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Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 03.09.2026 12:321788431556

Ich werde mich mal wieder aus dem Forum verabschieden. Ob für sechs Wochen oder für immer, weiß ich nicht.
Ich hatte gehofft, hier praktische Tipps zu finden, wie ich mit meiner Messie-Schwester umgehen kann. Welche Argumente helfen beim Entrümpeln? Und so weiter. Aber letztlich prallt an meiner Schwester alles ab wie an einem Alkoholiker, der leugnet, ein Alkoholproblem zu haben, und der denkt, die anderen seien nicht in Ordnung oder würden ihn zum Trinken zwingen. Meine Schwester scheint ja auch zu denken, dass ihr Verhalten das einzig mögliche ist und ich hier der Bösewicht bin, der ständig Probleme verursacht durch künstlichen Zeitdruck und Egoismus.
Hilfreich fand ich die vielen Tipps und Ideen für das praktische Entrümpeln. Was wohin und so weiter.
Letztlich zieht mich dieses Forum stimmungsmäßig immer dermaßen runter, dass ich regelmäßig eine lange Pause brauche.
Es ist wirklich so, dass ihr euch hier immer auf alles Negative stürzt und Positives anscheinend nicht durchkommt.
Und dann wird alles noch negativer interpretiert als es ist. Beispielsweise war ich ja mit meiner Schwester vorsichtig vorgegangen, weil ich befürchtete, sobald ich zu sehr Druck mache, dann bricht sie den Kontakt ab und wir werden das Erbe niemals aufteilen. Dann hätte ich wirklich ALLES für immer hier lagern oder irgendwo teuer einlagern müssen. So haben wir es immerhin geschafft, innerhalb von sechs Jahren das meiste ein Mal durchzusprechen.
Wie richtig meine Einschätzung ist, zeigt sich ja jetzt. Wegen der Winterjacken habe ich jetzt doch mal richtig Druck gemacht und schon flippt meine Schwester aus und bricht den Kontakt ab. Wenn sie mich einfach ignoriert, so lautet vermutlich ihre Hoffnung, kann ich ihre Winterjacken nicht verkaufen und auch nichts anderes. Weil wir uns ja nicht abstimmen können. Rein juristisch ist das leider korrekt. :-(
Jedenfalls war meine Befürchtung absolut zutreffend, wurde hier aber regelmäßig als ein Zeichen einer psychischen Störung interpretiert.
Ständig muss ich mich hier rechtfertigen. Meine Wahrnehmung wird in Frage gestellt. Meine geistige Gesundheit auch. Das ist sehr ärgerlich und anstrengend.
Alles natürlich unter dem Vorwand, mir helfen zu wollen, so dass ich auch nicht böse sein darf.
Ich finde es sehr anstrengend, hier ständig in der Defensive zu sein und mein Handeln ständig neu rechtfertigen zu müssen.
Schließlich habe ich wirklich jede Lösung schon hundert Mal durchdacht und alles sorgfältig gegeneinander abgewogen.
Trotzdem ist mein Handeln eurer Meinung nach Zeichen einer schweren psychischen Störung. Das nervt und bringt mich wirklich nicht weiter.
Und muss ich mir auch nicht antun. Ich habe noch genug andere Probleme!

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Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 03.09.2026 12:051788429949

Mein Mäusle hat sich in die Sonne gelegt und scheint es zu genießen. Nicht mehr wie sonst, wo sie sich in den dunkelsten Winkel verzogen hat.
Sie hat auch sehr ordentlich gefrühstückt, nachdem sie zwei Tage lang nichts essen wollte. Wenn eine Schildkröte nicht frisst, dann geht es ihr wirklich schlecht! Bin sehr erleichtert.

Beitrag
Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 02.09.2026 22:291788380997

Aber mal was Positives: Mein Schildkrötenweibchen kränkelt schon eine Weile. Einige mögliche Ursachen konnte die Tierärztin ausschließen, Ursache ist aber noch unklar. Ich vermute eine Mischung aus Bauchschmerzen wegen Verstopfung und Stress wegen ihrem Männchen. Das letzte warme Bad half nicht, also gestern nochmal gebadet. Heute klappte es dann wieder. Ich habe die beiden Hübschen zwei Tage lang getrennt. Als sie sich heute wiedersahen, waren sie total lieb zueinander. Das Weibchen hat ihm sogar vor Wiedersehensfreude den Panzer gekrault, was sie nur sehr selten tut. Normalerweise rennt sie panisch quiekend vor ihm davon oder quetscht sich in eine Ecke, damit er sie nicht beißen kann.
Jetzt freue ich mich natürlich mit! Diese ewige Streiterei ist anstrengend und ich befürchte, das Weibchen kriegt noch eine Depression davon.
Ich hoffe, die Stimmung bleibt so liebevoll.

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Sich "outen"?
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Sich "outen"?

am 02.09.2026 18:181788365893

Eine gute Lösung wäre eine beste Freundin, die sowas lockerer sieht.
Mütter können wirklich sehr undiplomatisch sein. :-(

Beitrag
Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 02.09.2026 18:161788365810

@Robin
Ich wollte euch nicht angreifen, sondern fühlte mich angegriffen. Richtig.
Nein, ich spiele Risiken nicht runter. Ich dokumentiere sehr viel und vermeide es auch, ungesetzliche Dinge zu tun und so weiter.

Ich bin mir bewusst, dass ich manches schwerer nehme als Menschen, die ein stabiles Umfeld haben und Menschen, auf die sie sich verlassen können.
Wenn man gute Freunde hat, kann einem die Meinung der restlichen Welt natürlich egal sein.
Aber für mich schwierig ist, dass halt von der Meinung der anderen mein Lebensunterhalt abhängt. Können Chef und Kollegen mich nicht leiden, verliere ich meinen Lebensunterhalt. Können die Kunden mich nicht leiden, verliere ich meinen Lebensunterhalt.
Hinzu kommt, dass ich durch eine PTBS dann von sowas noch angetriggert werde. Ich spüre das und kann damit umgehen, aber es kostet sehr viel Kraft.
Mehr Kraft als wenn ich abends einfach zu meiner liebenden Familie heimkehren oder mit meiner besten Freundin was unternehmen könnte und
dort dann Kraft tanken. Bzw. das Gefühl, dass ich grundsätzlich in Ordnung bin.
Leider bekomme ich so gut wie überall das Gefühl vermittelt, gar nicht in Ordnung zu sein. Und wenn das hier auch passiert, trifft mich das natürlich.
Ich gebe mir wirklich sehr große Mühe, anderen nicht auf die Nerven zu gehen und alles richtig zu machen.
Und gehe ihnen damit auf die Nerven. Haha, lustig...

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Wie soll es hier eigentlich aussehen?
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Wie soll es hier eigentlich aussehen?

am 02.09.2026 02:051788307520

Hm, ich hatte auch schon manchmal den Eindruck, dass Antragsverfahren absichtlich kompliziert gestaltet werden, um Zeit zu schinden und weil sie wissen, dass es immer Leute gibt, die dann aufgeben. Beispielsweise hatte ich mal einen Erstattungsantrag bei der Bahn wegen Verspätung eingereicht. Ich hatte angekreuzt, dass ich einen Gutschein möchte. Da bekam ich einen Brief, dass Gutschein nicht möglich sei. ich möge bitte meine Kontodaten einschicken. Das habe ich gemacht. Und bekam daraufhin doch einen Gutschein eingeschickt. Entweder war das Verzögerungstaktik oder sie wollten einfach meinem Datensatz endlich meine Kontoverbindung hinzusammeln.

Beitrag
Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 01.09.2026 22:321788294736

Vielen Dank für eure Antworten.
@Sybille
Ja, die haben mir ja noch gezeigt, wie richtig es war, mich zu verabschieden. Mein Eindruck, dass sie mich nicht achten, war vollkommen korrekt. Dadurch dass ich Burnout hatte, ist es auf jeden Fall noch schlimmer geworden. Das hat mich sowieso sehr schockiert während meiner Burnout-Zeit: Wie höhnisch die meisten Menschen darauf reagiert haben, dass bei mir Gesundheit und Karriere zerbrochen sind. Selbst Leute, die ich für meine Freunde gehalten habe. :-( Ich muss nicht nur mein Zuhause entrümpeln, sondern auch ansonsten mein Umfeld. Während des Burnouts hatte ich nicht die Kraft dazu und brauchte irgendwie auch solche Routine, weil schlechte Gesellschaft sich immer noch besser anfühlte als Alleinsein.


@CrazyCatLady
Positive Punkte: Ich feiere immer mal auch Zwischen-Fortschritte. Und zusätzlich zum reinen Entrümpeln, was ich insgesamt als eher destruktive Tätigkeit empfinde, erschaffe ich auch gerne etwas, z.B. eine Geburtstagstorte, oder den Upcycling-Schmuck (mein neues Hobby), gestalte den Garten. Im Garten erlebe ich auch Selbstwirksamkeit, d.h. was ich tue, zeigt Wirkung. Beim Entrümpeln fehlt mir oft dieses Gefühl. Selbst wenn ich eine Tüte voll Kleidung zum Spenden bringe oder vier Pakete zum Postamt, sieht man kaum einen Fortschritt im Haus.
Das Gleichnis mit dem Spiegelkabinett hat mir noch nie gefallen. Die Welt besteht doch nicht aus Spiegeln. Ich steuere die Welt nicht ganz allein! Die Menschen spiegeln mich auch gar nicht. In den Lebensphasen, wo es mir gut ging und ich stolz auf meine Leistungen war und so weiter, wurden die übelsten Intrigen gegen mich gespielt. Wenn ich aber am Ende bin wie während des Burnouts, da brauchen sie das nicht zu machen. Da freuen sich die lieben Mitmenschen darüber, dass es mir schlecht geht und sie sich überlegen fühlen können. Während des Burnouts habe ich den letzten Rest Vertrauen in die Menschheit verloren. Wenn man keine Kraft hat, um sich zu wehren, da zeigen sie ihr wahres Gesicht. :-(

@IBI
Ja, ich kämpfe um meinen Lebensunterhalt. Als Freiberuflerin muss ich zusehen, dass ich jeden Tag bezahlte Arbeit mache. Leider werden die gut bezahlten Aufträge immer weniger, so dass ich jedes Jahr mehr Stunden arbeiten muss und trotzdem weniger verdiene als voriges Jahr. Das ist ziemlich hart. Ich bin sehr erschöpft. Gleichzeitig gehört es aber zu meinem Job, gute Laune zu verbreiten. Anstrengend. Seufz.

Und auch um meinen Stolz muss ich kämpfen. Für die anderen bin ich einfach nur eine Versagerin, die keine "richtige Arbeit" macht, sondern nur blöde Hilfsjobs. Viele Leute glauben mir nicht mal, dass ich überhaupt Aufträge habe. Die denken, ich lebe von Hartz IV. Es ist schwer, unter dem Trommelfeuer solcher Demütigungen noch stolz auf meine Arbeit zu sein oder auf meine Resilienz oder meine Kompetenz. Wobei ich nicht meine, dass sie mich verachten, weil ich von Hartz IV lebe. Oder Bürgergeld oder wie das gerade heißt. Sondern sie verachten mich sogar mehr, weil ich Depp versuche, sie zu belügen und eine Berufstätigkeit vorzutäuschen. Das finden sie superpeinlich und superlächerlich. Ich denke da besonders an einen bestimmten Verein, wo ich auch nicht mehr hingehe. Da schlug mir zuletzt nur noch Verachtung entgegen, wenn ich zum Stammtisch erschien. Ich fühlte mich wie die 13te Fee vom Schneewittchen. Das letzte Mal gab es buchstäblich keinen Stuhl mehr für mich und sie behaupteten, ich hätte mich nicht angemeldet und würde dadurch alles durcheinander bringen. Das mag sein, dass jemand sich nicht angemeldet hat, aber das war nicht ich!

Es fühlt sich ziemlich scheiße an, überall so unwillkommen zu sein. Weil ich mich natürlich frage: "Warum ausgerechnet ich?" Mit den anderen machen sie das doch auch nicht.

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Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 01.09.2026 08:071788242839

Falls es euch interessiert, wie es mit dem Arbeitskreis zu Ende ging: Auf meine Ankündigung per E-Mail, dass ich austreten möchte, kam kein "Vielen Dank für Deinen bisherigen Beitrag" und kein "Das ist schade" und erst recht kein "Tu es nicht!". Ich war dann gestern nochmal bei einem Treffen, weil ich es nicht so gut finde, sich einfach nur per Mail zu verabschieden. Ich hatte in meiner E-Mail noch geschrieben, dass sie mich aber gerne kontaktieren dürfen, wenn sie meine Expertise mal noch brauchen.
Das sprach ich dann gestern auch an und ich wurde gefragt, in welchem Wissensgebiet ich denn glaube, mich auszukennen. Ich nannte mein Spezialgebiet und wurde daraufhin einer umfangreichen mündlichen Prüfung unterzogen. Durch die bin ich scheinbar komplett durchgefallen. Nichts von dem, was ich sagte, war korrekt. Er kannte diverse Definitionen aus verschiedenen Standards (scheinbar) auswendig, ich nur so ungefähr. Ich wette, er hatte irgendein Dokument offen, aus dem er abgelesen hat. Er hat immer irgendwelche speziellen Vorstellungen, die von der allgemeinen Fachliteratur und anerkannten Standards abweicht und behauptet hartnäckig, seine sei die einzig richtige Art, die Welt zu sehen. Und wer wie ich die wohl ausgearbeiteten Standards gut und passend findet, ist ein unkritischer Idiot. Für die anderen Mitglieder muss es nun so ausgesehen haben als hätte ich sogar von meinem Spezialgebiet nicht die geringste Ahnung und würde nicht präzise genug denken, um in diesem Arbeitskreis mitzuarbeiten. Wirklich gar nichts von dem was ich sagte, war seiner Meinung nach in Ordnung. Das ist bei Machos ihre Art, wie sie mit Frauen sprechen. In meinem vorigen Job haben die meisten Kollegen und alle Chefs auch so mit mir geredet. Ein paar haben auch einfach ignoriert, was ich sagte. Wie man das halt so macht...
Jedenfalls: Nachdem also meine Inkompetenz offiziell festgestellt worden war, wurde ich darauf hingewiesen, dass sie nun weiterarbeiten möchten. Ich verabschiedete mich, aber statt einem "Tschüß" oder "Auf Wiedersehen" wurde ich mit einem ungeduldigen Räuspern verabschiedet so als sei es jetzt wirklich überfällig, dass ich aufhöre, ihre Zeit zu verschwenden. Ich wette, die melden sich nie mehr, weil sie meine nicht vorhandene Expertise nämlich gar nicht brauchen.

Ich fühle mich aber nicht erleichtert, sondern es ist nur einfach eine Niederlage mehr. Noch ein paar Leute, die, wenn sie meinen Namen hören, sagen können: "Die kenne ich. Die war jahrelang in unserem Arbeitskreis und hat nicht einen einzigen sinnvollen Beitrag geleistet, sondern nur mit ihrem Geplapper unsere Zeit gestohlen. Die kennt sich gar nicht aus, die plappert nur Standarddefinitionen nach und merkt gar nicht, dass die schlecht sind."

Was mich auch immer nervt, wenn es um Burnout geht, dass man so tut als sei der Betroffene an seinem Perfektionismus selbst schuld und pflege den ganz ohne Grund. Nein, es ist der Umfeld, das diesen Perfektionismus ausfordert. Jedes Mal, wenn ich eine Definition nicht exakt wortgetreu auswendig wiedergeben konnte, sondern irgendwo ein einzelnes Wort nicht stimmte, wurde ich gleich höhnisch darauf hingewiesen. Die Männer warten nur darauf, dass ich als Frau irgendetwas falsch mache. Dabei können die doch die Definitionen selbst nicht alle auswendig. Aber von mir wird das verlangt.

Nein, das ist keine depressive Fehlwahrnehmung. Ich habe mehrere Jahrzehnte an Berufserfahrung und erlebe nur sehr selten, dass es anders läuft.
Und je höher ich qualifiziert bin, umso brutaler wird das Verhalten der anderen. Nicht nur Männer. Die Frauen sind auch nicht besser.
Meine letzte Chefin hat mich auch immer vor versammelter Mannschaft durch den Kakao gezogen. Und wenn man genau hinsieht, haben sie
das mit niemand anderem gemacht als mit mir. Selbst wenn ein Mann schwer versagt, wird das nicht vor der gesamten Gruppe thematisiert.

Teamarbeit macht unter diesen Bedingungen für mich wenig Sinn. Am Ende gehen Außenstehende sogar ohne diese Beleidigungen davon aus,
dass das Endergebnis von den Männern stammt und ich nur eine Art Sekretärin bin. Neu hinzukommende Mitglieder glauben oft sogar tatsächlich,
dass ich eine studentische Hilfskraft oder Ähnlich bin, weil die anderen mich so behandeln. Sagen dann z.B. locker "um diese Aufgabe kümmert
sich Anna", wie man eine Aufgabe an eine studentische Hilfskraft delegiert.
Neulich habe ich in einem anderen Arbeitskreis die Pflege einer Webseite übernommen. Der bisherige Admin hatte 2023 das letzte Mal etwas an
der Webseite gemacht und es musste dringend eine Pressemitteilung eingestellt werden. Da ich sowieso schon Zugriff auf andere Webseiten
des Vereins habe, also ein Zugang existiert, war das schnell eingerichtet. Tja, und jetzt bekam ich beim letzten Arbeitskreistreffen einen Rüffel,
weil die Webseite nicht auf dem neusten Stand ist. Ähm, sorry, ich bin erst seit kurzem dafür verantwortlich. Inzwischen ist sie natürlich auf dem
neusten Stand. Habe das auch dann in die Runde geschrieben. Natürlich ohne Dank. Ich hatte noch eine andere Aufgabe erledigt, die ich aus dem
letzten Treffen mitnahm. Dafür bräuchte ich eigentlich Rückmeldung und Beiträge von ihnen. Kam natürlich nix. Auf meine E-Mails reagieren die
auch fast nie. Aber ist halt normal. Wenn ich überall austreten würde, wo ich nicht als gleichwertig behandelt werde, dann würde ich nur noch
alleine arbeiten. Ich kann also nur entscheiden, wie viel Schmerz ich bereit bin zu tragen. Wenn ich ausdrücklich gleichberechtigte Behandlung
einfordere, wird entweder geleugnet, weil diese Ungleichbehandlung automatisch und unbewusst passiert. Oder mir wird lang und breit begründet,
warum ich nicht gleichwertig bin. Natürlich auf der Grundlage von falschen Annahmen. Somit wird mir dann noch offiziell bestätigt, dass sie
das mit Absicht tun und weiterhin tun werden.
Einer von diesen Hirbeln hat sich mal fast nicht mehr eingekriegt und wäre fast vom Stuhl gefallen. In unserem Arbeitskreis wurde mir ständig
das Wort abgeschnitten, und dann muss er feststellen, dass ich Mitglied im obersten Entscheidungsgremium des Vereins bin und dort einfach
spreche, ohne dass sich jemand daran stört. Sehr bizarr. Wieso darf diese Hausfrau plötzlich mitreden, hä?

Das macht mein Leben wirklich sehr anstrengend. Nicht nur für meine Familie, sondern für fast alle Menschen bin ich einfach eine minderwertige
Versagerin. Die meisten Leute behaupten sogar, dass ich gar nicht berufstätig bin, sondern Hausfrau bin, die eine Berufstätigkeit nur behauptet.
Wie jemand mal so schön sagte: "Aber wer würde einer Hausfrau denn überhaupt irgendeine Aufgabe anvertrauen?"

Ich bin sicher, dass die meisten Leute in einem solchen Albtraum viel weniger Kraft hätten als ich. Sie würden einfach kapitulieren oder
Alkoholiker werden. Aber ich kämpfe immer noch um meinen Stolz und meinen Lebensunterhalt.

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Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 01.09.2026 07:371788241041

@Robin @IBI @CrazyCatLady
Letztlich macht ihr es wie alle: Ihr werft mir genau das vor, was ihr selbst falsch macht.
Ihr seid fixiert auf alles Negative, was ich schreibe.
Ihr leugnet die Fakten und tut so als sei das grundsätzlich nicht wahr, was ich als Fakten wahrnehme. Und darum sind dann auch meine Gefühle ungerechtfertigt.

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Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 28.08.2026 10:271787905626

@Robin
Ich finde, ich habe sehr wohl das Recht, frustriert und traurig zu sein, wenn es dafür einen konkreten Anlass gibt.
Ich weiß, dass es andere nervt, wenn ich mir Gefühle erlaube, während sie sich ihre verbieten.
Aber das ist für mich kein Grund, zum Therapeuten zu gehen, um mir meine für andere Leute lästigen Gefühle wegoperieren zu lassen.
Es mag ja sein, dass meine Schwester durch ihre Gefühle blockiert wird und darum nicht entrümpeln kann.
Aber meine Gefühle sagen mir schon immer das Richtige und bringen mich voran!

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Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 26.08.2026 15:131787750016

Intessant finde ich ja immer die moralische Implikation: Ich muss mich aus der menschlichen Gesellschaft zurück ziehen, um nur niemanden mit meiner Geschichte zu belasten. Meine Schwester jedoch gilt als ehrenwertes Mitglied der Gesellschaft. Durchsetzungsfähig, eine Siegerin. Dass sie sich unter vier Augen durch Kleinkindgehabe durchsetzt, weiß ja niemand außer mir.
Ich bin diejenige, die aus der Gesellschaft ausgestoßen wird, weil sie nervt mit ihrer Verletztheit und Hilflosigkeit. Meine Schwester ist cool und entspannt.

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Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 26.08.2026 15:101787749835

Grundsätzlich weiß ich ja, dass man alleine sein muss, wenn man Probleme hat, um andere nicht emotional zu belasten.
Nur früher dauerten Krisen normalerweise nur drei Monate, dann hatte ich mich wieder aufgerappelt.
Aber aus dieser Erbengemeinschaft kommt man eben nicht in drei Monaten wieder raus.
Ich weiß, dass ich nicht nur aus diesem Forum und diesem Arbeitskreis verschwinden sollte.
Auch mein Burnout hat die Leute sehr genervt und mir viel Verachtung eingebracht.
Ich darf also erst wieder Menschen mit meiner Anwesenheit belasten, wenn ich durch meinen eigenen Tod aus der Erbengemeinschaft ausgestiegen bin, haha.

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Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 26.08.2026 15:071787749670

Also kurz und gut: verpiss Dich, Anna! Du nervst!

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Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 26.08.2026 15:041787749487

@Robin
Naja, was soll ich machen? Es wird doch immer wieder dasselbe vorgeschlagen. Maßnahmen, die ich in den letzten sechs Jahren mehrfach in Betracht gezogen, mit dem Anwalt durchdiskutiert und dann mit gutem Grund nicht ergriffen habe. Also begründe ich dann, warum ich das bisher nicht gemacht habe und auch nun nicht mache.
Das ist doch nun kein Anzeichen einer psychischen Störung. Ihr wollt doch sicher nicht, dass ich eure Ratschläge einfach ignoriere oder ohne Begründung ablehne?
Aber OK, ich verstehe die Botschaft. Meine Erfahrungen sind eine emotionale Belastung für andere, mit der ich gefälligst andere nicht belasten sollte.
Zumal ich an den Problemen alleine schuld bin. Schließlich gibt es ja einfache Lösungen. Beispielsweise das Erbe ausgeschlagen zu haben.
Meine Probleme wären hier nur interessant, wenn ihr mir dafür eine Lösung nennen könnt.
Ich werde also zukünftig nur noch Fragen posten, auf die es sicher eine einfache Antwort gibt.
Und wo ich natürlich sofort alle Ratschläge praktisch umsetze. Alles andere wäre ja krankhaftes Verhalten!

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Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 26.08.2026 14:291787747344

Tja, so viel zum Thema unnötige Befürchtungen! Ich hatte gestern Abend meiner Schwester angekündigt, dass ich die Ebay-Einnahmen, die ich ihr noch schulde, erst überweise, nachdem die Sache mit meinem Keller geklärt ist. Mir war klar, dass dies mein allerallerletztes Druckmittel gegen sie ist, das ich nicht leichtfertig aus der Hand geben sollte.
Nun habe ich eine E-Mail in meinem Postfach, wo ihr Freund mir mitteilt, dass ich bis zum 1.9. die gesamte Summe zu überweisen habe. Er klärt mich erneut darüber auf, dass der Inhalt des Hauses uns gemeinsam gehört. Wenn ich das Geld nicht überweise, handelt es sich um Unterschlagung. Klingt so als wäre der nächste Schritt, wenn ich nicht überweise, dass sie mich wegen Überschlagung anzeigen. Aber vielleicht bilde ich mir diese E-Mail auch nur ein? Habe ich so eine schlimme psychische Störung, dass ich mir E-Mails einbilde??
Oder bilde ich mir die enthaltene Drohung nur ein? Handelt es sich nicht eher um eine wohlwollende Erinnerung eines guten Freundes?

Beitrag
Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 26.08.2026 13:551787745334

Ist das jetzt, weil ich meiner Schwester nicht den Gerichtsvollzieher schicke, um die Gefahr zu vermeiden, dass sie ernsthaft behauptet, ich hätte behauptet, der Inhalt meines Hauses gehöre komplett mir?
Oder ist es, weil ich nicht meinen Anwalt dazu zwinge, mich bei einer illegalen Aktion zu unterstützen, von der er mir gesagt hat, dass ich das nicht tun dürfe?
Oder welchen anderen genialen Tipp habe ich nicht umgesetzt, der unbedingt das Problem beheben würde?

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Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 25.08.2026 20:481787683718

Nachdem meine Schwester nun seit über einer Woche meine E-Mails nicht beantwortet hat, habe ich einfach angerufen. Zum Glück hat sie mir ihre
neue Handynummer gegeben. Sonst wäre das gar nicht gegangen.

Meine Erfarhrung besagt, dass man in schwierigen Situationen besser anruft. Hat sich nun auch bewährt. Kurz nach unserem letzten Treffen war ich
so erschüttert, dass ich dachte: "Ich will nie wieder mit ihr zu tun haben!" Und als sie sich nicht meldete, dachte ich erst, dass es vielleicht gar nicht
so schlecht ist. Dann mache ich hier einfach, was ich will. Aber mein Anwalt hat mir klar gemacht, dass ich das ja gerade nicht kann.

Also gut, ich habe angerufen. Ein langsames Vorankommen wie bisher ist besser als Stagnation. Das Gespräch war auch relativ entspannt im
Gegensatz zur explosiven Stimmung am vorletzten Samstag. Zusagen habe ich von meiner Schwester natürlich keine bekommen. Seufz.
Ich habe ihr aber gesagt, dass ich das zu schätzen weiß, dass sie regelmäßig kommt und wir jedes Mal ja auch voran kommen und ein paar
Punkte klären. Das war jetzt nicht gelogen. Mein Albtraum war ja immer, dass sie den Kontakt ganz abbricht und dann gar nichts mehr geht.

Ich habe ihr eine Fristverlängerung bis 15. September gegeben. Habe aber auch zugesagt, dass sie notfalls ein paar Jacken, die ihr besonders
wichtig sind, bei mir lagern darf. Ich weiß, ich bin zu weich. Aber es sind wirklich ein paar sehr schöne Teile dabei, die ich an ihrer Stelle auch
unbedingt behalten wollen würde. Ich habe aber auch gesagt, dass es unbedingt weniger werden MUSS.

Es wird also irgendwie weitergehen. Im Schneckentempo! Viele Handlungsmöglichkeiten habe ich ja leider nicht.

Beitrag
Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 25.08.2026 20:401787683235

@Robin
Mach ich doch: Situation akzeptieren und das Beste daraus machen...

Naja, was heißt, dass ich meine Schwester kenne? Ich hatte jahrzehntelang wenig Kontakt zu ihr. Nur eben zu den großen Familienfesten wie Weihnachten und Geburtstagen und Ostern kamen wir zusammen. Da redete aber unsere Mutter die meiste Zeit. Ich bin davon ausgegangen,
dass meine Schwester sich persönlich weiterentwickelt hat. Inzwischen ist sie berufstätig und so weiter.

Beitrag
Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von Anna1111 im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 25.08.2026 14:421787661757

@Robin
Du missverstehst mich. Ich laufe nicht rum und entscheide rational, dass ich mir gegen meine Mitmenschen negative Vorwürfe ausdenken will.
Im Gegenteil bin ich ein gutmütiger Trottel und sonniges Gemüt. Darum habe ich ja das Erbe angenommen und gedacht, das klären wir noch.
Ich habe auch ernsthaft geglaubt, sobald das Haus mir gehört, legen wir mit dem Entrümpeln dann richtig los. Ich dachte, meine Schwester hätte
das vorher nur blockiert, weil eh noch nicht klar war, was mit dem Haus passiert und wer hinterher wie viel Platz zum Lagern haben wird.
Ich habe neulich auch tatsächlich erwartet, dass meine Schwester inzwischen etwas emotionalen Abstand zu den Winterjacken meiner Schwester
hat und einsieht: Wenn sie bisher keine davon geholt hat, um sie zu tragen, dann braucht sie sie wohl auch nicht.
Ich habe ständig Besseres von meiner Schwester erwartet als das was dann kam.
Nun ist es aber so, dass sie oft so aggressiv und gemein ist, dass ich Angst vor ihr bekomme. Wozu ist sie noch fähig?
Gerade weil sie sich als Opfer empfindet und mich anscheinend für habgierig und eine Diebin hält.
Hinzu kommt noch, dass ich eine posttraumatische Belastungsstörung habe und mich darum solche Aggressionen emotional sehr treffen.
Ich war total schockiert nach unserem letzten Treffen, wo es um die Jacken ging. Dieses doch ein wenig irre Vehalten meiner Schwester.
Der Heulkrampf, die Vorwürfe, meine Hilflosigkeit, die Unmöglichkeit, mit ihr vernünftig zu reden. Das ist wirklich scary.

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