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Beitrag
Projekt "Umzug", Phase I
Foren-Beitrag von IBI im Thema Projekt "Umzug", Phase I

am 04.09.2026 13:281788521311

Zitat von Sybille im Beitrag #2057
Wir können "Ich bin hoarder" "ich bin Messi" "ich hab den Haushalt nicht im Griff" "ich bin depressiv und die Wohnsituation leidet darunter" "entschuldige das Chaos" oder "Hier sieht's aus als hätte ne Bombe eingeschlagen" oder sonstwas sagen. Letztlich jedem überlassen und vollkommen egal. Aber ich denke viele, die hier schonmal Rat, Unterstützung, offene Ohren oder was auch immer hilfreiches gefunden haben werden zustimmen: Wenn wir *gar nichts* sagen, können wir auch nicht darüber reden. Und dann können wir einander nicht helfen.


Ich bin ein MENSCH.
Ich habe viele dieser genannten Eigenschaften und Gefühle, aber ich BIN sie nicht.

Die Inhalte von der IDENTäTSebene zu verschieben, finde ich anspruchsvoll und dennoch wichtig für mein Wohlbefinden, daran zu arbeiten.

Beitrag
Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von IBI im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 04.09.2026 13:241788521074

Zitat von Robin im Beitrag #2875
Es tut mir leid, dass wir dir nicht so helfen konnten, dass du es nicht als Angriff empfindest. Aber wenn's so ist... Dann kann ich nur auf die Möglichkeit verweisen, dass man manche Gedanken besser seinem Tagebuch anvertraut - weil im Internet lesen es andere und reagieren eventuell auch darauf. Wir haben nämlich echt unser Bestes gegeben...


Ich schliesse mich Robins Worten an.


Und mir ist eine weitere Idee gekommen, zu der du sicher viele viele viele einWÄNDE vorbringen wird. - Betrachte einWAND wörtlich, dann befinden wir uns mit einer WAND konfrontiert - entweder wir mit deiner oder du mit unserer. Da sind die Wahrnehmungen sehr subjektiv und beide weder richtig noch falsch.

Zu meiner IDEE, die vermutlich etwas kosten wird:

Finde einen Mediator (vielleicht gibt es Menschen in sozialen Einrichtungen, die diese Kompetenz haben, manche Rechtsanwälte haben sie Kompetenz), bitte diese Person anwesend zu sein, wenn du dich mit deiner Schwester unterhältst und die Aufgaben besprichst.
Vielleicht kann dir die Person helfen, einen Vertrag mit deiner Schwester aufzusetzen, in dem sie schriftlich auf ihre Aufgaben hingewiesen wird, die bei der erbTEILung für beide gelten.

Dann hast du rechtlich etwas in deiner Hand.
UND den wichtigeren VORTEIL, den ich in aller erster Linie sehe.
Du hast Unterstützung und jemand kann dir helfen, ihre Argumente in einen anderen Blickwinkel zu rücken. Du bist nicht mehr allein hilflos dieser Situation ausgeliefert. Es gibt ZEUGEN.

Aus der FERNE sind wir mit all unseren Möglichkeiten und Idee wohl an eine Grenze gestossen und können dir nicht weiter helfen.

Beitrag
Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von IBI im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 02.09.2026 21:001788375614

Zitat von Anna1111 im Beitrag #2867
Und auch um meinen Stolz muss ich kämpfen.


Anna, wenn du beginnst mehr "Augenmerk" auf deine Erfolge und positiven Erlebnisse zu legen, kommt der Stolz darauf fast wie von selbst.....wie crazycatlady treffend schrieb, wir lesen deutlich mehr negative Erfahrung als angenehme Erfahrungen.

(Und vielleicht erinnerst du dich an meinen Thread zum Wohlwollen, Liebe, Freude, Stolz.....das war/ist mein übungsfeld um meinen Fokus auf positive Ereignisse zu richten. - Ja, ich übe das täglich!, auch wenn ich nicht täglich einen Post dazu schreibe)

Deine Situation rund um deinen Lebensunterhalt und dass das für dich mit darum "kämpfen" verbunden ist, kann ich nachvollziehen.
Die hohe Kunst wäre, deinen STOLZ nicht von der Reaktion der anderen abhängig zu machen, sondern davon mehr wohltuende positive Erlebnisse bewusst zu sehen.

"X Sachen bei Ebay eingestellt. Darauf darf ich stolz sein."
"Ich darf mir erlauben, für meine Arbeitszeit und Räumzeit meinen "Arbeitsanteil" in Geld auszahlen."
Oh, wie schwer es sich so eine INNERE Erlaubnis zu geben unabhängig von der Meinung deiner Verwandtschaft, weiss ich sehr wohl. Wenn es dir gelingt, dir diese ERLAUBNIS zu geben, die aus meiner Sicht rechtlich nach so vielen Jahren legitim ist, kannst du STOLZ darauf und auf dich sein.
"Ich war heute freundlich zu meinen Kunden, obwohl mir nicht danach war. Darauf darf ich stolz sein."
"Ich habe einen (oder zwei) Burn outs hinter mich gelassen, darauf darf ich stolz sein."
"Ich habe mir Zeit für Upcycling Schmuck genommen. Darauf darf ich stolz sein."
"ich habe 4 Pakete zu Post gebracht. Darauf darf ich stolz sein."
"Ich darf STOLZ auf die scheinbar kleinen unscheinbaren Erledigungen sein, um mich BESSER zu fühlen."
Ich darf auf die scheinbar kleinen unscheinbaren Erledigungen STOLZ sein, gerade WEIL ich mich durch die destruktive Entrümplungsaufgabe bewege."

Viele mögliche Beispiele für neue Blickwinkel, die du einnehmen kannst.

Den Blickwinkel von der Abhängigkeit im AUSSEN in die eigene Innenwelt richten, um dort zu prüfen, welche änderungen möglich sind, (wie sich beispielsweise BEWUSSTER auf positive Erfahrungen - manche nennen sie "Glimmermomente" -auszurichten), liegt bei dir.
Diese Wahl kann dir keiner von UNS abnehmen.
Würdest du zu einem Therapeuten gehen, kann auch dieser trotz aller Bemühungen dir die WAHL nicht abnehmen, die Entscheidung zu treffen, deine innere Ausrichtung im Alltag auf Dinge die du STOLZ sein kannst und möchtest, zu verändern.

Ich hatte bewusst deinen STOLZ in den Fokus genommen, weil du einen sehr grossen Anteil haben kannst, für dieses Gefühl nicht im AUSSEN kämpfen zu müssen.
So schön es ist von anderen VORHER zu hören "Gute Arbeit", so schön ist es zu lernen sich selber sagen zu können "Gute Arbeit, ich bin stolz auf mich."

Nun ja, wir bemühen uns mit all unseren Möglichkeiten dir Anregungen für NEUE Denkweisen und Ausrichtungen anzubieten....nun ja. PECH gehabt.
Wir kapieren nichts über dich....(nun ja! DEINE persönliche WAHRHEIT. Du glaubst ihr. Wunderbar.)
Wir haben jede unsere eigene WAHRHEIT und Ansicht von AUSSEN auf das Geschehen. Und die DARF von deiner WAHRHEIT abweichen.
Wäre alles Denkungsgleich - ehrlich - ich glaube und vermute, wir könnten voneinander herzlich wenig lernen.

Nun ja, ich lerne, ich kapiere nicht was in dir vorgeht (kann ich ja auch nicht, denn ich habe meinen eigenen Körper mit meinen Erfahrungen und du deinen mit deinen Erfahrungen).

Mein Anliegen war, dich ein wenig zu unterstützen und von deiner KAMPFenergie zu lösen, damit du mehr KRAFT für deinen KAMPF um den Lebensunterhalt zur Verfügung hast, aber klappt nicht.
Therapeut wäre hilfreich.
Vielleicht einer, der dich auf deinen Wanderungen begleitet (keine Ahnung, ob es Selbstzahler-Angebote dieser Art von Fachkräften gibt.)

Beitrag
Messiewohnung, Kinder, Jugendamt -wie es weiterging
Foren-Beitrag von IBI im Thema Messiewohnung, Kinder, Jugendamt -wie es weiterging

am 01.09.2026 14:331788265985

genau...wie das bei Teenies so ist....und ihr habt im Blick, dass eure Kinder beginnen dürfen, VERANTWORTUNGEN selbst zu tragen, die ihr bisher für sie getragen habt.
In dem Masse, in dem sie in der Lage sind, sie selber zu tragen.

Was das Taschengeld betrifft, gab es bei mir ein "Monatsbudget", mit dem ich gewisse Dinge des Eigenbedarfs decken musste. Und wenn ich eine grössere Anschaffung machen wollte, durfte ich lernen, von dem Monatsbudget entsprechend Anteile sparen zu lernen. (nichts mit Krediten aufnehmen und so, was heute leider einfacher geworden ist, denn je).

Wir durften das Taschengeld mit besonderen Hausarbeiten aufbessern. Meine Brüder haben Zeitungen ausgetragen.
War nicht meine Wellenlänge.

Ihr werdet Wege finden, eure Teenies auf die Zeit ihre eines Tages bevorstehenden Auszugs vorzubereiten.

Beitrag
Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von IBI im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 01.09.2026 14:221788265360

Zitat von CrazyCatLady im Beitrag #2864
Du kennst doch bestimmt die Parabel vom Hund im Spiegelkabinett? Die Erfahrungen des Hundes sind absolut keine Einbildung, jede Überwachungskamera würde seine Wahrnehmung bestätigen! Trotzdem wird der Ausgang der Situation von seiner inneren Einstellung und seinen Gefühlen beeinflusst.




Ich kenne die Parabel nicht, CrazyCatLady. Werde sie mal recherchieren.
Manchmal sind solche Geschichten hilfreich, um die Unterschiede deutlicher zu machen.


Zitat
Zitat von Anna1111 im Beitrag #2863
Ich bin sicher, dass die meisten Leute in einem solchen Albtraum viel weniger Kraft hätten als ich. Sie würden einfach kapitulieren oder Alkoholiker werden. Aber ich kämpfe immer noch um meinen Stolz und meinen Lebensunterhalt.



Um welchen STOLZ kämpfst du, Anna?
Dass deine Familie dir endlich sagt: Wir sind stolz auf dich?

Du kämpfst um deinen Lebensunterhalt? O.k., andere wollen ihre Lebensqualität verbessern.
Andere richten sich darauf aus, ihre KAMPFenergie nicht GEGEN andere zu richten, sondern FÜR eine angenehmere Lebensqualität.
Mit deinen stetigen Räumungsaktivitäten schaffst du dir im aussen ein angenehmeres Umfeld, doch die innere Gefühlswelt kann in einer "Kampfenergie" hängen bleiben, weil der Körper nicht lernen kann, wie es ist gechillt unerschöpft vom Kämpfen seinen Weg zu finden.

Was wäre wenn du bereits STOLZ auf all das sein dürfest, was du in deinem bisherigen Leben geleistet hättest?
Wenn DU dir erlaubst, unabhängig von den Aussagen anderer, diesen Stolz zu fühlen?
Wenn dein Stolz in dir "einfach" da sein dürfte und du aufhören könntest, ANDEREN zu beweisen, dass sie stolz auf dich sein können?

Nun ja, ob du in der Lage bist, über dich selbst zu reflektieren, Anna, statt nur zu sehen, was andere "falsch betrachten und deine Inhalte nicht zu verstehen scheinen", kann ich nicht einschätzen.

Ich bin jedenfalls nicht in der LAGE deinen STOLZ aus dir hervor zu zaubern und zu beschützen.
Ich kann mich in diesem Punkt nur um meine innere Gefühlswelt und meinen STOLZ kümmern.

Wenn meine Mutter sagen würde: Ich bin stolz auf dich, mein Sohn (der sich in der Bundesliga einen Namen gemacht hat), so ist es IHR Gefühl.
Ob mein Bruder stolz auf seine Leistung ist, steht auf einem eigenen Zettel. Ich nehme an, dass er es ist. Er ist sicher auch stolz auf die Leistungen seiner Kinder. Seine Tochter ist "Europameisterin" in ihrer sportlichen Disziplin.

Wenn meine Mutter sich NUR stolz fühlen könnte, weil ihre KINDER etwas leisten, wäre sie ziemlich abhängig von ihren Kindern.
Wenn sie NUR stolz sein darf, weil sie von ihrer Mutter hören wollte, dass sie STOLZ ist, bliebe sie lange in einer Abhängigkeit hängen.
Wenn sie selbst erkennen würde, dass sie STOLZ auf sich sein darf und Eigenlob sie innerlich emotional stärkt als es als "stinkende" Bewertung zu erleben, verändert sich möglicherweise die "Kampfenergie". Denn ich kann wählen, damit aufzuhören.

ACHTUNG: Meine Infos beziehen sich auf das GEFÜHL und den ZUSTAND STOLZ, nicht auf all die Aktivitäten, die du unternimmst, um dir dein "Traumhaus" zu gestalten und deinen Lebensunterhalt zu sichern. Da wirst du sicher noch einiges an KRAFT aufwenden dürfen, um diese Ziele zu erreichen.
Geht es vielleicht leichter, wenn dein STOLZ bereits DA wäre?

Beitrag
Messiewohnung, Kinder, Jugendamt -wie es weiterging
Foren-Beitrag von IBI im Thema Messiewohnung, Kinder, Jugendamt -wie es weiterging

am 01.09.2026 07:051788239143

Es ist eine neue Phase für euch alle und ich betrachte die Ausbildungsphase auch so, dass ihr als Eltern euren Kindern mehr und mehr Verantwortung für alltägliche Aufgaben gebt, die jedes Kind können sollte, wenn es seinen eigenen Haushalt führt.
Und es gehört auch dazu, dass sie lernen, was es heisst Miete zu bezahlen.

Ich war nicht begeistert als meine Mutter damit anfing. Es geht drum nicht in "Hotel Mama" Versionen zu geraten und deine Kinder zu bitten, dich von deinen Hausarbeiten mit zu entlasten. Wenn sie alleine wohnen, müssen sie auch nach Feierabend Energie finden, ihren Haushalt zu ordnen, vor allem wenn sie nicht ins "Messiechaos" geraten wollen.
Wenn sie eines Tages ausziehen und alleine wohnen, dürfen sie mit Geld umgehen können. Miete Nebenkosten Nahrung Kleidung....
Solche Aufgaben stehen für euch als Eltern an.

Und möglicherweise ist es gut, zu schauen, wie ihr diese "Regeländerungen" im gemeinsamen Haushalt einführen möchtet.
Diese Phase dauert einige Jahre.

Beitrag
Messiewohnung, Kinder, Jugendamt -wie es weiterging
Foren-Beitrag von IBI im Thema Messiewohnung, Kinder, Jugendamt -wie es weiterging

am 31.08.2026 13:181788175105

Zitat
Das mit der christlichen Gemeinde wäre sinnvoll aber für mich irgendwie doch schwierig ( ich bin Opfer vom geistlichen Missbrauch)



Dann such dir einen "unchristlichen" Chor - eine Gemeinschaft, in der du dich einbringen und von der du profitieren kannst.

Ich mag deine Abgrenzung zu meiner Deutung "ausdehnen", die du in deinem ersten Satz formuliert hast.

Und vielleicht gelingt es dir gegenüber deinem Papa ebenfalls eine Grenze zu formulieren zwischen dem Spannungsfeld "Hilfe annehmen müssen" und "Hilfe ablehnen".

Ja, ein neues Familienkapitel beginnt und ein neuer Rhythmus in euer Familiengemeinschaft wird sich finden.
Alles Gute für den Wechsel in ihr Berufsleben für eure Kinder und weiterhin gute Begleitung durch euch Eltern ins "Selbstständige" Erwachsenenleben, das eure Kinder antreten.

Gute Gelingen für euch alle.

Beitrag
Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von IBI im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 28.08.2026 18:031787933033

Zitat von CrazyCatLady im Beitrag #2860
Aber ich weiß leider auch, dass du diese Erkenntnis selber machen und die Entscheidung dazu selbst treffen musst. Ich hoffe, dass du es tust und wünsche dir viel Glück dabei!


Gut geschrieben, den ganzen Post meine ich.

Ja, ich habe Jahre gebraucht, um diese Erkenntnis zu finden.
So lange glaubte ich immer, ich könne die anderen beeinflussen und verändern und ich müsse mich ihnen anpassen, obwohl ich natürlich keinen Bock darauf hatte.
Ich blieb in der OPFERrolle gefangen.

Das Leben im Dauerzustand von ärger über andere, trauer, verlustgefühle zu verdrängen, leere zu verdrängen, aufgaben zu erledigen, die sich täglich anstrengender anfühlen und sich fragen, wo sind meine stärken geblieben, wo ist die Freude hin, so ist der stolz geblieben, nicht lustig.
da können mehrere depressive phasen oder burnout phasen draus folgen.

Ich bin immer noch nicht da angekommen, wo ich hin möchte.
wobei wohin möchte ich eigentlich? ah, in ein verbundensein mit mir und in eine lebendige Balance meiner Lebensbereiche, dann darf ich ein gewisses Mass an Chaos behalten.
Und natürlich muss ich die Begriffe mit inneren Bildern und Erfahrungen sowie (mehrheitlich) angenehmen gefühlen füllen, wie sie mir gefallen würden, in Umgebungen, die mich unterstützen statt ständig zu kritisieren, mit Hobbys, die meine Ressourcen stärken....

es fällt mir verdammt schwer, diese Visionen in Kopf zu gestalten, weil sie nicht der Identität entsprechen, die ich extrem gewöhnt bin. Und sobald ich dieser Identität etwas entgegen setze, beschwert sie sich massiv und fühlt sich bedroht und packt ihre automatisch funktionierenden Schutzmechanismen aus. Oft sind es Verhaltensweisen über die sich andere bei mir beklagen, die ich gerne ändern möchte und will und doch nicht ändern kann.
Nicht weil ich zu "blöd" bin, sondern weil ich ohne (therapeutische) BEGLEITUNG nicht die notwendigen Erfahrungen machen kann, um den Schutzmustern beizubringen, dass ich heute deutlich älter bin als die inneren Kinder zu dem Zeitpunkt waren als die komplexen Momente eingefroren wurden und genau in dieser Zeit stecken geblieben sind.
Zum "Auftauen" brauche ich andere Menschen. Und wenn aufgetaut ist, müssen die inneren Kinder die Entwicklungsphasen nachholen. Manche sind vielleicht eingefroren, bevor sie laufen konnten, andere bevor sie geboren wurden, manche im Kindergartenalter, mache in der Pubertätsphase...physisch machen wir die Entwicklungsphasen alle durch, aber nicht alle inneren Kinder machen sie mit. Und wenn ein inneres Kind "eingefroren" ist, als es nicht laufen konnte, so muss es erst laufen und sprechen lernen und die Entwicklungsphasen durchmachen.
Ich vermute, in den letzten Wochen hat mir jemand geholfen, diese OPFER-Identität mehr und mehr aktiv betrachten zu lernen. Mehr und mehr in die "ich kann und darf handeln und selber bestimmen" Identität zu wechseln. Ohne mich zu verurteilen, dass sich manch inneres Kind von mir nicht genügend entwickelt hat.
Meine innere Selbst-SICHERHEIT wächst stetig weiter.
So sehr, dass kleine mir fremde Kinder zu mir an die Hand kommen, während ihre Mutter daneben steht. Ich scheine eine magische Anziehungskraft zu haben. Definitiv dann, wenn mein Stresspegel generell relativ niedrig ist.

Angst, Trauer, ärger, Frust, Scham, Schuld, überwältigung, Freude, Mitgefühl bleiben alle da....die gehen nicht weg, aber die Intensität und die Dauer verändern sich deutlich. Es wird leichter....obwohl in meiner WAhrnehmung ehr weniger schlecht, weniger schwer, weniger intensiv, weniger lang andauernd....wenn weniger schwer, dann theoretisch leichter, wenn, weniger lang andauernd, theoretisch schneller oder kürzer....
ich schreibe theoretisch, weil es sich ungewohnt anfühlt und die ERFAHRUNG vom Wort "leichter als früher" mein Nervensystem noch nicht kapiert hat.

ich habe soooo keinen Bock auf anstrengende Tätigkeiten, dass Aufschieben und verzetteln bzw Ablenkung an der Tagesordnung stehen.
allmählich komme ich dahinter, dass die "Anstrengung" als Gefühl mehrmals "eingefroren" ist. und dann kommt mir die Aufgabe vielllll schwieriger vor als sie reell ist. und um diese intensiven Gefühle lieber nicht zu fühlen, weil sie mich überfordern, verbrauche ich bzw. mein Nervensystem meine kraft mit Gefühle wegdrücken.
Ja, das macht es automatisch....und es ist meine Aufgabe mehr und mehr diese Automatismen zu beeinflussen und allmählich zu lenken.

Wen interessiert das schon, dass es mir mit der Zeit "gefühlsmässig" besser geht und mir manchmal mache "Wegwerfaktivitäten" leichter fallen als letztes Jahr oder vorletztes Jahr.

Mal sehen, wer mir hilft, meinen inneren Kindern zu erklären, dass es aus erwachsener Sicht gar nicht mehr so anstrengend ist, wie damals als ich die Aufgabe als Kind machen musste und sie mir vielleicht sogar verhasst waren.
Manchmal kann ich es ihnen erklären, manchmal brauche ich jemanden, der mir meine "blinden Flecken" sichtbar und bewusst macht.

Früher dachte ich auch, ich käme ohne Therapeut aus, zumal die ersten die ich getestet hatte, nicht so hilfreich waren....drum suche ich mir Begleiter aus, die körperorientiert arbeiten.
Und allmählich lerne ich liebevoller mit mir und meinen inneren Kindern umzugehen.
Hey, die können nichts dafür, dass sie sich damals "einfrieren" mussten, um ihr überleben zu sichern. Nur dürfen sie jetzt kapieren und lernen, dass die Familienverhältnisse sich geändert haben und ICH ihr ELTERNTEIL bin und mich so gut es mir gelingt, um sie kümmern darf und verantwortlich für sie bin.

Beitrag
Ist er ein Messie?
Foren-Beitrag von IBI im Thema Ist er ein Messie?

am 27.08.2026 10:051787817910

Wow, welch wunderbare Beobachtungsgabe du dir angeeignet hast, die deinem Partner offensichtlich fehlt.

Es gibt Messies, die dazu neigen, vieles zu beginnen und wenig zu beenden.
Es gibt andere Menschen, die viele Ausbildungen beginnen und sie nicht beenden, deren Wohnungssituation mir unbekannt ist.

Bei sehr vielen Messies ist es so, dass sich zu diesem Syndrom noch weitere Syndrome hinzu gesellen.
Um dein Beispiel mit dem Schwimmen aufzugreifen:
Ihm hat der Tag mit dir soooo gut gefallen, dass er sich gleich mehrfach darauf vorbereitet, weitere tolle Tage erleben zu wollen, und die positive Erinnerung daran mit dem Kauf von 5 Luftmatratzen in diese Luftmatratzen einlagert, weil er es nicht in sein Herz einlagern kann.
Ich lagere viele meiner schönen Erinnerungen auf diese Weise ein, indem ich "Erinnerungsstücke" aufhebe.

Vielleicht hat er eine Qualität von Gefühlsblindheit (Alexithymie) und drückt es nun mehr durch den Umgang mit Gegenständen aus.
Ich vermute, er hat viel mehr schlechte Beziehungserfahrungen gesammelt als gute und deswegen klammert er sich gerade an dich, weil er mit dir mehr "angenehme" Beziehungserfahrungen macht.

Dass es sich für dich mehr und mehr "unangenehm" anfühlt, kann ich nachvollziehen. Er vermutlich nicht.

Ich denke, eine therapeutische Begleitung wäre sehr hilfreich für ihn und möglicherweise für eure Beziehung, wenn sie dir wichtig ist. Es wird nicht einfach für dich werden, deine Grenzen zu wahren und respektieren, während er sie wahrscheinlich unbewusst ständig übergeht.

In gewisser Weise sind Messies "grenzenlos" und übergehen die Grenzen, die ihnen Kleiderschränke anbieten und kaufen weit mehr als hineinpasst. Etwas altes zu entsorgen, kommt ihnen schwerlich in den Sinn. Viele Messies tragen Verlustthemen in sich oder sind durch "Verluste, die sie nicht verarbeiten konnten" zum Messie geworden.

Wenn du reichlich Zeit hast, stöberst du in diesem Forum herum, liest dir alte Threads durch wie sehr wir mit dem Ordnen und Aufräumen struggeln, obwohl wir uns davon mehr wünschen.
Wie viele auf Begleitpersonen treffen, die irgendwann aufgeben und den Stempel "therapieresistent" vergeben, weil in einem bestimmten Zeitraum so gut wie kein Fortschritt erkennbar ist.

Falls du die Beziehung beendest, wird er vermutlich wieder mit alten "Verlustthemen" konfrontiert.
Wie du seinen erwachsenen Anteil ansprechen kannst, um ihm die Verantwortung für seine vielen aus dem Unbewussten heraus agierenden inneren Kinder bewusst zu machen, dazu fehlen mir Ideen.

Zitat
Er versucht immer mich für sein Leben verantwortlich zu machen, indem er mir schmeichelt und sagt, er brauche halt mal einen Schubs, er braucht jemand, der ihn motiviert und ich wäre ja so gut darin.



Du bist nicht seine Mutter und er ist nicht dein Kind, das seine Mutter ständig beschützen muss, um sein überleben zu sichern. Ich vermute, er vermischt diese Rollen sehr miteinander.

Ihn davon zu überzeugen, dass er mehr als einen Therapeuten braucht, um in einer Partnerschaft "beziehungsfähig" zu werden. Ja, richtig gelesen- so viele Projekte wie er anreisst, könnten ihm auch mehrere Therapeuten unterstützen.

Ich habe mit mehreren parallel gearbeitet und wenn 3 Menschen unabhängig voneinander dieselbe Aussagen trafen, wurde ich wachsam. Da konnte ich nicht mehr alles "den anderen" überlassen.
Ich wurde auch wachsam, wenn 3 positive Beziehungserfahrungen mit ähnlichen Aussagen mein Nervensystem sehr beruhigt haben und mir nicht ständig suggeriert wurde, ich wäre nicht o.k..
Hat lange gedauert, bis ich mich dazu überwinden konnte und die Therapieformen gefunden hatte, die für mich und mein Nervensystem hilfreich waren. Denn die zahlt die Krankenkasse normalerweise nicht.
Und die kognitive Verhaltenstherapie, die von der Kasse finanziert wird, halte ich für die meisten Messies unzureichend.

Ich nehme an, dass du eine eher aufgeräumte ordentliche Wohnung zu bieten hast.
Ich kannte mal einen, dessen Wohnung sah fast steril aus wie in einem Krankenhaus. Da habe ich mich extrem unwohl gefühlt.
Damals wusste ich nicht, dass mich "leere" schnell triggert und meine Gefühlsleere aktivierte, die ich nicht aushalten konnte. (das führt meistens vorher in depressive Zustände) - so macht Aufräumen für ihn wenig Sinn, wenn unbewusst dahinter emotionale viel grössere Gefahrenquellen für sein Nervensystem lauern.

Und dass ich ein gewisses Mass an Unordnung brauche, um mich "lebendig" fühlen zu können. Steril ist für mich nicht mit "lebendig" verbunden.
Andere mögen steril, weil sie es mit angenehmer RUHE verbinden.....ich finde darin nichts angenehmes.
Eher aktiviert steril eine Portion "gefühlskälte" und "Gefühlskühlschränke"....und ach, da schaut die Alexithymie wieder vorbei....

Beitrag
Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von IBI im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 25.08.2026 21:481787687322

Zitat
P.S.: Wir könnten eigentlich *alle* 100% aller Beiträge über die Ausweglosigkeit irgendwelcher Situationen schreiben. Mir jedenfalls fällt da jede Menge ein... Ich verweise deshalb *nochmal* auf den Gelassenheitsspruch. Und auf die Möglichkeit, nach professioneller Hilfe zu suchen. Wir können dir hier nicht wirklich helfen. Das hier ist nur ein ganz normaler Gesprächsort, wo man sich halt austauschen und dadurch auch gegenseitig unterstützen kann auf dem Weg, den aber alle für sich selbst finden müssen.



bin ich beruhigt, dass es mich nicht alleine trifft, wenn es zu einem bestimmten Punkt kommt, bei dem jeglicher Versuch von Hilfestellungen nicht nützlich zu sein scheint.

Gute Abgrenzung.

Beitrag
Projekt "Umzug", Phase I
Foren-Beitrag von IBI im Thema Projekt "Umzug", Phase I

am 11.08.2026 19:331786469618

ja, im Aufschieben bin ich weltmeisterlich gut.

Trifft vermutlich auf viele Messies zu.

Beitrag
Projekt "Umzug", Phase I
Foren-Beitrag von IBI im Thema Projekt "Umzug", Phase I

am 11.08.2026 18:301786465821

Durchs Rumstehen wird eine Waschmaschine nicht besser.

Da kannst du dich ja schon mal dran gewöhnen, dass die Waschmaschine dich regelmässig durch die Wohnung rüttelt.

Beitrag
Projekt "Umzug", Phase I
Foren-Beitrag von IBI im Thema Projekt "Umzug", Phase I

am 11.08.2026 15:461786456012

Wenn das dein Entscheid ist, kannst du Platz schaffen und die Waschmaschine auslagern und stattdessen ein anderes Möbel platzieren.

Beitrag
Projekt "Umzug", Phase I
Foren-Beitrag von IBI im Thema Projekt "Umzug", Phase I

am 11.08.2026 14:051786449901

wo und wie waschen denn all die anderen Mieter in eurem Gebäude?
Die Bausubstanz befindet sich nicht nur in deiner Wohnung.

Und vielleicht hat der Wasserschaden möglicherweise seinen Beitrag geleistet.

Manchmal werden Waschkeller extra für Waschmaschinen eingerichtet. Oder ganze Wäscheräume im dritten Stock für alle Mieter.....

Nun ja, wenn es dir Spass macht alten Gewohnheiten zu folgen, mach das.

Beitrag
Projekt "Umzug", Phase I
Foren-Beitrag von IBI im Thema Projekt "Umzug", Phase I

am 11.08.2026 13:021786446133

Zitat von Robin im Beitrag Tipps um langfristig Ordnung zu halten nach Entrümpelung?
Und motiviert mich, da auch noch aktiv zu werden - ich muss zum Waschsalon tigern, hier wackelt der Fußboden, dass man Sorge kriegt um die Bausubstanz, wenn die Maschine schleudert (Kommentare dazu bitte in meinem Thread; ich denke, ich hab schon alles probiert und der Boden schwingt auch, wenn ich nur durchlaufe).


Ja, wenn meine Waschmaschine schleudert, spüre ich es im zweiten Stock darüber.
Seitdem schleudere ich mit niedrigerer Drehzahl. Es ist gut spürbar direkt neben der Waschmaschine, aber nicht mehr im zweiten Stock. (angemerkt - dazwischen liegt ein weiteres Stockwerk).

Holzböden in Altbauten schwingen nunmal.

Beitrag
Neues aus dem Horrorhaus
Foren-Beitrag von IBI im Thema Neues aus dem Horrorhaus

am 07.08.2026 12:261786098404

Ich habe heute das gleichnamige Buch zum Film in einer Bücherkiste gefunden.

Beitrag
Vorsortieren in Kartons & wie ich mich selbst sehe
Foren-Beitrag von IBI im Thema Vorsortieren in Kartons & wie ich mich selbst sehe

am 25.07.2026 18:271784996863

ja, manchmal verleiht unsere Fantasie genauso Flügel wie so ein Getränk....
Fantasie ist gratis.

Dornröschen wäre ein ganz andere Qualität von Nick - den zwinkernden Smily finde ich grad nicht.

Beitrag
Vorsortieren in Kartons & wie ich mich selbst sehe
Foren-Beitrag von IBI im Thema Vorsortieren in Kartons & wie ich mich selbst sehe

am 25.07.2026 15:381784986719

Zitat von speicher°assel im Beitrag Sonntag Abends Task-Force >>> Wer hat Lust zum mitmachen?! : )
*kleine runde Döschen ausspülen



hi hi hi, weisst du was mein Kopf gelesen hat, @speicher°assel?
Dornröschen

was hat nun ein Märchen in deiner Liste zu suchen???
Siehst du dich wie Dornröschen???

Vermutlich nicht, ist ja mein "Lesefehler", der mich gerade zum Lachen bringt.

Beitrag
Vorsortieren in Kartons & wie ich mich selbst sehe
Foren-Beitrag von IBI im Thema Vorsortieren in Kartons & wie ich mich selbst sehe

am 22.07.2026 16:371784731079

Pflanzen gehören nicht Kartons und es war eine Stippvisite meinerseits, weil ich deine Listen nicht unterbrechen wollte.

Kehr zurück wie du dich selbst siehst....
wie eine "scharfe Chilischote"?

Beitrag
Vorsortieren in Kartons & wie ich mich selbst sehe
Foren-Beitrag von IBI im Thema Vorsortieren in Kartons & wie ich mich selbst sehe

am 22.07.2026 11:341784712888

ja, ist schon spannend, was "Kellerpflanzen" so für Ansprüche an uns stellen. Nicht zu früh raus und nicht zu heiss raus.....hast du einen vorübergehenden Schattenplatz, den du mit einem Sonnenschirm einrichten kannst.

ich schau mal, wo ich so ein öl auftreiben kann. Meine Chilipflanzen sind grad voller Läuse, die genau die Knospen lieben. Danke für den Hinweis.

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