Miri
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    • Miri hat einen neuen Beitrag "Meine Mutter – ein Fall zum Haare rausreißen" geschrieben. 05.01.2018

      Ich habe jetzt vor kurzem überlegt, ob meiner Mutter auch ein Buch zu dem Thema helfen könnte. Hat da Jemand eine Idee oder Erfahrung mit gemacht? Kann das wirklich helfen?
      Das eine Buch heisst: Im Chaos werden Rosen blühen - Tipps und Tricks für Messies von Sandra Felton.
      Danke im Vorraus.

    • Miri hat einen neuen Beitrag "Meine Mutter – ein Fall zum Haare rausreißen" geschrieben. 04.10.2017

      @Anneli

      Zitat
      es ist nicht an dir, für die Leute zu sorgen sondern sie hätten für dich und deinen Bruder sorgen müssen


      Dass meine Mutter ihren Job als Mami nicht so richtig in die Reihe kriegt ist mir schon in meiner Jugend aufgefallen. Mein Vater war als Workaholic immer nur abends zu hause, dann haben sich die beiden gestritten. Als ich ausgezogen bin, ist mir ziemlich schnell klargeworden, dass es eigentlich die Pflicht von meinem Vater gewesen wäre sich um meine Mutter zu kümmern, anstatt sich mit ihr zu streiten. Er hätte ihr eine Therapie ermöglichen/bezahlen sollen. Vor allem - und da bin ich mir sicher - weil er auch einer der haupt Ursachen für ihre Probleme ist. Außerdem war er die einzige erwachsene Person, die wusste was mit meiner Mutter los war, aber er hat sich nur immer mit ihr gestritten und sich schließlich von ihr getrennt. Nach der Trennung - wir lebten dann bei ihm - hat er sich nur noch bei ihr gemeldet, wenn irgendwas bezüglich der Kinder geregelt werden musste. Aber anscheinend war ihm egal wie "dreckig" ihr es wirklich ging, ich hab sie ja in der Zeit nach der Trennung am meisten besucht. Meine Mutter ist krank - Ich kann ihr nicht übel nehmen, wenn sie nicht in der Lage ist sich Hilfe zu suchen, helfen zu lassen, den Alltag zu bewältigen. Aber mein Vater war und ist gesund, er hat sich nicht um sie gekümmert, ganz im Gegenteil: Er hat sich über sie lustig gemacht und hat uns angestachelt das selbe zu tun. Nach dem Motto: Schaut mal was die dumme Kuh jetzt schon wieder gemacht hat. Und wir manipulierbaren Kinder haben das dann natürlich auch gemacht (Papa war ja auch der einzige der uns Süsses gegeben hat oder andere Geschenke gemacht hat).

      Zitat
      Nicht mal deinem Vater ist es eingefallen, seiner Pflicht als Beschützer seiner Kinder nachzukommen und ihr seht das alle als vollkommen normal und richtig an


      Ja, seiner Pflicht als Beschützer ist er recht wenig nachgekommen. Beziehungsweise nur in gewissen Punkten. Naja, er hat sich scheiden lassen als ich 11 war - das war schonmal gut. Aber, dann hat er nur - bis auf eine - Frauen angeschafft mit denen ich nicht klar gekommen bin. Ich hab das alles bis ich 15 war nicht richtig reflektieren können. Aber dann ist es mir immer mehr wie Schuppen von den Augen gefallen: Mein Vater hat ganz schön versagt. Ich seh das Verhalten von meinem Vaer jedenfalls alles andere als richtig an, daher habe ich auch schon seit 5 Jahren keinen Kontakt mehr mit ihm. Mein Bruder will mich allerdings überreden den Kontakt wiederherzustellen. Er hat ein gutes Verhältnis zu ihm.

      Zitat
      euch beiden nicht klar ist, was sie damit anrichtet.


      Mir ist schon klar, was das für mich und meinen Bruder bedeutet hat und immernoch bedeutet. Zur Zeit sind Besuche bei meiner Mutter auf zwei bis dreimal im Jahr reduziert. Anrufe gibt es etwas öfter, aber eher auf Initiative meiner Mutter. Außer es ist mal wieder etwas essentielles wie das Telefon kaputt.

    • Miri hat einen neuen Beitrag "Meine Mutter – ein Fall zum Haare rausreißen" geschrieben. 04.10.2017

      Ich hab eben nochmal nach Therapeuten in der nähe geschaut, es gäbe da doch eine, nur denke ich, meine Mutter würde nicht hingehen wollen. Außerdem weiß ich ja auch nicht, was für einen Ruf die Frau Doktor hat: Frau Dr. med. Jeanine Gerken, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie in Asbach.

    • Miri hat einen neuen Beitrag "Meine Mutter – ein Fall zum Haare rausreißen" geschrieben. 04.10.2017

      @Kräuterfrau

      Zitat
      Vielleicht ist ein möglicher Ansatz, dass ihr für den Moment das Chaos ignoriert


      Ich kann das Chaos ganz gut ignorieren. Ich rede ja auch mit ihr über ihre Traumata, vielleicht kenne ich sogar alle. Iregndwo bin ich selbst auch Therapeut meiner Mutter geworden über die Jahre hinweg. Aber mittlerweile hat Mama sogar das "Therapiezimmer" vollgestellt. Heisst es gibt keinen privaten Raum in den man sich einfach so hinsetzen kann zu zweit, ohne, dass vorher irgendwas weg- und rumgeräumt werden muss.

      Zitat
      Statt dessen könnte sie eine Therapie für ihre Traumata suchen


      Sie wird keine Therapie machen wollen. Sie sagt immer sowas wie: "Nur ich kann mir helfen." Außerdem müsste sie immer dafür nach Bonn, Koblenz oder Neuwied fahren. Das ist ihr zu weit weg. Mal abgesehen davon, dass sie kein Auto hat, da sie Angst vor dem Auto fahren hat.

      Zitat
      Könnte das Chaos ein Schutzwall sein gegen dominante Menschen, wie deinen Onkel, oder gegen die Dinge in ihrem Leben, die ihre Traumata ausgelöst haben


      Schutzwall würde ich nicht sagen, ich würde es als Symptom sehen. Sie will niemanden von sich fern halten. Sie will eigenttlich menschen um sich haben. Sie will eigentlich Lob bekommen für die ganze Arbeit die sie jedentag im Haushalt verrichtet. Sie will es allen beweisen und meint sie müsste extra viel und extra gründlich arbeiten. Ich denke es stecken Selbstwertprobleme dahinter. Sie hat Angst nutzlos zu sein. Daher ist es denke ich auch so schlimm, wenn ihr jemand die Arbeit abnimmt. Dann bräuchte man sie ja theoretisch garnicht mehr.

      Zitat
      Deinem Onkel würde ich vorhalten, dass deine Mutter sich um deine Oma kümmert. Oder möchte er deine Oma in ein Heim verfrachten, weil er an dem Haus interessiert ist?


      "Ihr Onkel" findet es eigentlich gut, dass meine Mutter sich um meine Oma kümmert. Aber er erwartet (als Lehrer in Rente), dass meine Mutter ihre "Hausaufgaben" macht, was sie natürlich nie hinbekommt. Dann wird er Sauer. Er möchte meine Oma nicht im Heim sehen, aber er möchte sie auch nicht in einem Messie-Haus sehen. Die beste Pflegerin ist meine Mutter leider auch nicht. Ich weiss nicht, ob da noch irgendwo Frust wegen der authoritären Erziehung rauskommt, aber ich würde meine Oma netter behandeln, mehr ihren Bedürfnissen nachgehen. Sie ist ja schon 94, wer weiß wie lange sie noch lebt.

    • Miri hat einen neuen Beitrag "Meine Mutter – ein Fall zum Haare rausreißen" geschrieben. 04.10.2017

      @Wolfram

      Zitat
      das Problem scheint mir bei dem Onkel zu sein


      Naja, das Problem war da, bevor sich der Onkel eingemischt hat und nachdem er sich eingemischt hat, ist es nicht besser, nicht schlechter geworden. Er macht sie nur sauer und stinkig.


      Zitat
      Vor 15 jahren habe ich erst dann mein Problem wahrgenommen, als der letzte cm² des Tischs und Sofas belegt war.


      Meine Mutter achtet immer sehr darauf, dass auf den Tischen und Arbeisflächen immer noch so eine Ecke frei ist. Ich denke dadurch redet sie sich dann auch immer ein, dass es nicht so schlimm ist.

      Zitat
      Wie hattest Du denn die Hilfe angeboten?


      Eigentlich in keinster Form, außer durch seelischen Beistand. Ich hatte sie eigentlich immer aufgegeben. Es war schon immer sehr anstregengend mit ihr über solche Dinge zu reden, weil sie sich sehr schnell angegriffen fühlt, es ist auch alles sehr emotional aufgeladen. Ich hab nie was für sie geputzt oder aufgeräumt. Ich wusste instinktiv, dass das nichts bringt und sie nur sauer wird. Ich hab es ja schon bei meinem Vater gesehen.
      Ich habe sie natürlich des öfteren gefragt warum sie "diesen Müll" behalten will und warum sie sowas noch benutzt. Ich lass mir das auch in Ruhe erklären. Aber ihre Ziele und Vorstellungen sind irrwitzig und das sag ich ihr auch: "Mama, das macht keinen Sinn", "Mama, das dauert zu lange", "Mama, das schaffst du so vielleicht in 100 Jahren."

      Zitat
      Sie ist sozusagen Auftraggeber.


      Aber das Einzige, was mir meine Mutter erlaubt, ist einkaufen. Ich darf sonst nichts machen. Manchmal darf ich meiner Oma auch ein Brot schmieren. Mehr darf ich nicht machen. Sonst kann es ein riesiges Theater geben.

    • Miri hat einen neuen Beitrag "Meine Mutter – ein Fall zum Haare rausreißen" geschrieben. 03.10.2017

      Danke Draculara, für die rasche Antwort.

      Erstmal muss ich dich korrigieren: Es war nicht ihr Vater der sie rausschmeissen wollte, sondern ihr Onkel. Mein Opa wusste nie von ihrem Messie-Problem. Ihrem Onkel ist es wohl in den letzten 3 Jahren gedämmert und er hat glaube ich keine Lust sich inensiv mit dem Problem zu beschäftigen.

      Man kann meine Mutter auch dazu bringen einzugestehen, dass sie ein Problem mit Ordnung hat, aber man darf es nicht Messie nennen. Sie sagt dann immer sowas wie: "Bei mir ist das nicht so wie bei denen im Fernsehen".

      Ihr hinterherputzen, das hat mein Vater vor der Scheidung das letzte mal gemacht, das macht keiner von den Verwandten. Aber - und jetzt würden manche Leute sagen ich mach Witze - sie hat eine Putzfrau. Diese hat ihren fest geregelten Bereich und ist zudem Freundin meiner Mutter. Sie wird gut bezahlt und der Onkel meiner Mutter hat gedroht die Putzfrau zu feuern. (Man merkt, dieser Onkel versucht meine Mutter zu bevormunden, was sie absolut hasst.)

      Sie setzt sich auch Prioritäten, aber ganz seltsame, unergiebige. Es sind keine wie sich ein Normal-Denkender sie sich vorstellt.

    • Miri hat das Thema "Meine Mutter – ein Fall zum Haare rausreißen" erstellt. 03.10.2017

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