen, weil ich dadurch alles (auch) auf den Fußboden legen müsste, damit ich überhaupt an das Innere ran komme. Genau so ist es mit dem Bett: Will ich was anheben oder runter nehmen, muss ich die Greifzange nehmen. Es macht also Aktionen nötig, zu sammeln. Das Sammeln selbst ist auch eine Aktion. Das einzige an Aktionen, was hier fehlt, ist das Entsorgen/Verkaufen/Verschenken.

      Bei anderen Süchten sind es auch fehlende Aktionen, z. B. Teilnahme am Gesellschaftlichen Leben oder am Straßenverkehr, die mit der Aktion, wie beispielsweise dem Trinken oder Kiffen, einher gehen. Sie leben in einer eigenen Welt. Manche werden aggressiv, andere teilnahmslos, oder einfach nur wunderlich. Das können auch Messies, aggressiv oder teilnahmslos sein, und wunderlich scheinen sie den Nachbarn, wenn sie zufällig einen kurzen Blick in die Wohnung werfen.

      Wenn es um die Definition einer Zwangskrankheit geht, kann man auch geteilter Meinung sein. Der Messie erlebt es als Zwang, aufräumen und putzen zu müssen, der Außenstehende erlebt den Messie als zwanghaften Sammler. Dass es nicht unumstritten als Krankheit gilt, verstehe ich nicht. Der Messie leidet unter den Auswirkungen des Sammelns, z. B. wenn der Schornsteinfeger oder Hausverwalter sich ankündigt. Dass es nicht nur von außen auferlegte Normen sind, die uns zu Messies abstempeln, wobei ich mich bei Nennung dieser Bezeichnung immer noch als Abschaum bezeichnet fühle, erleben wir doch, wenn wir niemanden einladen können, gewisse Dinge nicht mehr finden (auch teure) und merken, dass wir schon vor Beginn der Suche damit überfordert sind, eine gewisse Ordnung hinein zu bringen und aufrecht zu erhalten.

      Eine Sucht ist es nicht, denn dann würde eine Entziehungskur helfen. Der Messie wird in ein betreutes Wohnen geschickt oder kriegt jede Woche Besuch vom Sozialarbeiter, damit er die Wohnung nicht wieder zumüllt, irgendwann müsste er es jedoch alleine schaffen. Aber, schaffen wir das? Wenn wir ausziehen, und nur einen Teil mitnehmen von dem, was jetzt im Haus ist, garantiert die beste Therapie nicht, dass die neue Wohnung "normal" bleibt. Ich könnte noch so oft umziehen, wie die Mietnomaden, und alles vermüllt und verdreckt verlassen, ich bleibe dann, wie ich bin, und jede Wohnung, in die ich ziehe, sieht am Ende so aus wie die, die ich vorher verlassen habe.

      Eine Sucht, selbst Crystal Meth, kann man bekämpfen. Es erfordert gewisse geistige Ressourcen, die aber beim Messietum nicht vorhanden sind. Bedingt durch die Antriebslosigkeit entsteht ein Teufelskreis: Anfangs denkt man, ach das hat Zeit bis nächste Woche, dann heißt es: Heute werde ich damit nicht fertig, ich mache es ein andermal. Dann heißt es: Nein, darin zu suchen hat keinen Zweck. Dann werde ich von den Bergen links und rechts getroffen oder alles fällt um und ich komme gar nicht mehr durch. Oder ich wäre übermorgen noch beschäftigt, brauche das Teil aber jetzt. Auf zum Supermarkt. So bedingt das Sammeln nur noch erneutes Horten, statt dass man sieht, was man hat. Es liegt dann alles durcheinander. Will man Ordnung schaffen, hat man keinen Platz für die Sachen, die jetzt schon auf dem Fußboden gestapelt sind. Man verliert gänzlich den Überblick über Dinge, die man braucht, und Dinge, die man mehrfach besitzt. Neulich habe ich eine teure DVD gesucht, nicht gefunden und darum neu bestellt. Dort wo ich suchen konnte, habe ich alles durch, und wo ich nicht hin komme, fange ich gar nicht erst an.

      Deshalb bin ich Messie. Ich bräuchte viel mehr Möbel, Regale, und müsste Kleidung zum Sozialkaufhaus schaffen. Dazu müsste ich mich davon trennen können und nicht in der Angst leben, diese Größen könnten wieder passen. Das sind immer Verlustängste, weshalb wir unseren Besitz nicht loslassen wollen.

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "Die Europaeische Philosophie hinter dem Messie Dasein" geschrieben. 17.08.2017

      Es ist deshalb noch nicht als Krankheit anerkannt, weil es keine Forschungsgelder für diesen Sektor gibt. Für alles Mögliche gibt es Zuschüsse vom Staat, aber für Messies, die wirklich auch finanzielle Hilfe brauchen, weil die Entrümpelung und Renovierung so teuer ist, gibt es natürlich keine. Vor allem: Es ist von staatlicher Seite her nicht möglich, in soziale Projekte zu investieren. Es gibt zwar das Jugendamt, Sozialpädagogen und Psychotherapeuten, aber kein Amt für Messies, ganz einfach, weil hierfür Investitionen nötig wären, und die Finanzierung von der Regierung nicht abgesegnet wird. Es werden ja immer Gegenleistungen verlangt, vom Messie eben das Geld, das er nicht hat.

      Ansonsten ist alles, was mit der Bezeichnung "Syndrom" versehen ist, etwas, worunter der Betroffene leidet. Wer leidet, ist üblicherweise krank. Dass mit dem Gehirn was nicht in Ordnung ist, wenn man so lebt, ist allen klar. Folglich und laut Wiki ist eine Krankheit:

      Zitat
      ist die Störung der normalen Funktion eines Organs, der Psyche oder des gesamten Organismus. Nicht jede Störung der normalen Funktion im Organismus hat Krankheitswert. Dafür muss sie eine durch entsprechende Fachleute, wie beispielsweise Ärzte oder Psychotherapeuten, anhand definierter Kriterien zu prüfende kritische Grenze überschritten haben.

      Krankheit wird oft im Gegensatz zu Gesundheit definiert. Allerdings wurde Gesundheit auch schon als idealer Zustand optimalen Wohlbefindens definiert, und Krankheit ist nicht die einzige mögliche Ursache für mangelhafte Gesundheit.[1] Die Übergänge zwischen „Gesundheit“ und „Krankheit“ sind fließend. Vieles mag letztlich einfach eine Frage der Sichtweise sein. So hat sich der Begriff Befindlichkeitsstörung für Einschränkungen des leiblichen oder seelischen Wohlbefindens ohne objektivierbaren medizinischen Krankheitswert eingebürgert. Andererseits können als krankhaft definierbare Zustände auch ohne subjektiven Leidensdruck vorliegen.

      Die normale Funktion ergibt sich aus der Regelhaftigkeit der Lebensvorgänge; in unterschiedlichem Ausmaß beinhaltet sie die Fähigkeit zur Anpassung an veränderte innere und äußere Bedingungen. Ihre Beurteilung durch Menschen weist auch Abhängigkeit von deren Normvorstellungen auf.

      Als Funktionsstörung kann Krankheit verschiedene Bereiche lebendigen Seins betreffen und sich in deren Wechselwirkungen entwickeln.



      Zu lesen in
      https://de.wikipedia.org/wiki/Krankheit

      Dementsprechend ist das Messie-Syndrom auch eine Krankheit. Sie kann nur nicht adäquat behandelt werden, weil dafür finanzielle Mittel erforderlich sind. Deshalb ist die Forschung auf diesem Gebiet auch so rückständig. Es wird lieber Geld eingenommen, als ausgegeben, auch von der Regierung. (Das ist meine Meinung). Von irgendwelchen Fernsehsendern sowieso, die schlachten das nur aus auf Kosten der Messies. Forschung ist nur möglich, wenn Sponsoren und Investoren sie unterstützen. Auf eigene Kosten geht es nur bei Millionären.

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "Hallo" geschrieben. 16.08.2017

      Es gibt Menschen, die wollen sich gar nichts sagen lassen und ihren eigenen Stil leben, die wollen zu keiner bestimmten Tageszeit gezwungen sein, aufzustehen und zur Arbeit zu gehen, um sich dort auch sagen zu lassen, was sie zu tun haben. Selbständige leben mit Sicherheit freiwillig in der Selbständigkeit und Unabhängigkeit von Vorgesetzten und Chefs. Auch Singles, die deshalb alleine leben, weil sie dann so leben können, wie sie es wollen, das tun können, was sie wollen und wann sie es wollen, und nicht sagen lassen wollen: "Jetzt sollten wir aber ins Bett gehen, es ist schon nach 23.00 Uhr!" Die froh sind, zuhause ausgezogen zu sein, wie ich es auch mit Anfang 20 war, als ich mir nicht mehr von den Eltern diktieren ließ, wann ich Fernsehen darf und wann ich ins Bett gehen soll, mit wem ich ausgehen darf und wie lange.

      Ich wünsche mir nicht die Zeit zurück, in der ich jeden Tag in irgend eine Tretmühle steigen musste, wo ich einen doofen Job hatte wie Kassiererin oder Registraturfachkraft bzw. Ausgangspost machen oder gar am Fließband stehen. Wenn man sich jeden Tag anhören muss, was wieder alles schief gelaufen ist, warum auch immer, und was jetzt wieder alles gemacht werden muss, jeden Morgen stramm stehen und frisch und munter und freundlich sein, was ich auch nicht immer hin gekriegt habe, die Zeit wünsche ich mir nicht zurück. Ich bin froh, dass ich in Rente bin, es hat auch seinen Grund, dass ich erwerbsunfähig bin. Irgendwann kann man das mit dem Mobbing und Bossing einfach nicht mehr weg stecken. Bossing ist, wenn der Chef einen bevormundet, zum Beispiel: "Frau ... geht nicht ans Telefon!" Wie er das bei mir gemacht hat.

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "Minderwertigkeitsgefühle?" geschrieben. 16.08.2017

      @Messie,

      was @Wolfram geschrieben hat über das Negative, ist unglücklich formuliert und sollte heißen: Ich habe viel Negatives beschrieben, was ich erlebt habe, aber mich dennoch weiter entwickelt und Selbstvertrauen aufgebaut.

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "Emins, messies Reiseangebot , Reisebuero Messie" geschrieben. 15.08.2017

      Hallo @Messie @Kräuterfrau @Ordnung

      Nennst du dann dein Reisebüro "Messie-Reisen"? Dann dürfen aber nur Messies mit... und der Bus nimmt nur halb so viele Gäste wegen der vielen Rucksäcke und Plastiktüten hihi Oder kann man dann auch ein "Reisebüro Down-Syndrom" aufmachen, wenns eben nicht immer runter geht? Gehen die dann mit dem Preis runter? Oder ich nenne eins "Asperger Reisen", dort dürfen Straßen gezählt und aufgezählt werden, jede Hausnummer wird notiert und so... Mann das ist ne tolle Geschäftsidee: "Bipolar Reisen" oder "Bipolarkreis Logistik" oder "Reise Schizophrenie"... Mensch... Oder "Borderline Touristik", jetzt habt ihr mich da auf Ideen gebracht!

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "bin neu hier...gibt es Teilbereichsmessies?" geschrieben. 15.08.2017

      @Rainbow-Cloud

      Also mein Nickname bedeutet Nachtmensch, Knoblauchabscheu, Lichtempfindlichkeit, und Spiegelbild-Hassen. Wenn es Teilbereiche gibt in unserer Wohnung, die stärker vom Messietum betroffen sind, würd ich mal spontan das Arbeitszimmer nennen. Das ist wirklich zugemüllt und nur noch über nen Trampelpfad zu erreichen. Eben wegen dieser Eigenschaften nenne ich mich Draculara, weil ich die Dunkelheit mag, da kann man sich so schön verstecken, braucht keine Sonnenbrille und die Digicam macht bessere Aufnahmen, wenn der Himmel bewölkt ist.

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "Schulpflicht bedeutet Versklavung und Misshandlung durch das System" geschrieben. 13.08.2017

      @Deborah

      Geht mir genauso wie dir. Wir wären arm, also Leute aus der Unterschicht, wir könnten nicht einmal einen Computer für unser Kind kaufen, es hat ja kaum für nen Compi für uns gereicht. Dann später Fahrrad, Führerschein, erstes Auto, und wenns nur ein gebrauchtes ist, also Kinder sind heute viel teurer als früher. Markenklamotten wären schon gar nicht drin gewesen, wir hätten die Sachen bei KiK gekauft, obwohl die Sachen von Kinderarbeit in Bangladesh billig genäht kriegen, und deshalb würde ich dort aus Prinzip nichts mehr kaufen.

      Wir wollten, dass unser Kind es gut hat, so ähnlich wie meine Nichten, die hatten alles, kriegten alles bezahlt, die eine ist sogar Hauseigentümerin, hat das Haus ihres Opas geerbt. So was hätte unser Kind alles nicht, müsste Sachen von Kik tragen und so was alles. Deswegen haben wir uns gegen Kinder entschieden. Das ist bei uns finanziell schon nicht drin, und wer will schon Kinder in einer Messiewohnung groß ziehen.

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "Gedenken an die Freiheitsberaubung am 13.8.61" geschrieben. 13.08.2017

      @Rainbow-Cloud @Messie @Wolfram @Zipserin @Kathrin Nake @Barbara Bruchhäuser

      3 Onkel und eine Tante hatte ich in der DDR, meine Oma ist gestorben, da war ich 5 Jahre alt, wir haben sie im Krankenhaus besucht, nur meine Mutter und ich sind mit dem Zug hin gereist, mein Vater konnte nicht kommen, der hatte auch Angst. Sie hatten ihn auf dem Kieker, er erzählt heute noch, die Stasi hätte ihn im Visier gehabt, einmal waren wir wieder mal beim Zoll und die haben das ganze Auto auseinander genommen, mein Vater durfte es wieder zusammenbauen und weiter fahren, wenn er kein Kfz-Mechaniker gewesen wäre, hätten wir das Auto stehen lassen und zu Fuß weiter gehen müssen. Sie haben uns immer eingehend gefilzt, wenn wir einreisten. Die Ausreise war problemlos und erstaunlich kurz, es wurde nur gefragt, haben Sie was zu verzollen. Wir haben drüben immer Taschen und Jacken gekauft, und Schuhe. Alles was ich "drüben" gekauft hatte, roch irgendwie nach "DDR". Einen Rechenschieber hatte ich zum Geburtstag bekommen, selbst der roch nach "drüben", die Holzperlen waren mit Chemikalien lackiert worden, die wahrscheinlich auch drüben hergestellt wurden.

      1985 ist mein Cousin mit seiner Frau und seinem Sohn eingereist und nicht zurück gefahren. Sie haben sich hier eine Wohnung und Arbeit gesucht, meine Tante wollte sozusagen "ihren Sohn besuchen" und blieb dann auch hier. Wir sind nach 1985 nicht mehr in die DDR eingereist, zu groß war die Angst, mein Vater könnte als "Ostspitzel" festgenommen werden, weil Neffe und Schwester abgehauen sind.

      Als dann 1989 die Mauer fiel, kamen uns die Verwandten besuchen, also 2 Wochen später waren sie dann hier, da habe ich meinen ehemaligen Lieblingscousin wieder gesehen. Ehemalig, weil er mir jetzt ziemlich entfremdet vorkommt, er lebt in Tschechien, wo er ein Haus und eine Familie hat. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich öfters dachte: "Bleib einfach hier, lass die Eltern ohne dich abreisen, so wirst du deine gehasste Schule und dein fieses Elternhaus los!" Aber ich wusste auch, meine Eltern würden nicht ohne mich abreisen, mich überall suchen, nach mir fahnden und mich dann doch wieder rüber holen. Das wärs dann gewesen mit Ferien in der DDR.

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "Gesellschaft und Gesundheit" geschrieben. 12.08.2017

      hallo @Messie

      Das bringt mich auf eine Idee: Jeder muss im Garten einen Baum einpflanzen. Kirschen oder Pflaumen oder Äpfel. Die muss er dann ernten und essen, und wenn der Baum kaputt geht z. B. durch Schädlinge, dann muss man zum Onkologen, dann geht es vielleicht insgesamt zu ende.

      Oder man darf nichts wegschmeißen, das heißt man muss alles aufessen, was man gekauft hat, sonst ist das Verschwendung. Hast du ein Kilo Kirschen gekauft, Pech dann musst du das ganze Kilo aufessen, sonst ist das Verschwendung. Hast du Kartoffeln gepflanzt im Garten, musst du jeden Tag Kartoffeln essen bis sie dir aus den Ohren rauswachsen. Deshalb gibt es z. B. Messies bei denen auch verfaulende Lebensmittel rum liegen. Denn weg schmeißen heißt ja verschwenden, das würde bedeuten, du bekämst zu viel, aber jeder Mensch kann nur so viel bekommen, wie er braucht und wie ihm zusteht.

      Ist das so bei Lebensmittel-Messies, also den Leuten, die zum Beispiel keine abgelaufenen oder verschimmelnden/verfaulenden Lebensmittel weg schmeißen wollen, gibt es das wirklich, oder wird man nur in den Medien so dargestellt?

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "Messies sind keine Dekorateure oder Feng Shui-Berater" geschrieben. 11.08.2017

      @Rainbow-Cloud

      Ich habe früher die ersten 4 Jahre nach meiner Ausbildung in der Registratur gearbeitet. Das ist das ziemliche Gegenteil von Messie: Akribisch sortieren, ordnen, alte Ordner wurden durch den Reißwolf gejagt, neu beschriftet und mit neuen Seiten gefüllt. Aber ich muss schon dazu sagen: Damals war ich noch kein Messie. Ein bisschen unordentlich zuhause, ja, aber nicht richtig Messie. Das kam erst später.

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "geht es euch auch so - Leere schreit nach Füllung?" geschrieben. 10.08.2017

      @Anneli,

      ich habe jetzt 56, also Größe 52 und 54 kommt in die Kisten. Größe 48 und 50 habe ich noch gefunden und zum Altkleidercontainer gebracht. Nun mal angenommen, ich nehme ab, weiß ich, die Kisten sind irgendwo gestapelt. Aber weiß ich, ob ich abnehme? Genauso gut kann ich alle kleineren Größen entsorgen, dann müsste ich im Fall des Abnehmens aber wieder kaufen. Woher weiß ich, ob ich abnehme und wie lange ich das Gewicht halte - ich weiß es nur aus Erfahrung. Manchmal gelingt das Abnehmen, dann kann ich das Gewicht aber nicht lange halten. Ebenso gut kann ich ja oben den Ausschnitt enger nähen, damit die Sachen nicht runter rutschen, den Gummizug in der Hose enger machen oder Gürtel durchziehen, damit die Sachen erst mal noch passen. Ich fürchte, so wird es laufen. Dann eher die Sachen enger machen und dann schlabbern sie eben mal kurze Zeit rum. So kann ich doch ausmisten, wie ich es vorhatte.

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "Ich will was ändern - und heute hab ich angefangen" geschrieben. 10.08.2017

      höchstens glaub ich 30 Minuten

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "Ich will was ändern - und heute hab ich angefangen" geschrieben. 10.08.2017

      Wenn der Abfluss verstopft ist, hilft als Hausmittel eine Mischung aus Salz und Backpulver reinschütten. Danach lauwarmen Essig drüber, und am Ende kochend heißes Wasser aus dem Wasserkocher. Auf diese Weise sparen wir uns seit 2 Jahren den Klempner.

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "Die erste von zig Methoden, die ENDLICH für Ordnung bei mir gesorgt hat! :-)" geschrieben. 09.08.2017

      Also ich weiß, dass wir ein fürchterliches Chaos hinterlassen werden, wenn wir sterben - bzw. dass ich vielleicht vor meinem Mann sterbe, obwohl er ja älter ist. Ich habe aber kein schlechtes Gewissen deswegen. Weil ich auch weiß, dass nicht die Nichten selber alles entrümpeln, sondern Fachleute das machen. Und wenn ich zu Lebzeiten keine fremde Hilfe hatte, finde ich es nicht unfair, danach welche in Anspruch nehmen zu lassen. Wir konnten uns eine fachgerechte Entrümpelung nicht leisten, dann sollen das eben nach unserem Tod die tun, die es sich leisten können, und meine Nichten sind finanziell schon jetzt erheblich besser gestellt als wir. Sie verreisen jedes Jahr mehrere Wochen in ferne Länder, haben tolle Studienplätze bzw. die eine ist Lehrerin schon ausgelernt, und ich habe keine Scheu davor, Beerdigungs- und Entrümplungskosten zu verursachen, nicht einmal ein schlechtes Gewissen deswegen. Hat man für uns keine Zeit gehabt oder gefunden, zum Geburtstag zu kommen, kann man sich wenigstens ein bisschen Zeit nehmen, den Haushalt näher unter die Lupe zu nehmen. Für diese Einstellung schäme ich mich auch nicht im Geringsten. Schließlich kriegen wir das dann im Jenseits sowieso nicht mehr mit. Wir sind ohne Güter geboren worden und wir werden auch genauso arm sterben. Hinterlassen können wir Filme, Bücher, Fotos und Songs. Dass auch jede Menge Gerümpel dabei ist, dazu sage ich einfach mal: Wo gehobelt wird, da fallen Späne.

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "geht es euch auch so - Leere schreit nach Füllung?" geschrieben. 09.08.2017

      Ich könnte mir vorstellen, das ganze Chaos in Kisten zu packen und die wie eine Säule im Zimmer bis an die Decke zu stapeln. Wenn dann der Wartungsfuzzie kommt, könnte ich ja einen Vorhang drauf liegen und durch Zumachen oder Draufstellen einer Kiste befestigen, damit es aussieht wie ein Schrank mit Vorhang davor. Also werden die Kisten, die ich noch von der letzten Lieferung habe, nicht im Altpapier entsorgt, sondern gestapelt. Ist vielleicht auch eine Möglichkeit. Man kann auf die Weise ja auch 2 Kistenstapel nebeneinander auftürmen und den Vorhang drauf. Sieht zwar komisch aus, ein Schrank mitten im Raum, ich könnte aber sagen: Ist ein Raumteiler, ist halt unser Geschmack, das ist dann wieder was völlig Anderes. Da kommt keiner drauf, dass wir Messies sind. Die Idee ist mir eben gekommen.

    • Draculara hat einen neuen Beitrag "geht es euch auch so - Leere schreit nach Füllung?" geschrieben. 09.08.2017

      Also ich habe auch Sachen gehabt, die mir zu groß waren, und bin froh darüber, sie nicht entsorgt zu haben. Ich nehme immer wieder zu, wenn ich abgenommen habe. Eine Frage drängt sich mir auf: Wenn die in der Kiste sind, wohin stelle ich die Kiste denn? Im Keller ist dafür kein Platz mehr, bzw. müsste ich auch aufschichten, um einen Stapel Kisten dazwischen zu kriegen. Dann ist die Frage, werde ich die Sachen finden, wenn ich sie denn brauche? Ich vermisse jetzt schon Sachen, die wahrscheinlich im Keller irgendwo in Säcken oder Kisten liegen. Oder auf dem Bett, wo ich nicht mehr ran komme, weil davor so viel rum liegt. Da liegen so viele Sachen. Vielleicht sollte ich mich doch von einigen (auch passenden) Sachen trennen, damit überhaupt Platz rein kommt, denn alles auf einmal kann man ja sowieso nicht anziehen... Ich habe aber so viel, weil ich die Wäsche nicht mehr schaffe. Deshalb bin ich froh, immer noch was zu haben, was ich noch anziehen kann.

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