AllesZuviel
Beiträge: 74 | Zuletzt Online: 12.04.2014
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    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Dieses elende Problem der Entsorgung" geschrieben. 30.03.2014

      Da der Müll nicht von allein verschwindet, hilft nun mal nur raustragen :-(

      Ich hab nur nachts oder sehr,s ehr früh am Morgen gemacht. Ja, die olle Scham. Peinlich ist das. Ein Sack morgens früh, zwei am Abend. War sehr schlimm, grad am Anfang. Später wurde es besser mit der Scham. Und wenn ich "erwischt" wurde, brabbelte ich was von dem lästigen Frühjahrsputz, den man jedes Jahr so machen muss. Die antworten waren eigentlich immer ähnlich, so ind er Art "sollte ich auch mal rangehen".

      Jeder Sack weniger in der Wohnung ist bisschen weniger Scham und ein bisschen mehr Stolz auf sich selbst^^

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Alles Zuviel" geschrieben. 23.03.2014

      Gesundheitstief überwunden.
      Inzwischen ist der Kleiderschrank gemistet - ein paar Säcke in den Altkleidercontainern verschwunden. Könnte evtl. noch mehr weg, aber um die ganz dünnen Sommersachen zu checken, ist es mir noch zu kalt. Da fliegt dann auch noch einiges raus.
      Die Sortieren-Kartons sind sortiert - wobei da auch vieles auf dem Müll landete.
      Meine ToDo wird kleiner und kleiner - jetzt muss sich zeigen, ob ich diesen jetzigen Zustand dauerhaft halten kann. Ich denke, das ist die größte Herausforderung.

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Welche Möglichkeiten gibt es für einen Senioren, wenn Hilfe abgelehnt wird " geschrieben. 21.03.2014

      Wehrt er sich denn, wenn du selbst diesen Abfall vom Balkon zur Mülltonnen bringen willst?
      Hilfe von außen annehmen ist verdammt schwer - der Schamfaktor bremst uns doch alle aus. Aber die direkte Hilfe des eigenen Kindes könnte gehen, wenn es sich dabei nur diesen Abfall handelt und nicht gleichzeitig um den Versuch, alles, was man selbst als Krempel einstufen würde, gleich mit zu entsorgen.

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Ein Zimmer ist fertig" geschrieben. 18.03.2014

      Hm, da müßte ich mal die Stopuhr benutzen, um die Richtzeit rauszukriegen. Ich hab jetzt seit kurzem (!!!!), wirklich erst einige Tage, einen Status erreicht, der für mich völlig okay ist. Den will ich halten. welche Zeit ich aufbringe? Keine Ahnung, ehrlich nicht!
      Ich bin noch dabei, alles immer sofort zu machen. Es lieght was rum = gleich wegräumen an seinen Platz (und sei es eine Sortieren-Kiste). Ich habe Kaffee getrunken = Tasse sofort ausspülen. Ich hab ein brot geschmiert = Messer sofort abwaschen und wegräumen. Das sind alles Sekunden, keine Minuten.
      Okay, Staubsaugen und Boden wischen dauert länger. Aber da bin ich weiterhin faul. Ich nutze einen Akkubesen - mit dem habe ich die Teppiche in zwei Minuten optisch gereinigt. Der große Sauger kommt nur dran, wenn der kleine stöhnt - was er kaum macht. Wischen ebenso. Da ich täglich grade mal den Boden fege (da, wo ich Krümel sehe oder Katzenstreu rumfliegt) oder mal schnell drüberswiffere, ist Wischen auch kaum nötig (in meinen Augen).
      Als Single käme ich vermutlich mit bewußten zehn Minuten hin im Alltag - das gleich wegräumen und so zählt ja nicht.
      Wäsche waschen oder Fenster putzen sind dann natürlich was Größeres und müssen auf die ToDo-Liste.
      Ich bin froh, wenn ich die zehn Minuten durchhalten kann .....

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Alles Zuviel" geschrieben. 17.03.2014

      Mir geht immer noch mies - völlig kraftlos. Schwer erwischt halt.
      Aber - jeder Teller wird nach Benutzung sofort abgewaschen. Und meine riesige ToDo-Liste hat auch viele, viele kleine Aufgaben, so dass ich doch jeden Tag etwas davon abhaken kann und es auch mache. Darauf bin ich stolz.

      Morgen müssen Handwerker rein zum Überprüfen der Rauchmelder - und zum allerersten Mal seit gefühlten 100 Jahren ist mir das völlig gleichgültig. Ich muss deshalb nichts, rein gar nichts machen - weder aufräumen noch saugen noch fegen oder so was. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie toll sich das anfühlt, wie befreiend, wie aufbauend.

      Ich frage mich wirklich, wie der Inhalt von 150 großen Müllsäcken und der riesigen Fuhre Sperrmüll jemals hier reingepaßt hat. Ich freue mich auf die Rückkehr meiner Kraft, um dann den Kleiderschrank auszumisten. Aber das muss nun eben warten. Jetzt gehen nur Winzigkeiten wie Planzen besprühen (täglich), welke Blätte entfernen und so was. Und mein vertrockneter Elefantenfuß, vor dem ich mich für die Vernachlässigung wirklich schäme, hat mir verziehen und fängt an, am Stamm neu auszutreiben. Alles wird gut!

      Dranbleiben - Stück für Stück - Schritt für Schritt - und irgendwann denkt man nicht mehr dauernd über Unordnung nach, sondern bestenfalls über Ordnung. Gebt nicht auf!

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Alles Zuviel" geschrieben. 14.03.2014

      Update:
      Irgendwas hab ich mir eingefangen - Keislauf im keller, Bronchien dicht, Lungen verschleimt. Kurz: krank geschrieben. Muss Antibiotika futtern, viel schlafen, jegliche Anstrengung vermeiden etc.
      Ein paar Tage lang darf ich also gar nichts machen.

      Naja, gar nichts geht ja nicht. Essen und so muss mensch doch immer. Schaffe es aber gerade noch so, trotz alledem kurz zu fegen oder benutztes Geschirr sofort abzuwaschen und wegzuräumen. Oder beim Verlassen des Hauses auf dem Weg zur Apotheke noch bißchen Müll in den Container zu stecken. Nur was Neues in Angriff nehmen geht grad nicht. Aber das Erreichte zu halten, das klappt noch; muss es auch, denn jedes Ding, das liegen bleibt, hat die Angewohnheit, weitere Dinge magisch anzuziehen. Nicht noch einmal im Chaos versinken!

      Leider schaffe ich es grad nicht, viel zu schreiben - die anderen Threads lese ich zwar noch, aber Antworten sind momentan nicht drin. Wird bald wieder besser.
      Nehmt euch Zeit, heute noch ein wenig die Sonne zu genießen.

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Heute (12.08.13) habe ich angefangen.........." geschrieben. 10.03.2014

      Hihi, numi, das war zwar für Biggi gesagt, aber für mich gesprochen :-)

      Da heute ja anscheinend alle hier Wäsche waschen, hab ich aus Solidarität auch eine Maschine angeworfen. Eigentlich hatte ich ja keine Lust dazu, aber soooo viel Arbeit ist das ja nuna uch wieder nicht.

      Nur dieses gleich aufhängen und das draußen, also, dazu hätte ich mich ohne deine Worte nie aufgerafft. Werd ich aber machen, sobald die Maschine fertig ist. Die Wäsche freut sich bestimt, morgen im Sonnenschein zu trocknen - und ich freue mich, wenn sie abends trocken ist, auch wenn ich sie dann noch wegräumen muss.

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Alles Zuviel" geschrieben. 09.03.2014

      Wetterfester Kratzbaum? Hm, könnte schwierig zu finden sein. Oder selbst bauen.
      Ich brauchte 140cm Höhe, da hab ich nichts fertiges gefunden. Andererseits hat der jetzt Zerfallende acht Jahre an der Brüstung gestanden - Südwestseite - ohne jeden Schutz. Hab das gleiche Modell wieder gekauft. 40Euro für ein paar Jahre Katzenglück sind okay, denke ich.
      Werde bei Gelegenheit mal wirklich Bildchen davon machen. Mir gefällt es da draußen grad sehr gut - jetzt mit Sitzplatz und ein paar blühenden Pflänzchen. Hab heute fast den ganzen Tag dort noch gearbeitet - aber im Frühling ist das Wühlen in der Erde keine Arbeit, sondern pure Lust ^^

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Verantwortung übernehmen" geschrieben. 08.03.2014

      So war es nicht gemeint - das gleiche Risiko gehtst du auch mit Streicheleinheiten ein (ich brauch kein Mitleid), mit Trost (du hast leicht reden); kurzum, mit allem, was du sagst. Du weißt nie, wie es beim andern ankommt, ob es ihn triggert, was es auslöst. Sogar Schweigen kann Unerwartetes auslösen.

      Wir sind nicht dafür verantwortlich, was im Gegenüber geschieht - verantwortlich sind wir nur für unsere Absichten und Motive.

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Verantwortung übernehmen" geschrieben. 08.03.2014

      Wenn ich etwas dazu sagen darf:
      Provokation kann aufrütteln - oder eben auch kränken.
      Schuld am Rückzug bist du sicher nicht - du hast nur eben eine Stelle getroffen, die bei ihr genau diese Reaktion auslöste.
      Wenn es uns gut geht und wir mit uns im Reinen sind, reagieren wir auf Provokation nicht mit Rückzug, sondern mit "du spinnst" oder so was. Dann ist Kommunikation möglich.
      Ich fand deinen Text mutig. Und auchr ichtig - wenn ich etwas nicht reinigen will, muss ich es entsorgen.
      Was will man sagen auf ein "warum mache ich nichts"? Solche Fragen klingen nach Selbstmitleid. Depression ist auch eine Art Selbstmitleid, man bedauert sich (falls man noch etwas fühlt). Aus diesem Sumpf kommt man eben nicht raus, wenn man getätschelt und bemitleidet wird. Das geht nur, wenn man unzählige Lösungswege gezeigt bekommt (wegschmeißen ist ein Weg, wenn auch ein doofer :-) ) UND einen von diesen dann auch geht - irgendwie müssen wir alle selbst unser Chaos besiegen. Wir können nur gegenseitig unterstützen, indem wir eben solche Wege aufzeigen - und weil wir sehr verschiedene Menschen sind, sind es auch sehr verschiedene Wege und sehr verschiedene Arten, sie aufzuzeigen. Ich denke, das ist gut so.

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Alles Zuviel" geschrieben. 08.03.2014

      Kleines Update:
      Balkon immer noch chaotisch - aber schon entmüllt und mit fast nutzbarer Sitzecke. Denke mal, den Rest schaffe ich morgen. Die Sonne hat ja versprochen, kräftig zu unterstützen dabei - wenn sie scheint, macht es schon etwas mehr Spaß. Und die Pflänzchen, die ich besorgt habe, wollen schließlich in die Erde.

      Auf dem Balkon steht jetzt ein neuer Kratzbaum für Mieze, damit sie über die Brüstung schauen kann. Keine Bange, ist gut vernetzt. Der Alte zerfiel fast, als ich ihn nur anfasste. Seine Teile stehen schon im Keller, wartend auf den nächsten Sperrmüll. Mehr geht da nicht mehr - der Keller ist rappelvoll.
      Der Papiercontainer ist auch voll - aber mit meinem Altpapier. Juhu - ich bin es los. Alles! Also alles, was vorbereitet war. Alles, was mich störte. Jipeh!

      Ich bin noch lange nicht fertig, werde es vielleicht auch nie. Aber ich bin unglaublich stolz auf mich und finde meine eigene Wohnung toll, so wie sie jetzt ist. Das ist ein verdammt gutes Gefühl!

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Ich schaffs einfach nicht... " geschrieben. 06.03.2014

      Willkommen im Forum, Samtpfote (schöner Nick).
      Deine Geschichte erinnert mich in Teilen an mich selbst. Ich habe ebenfalls eine schwere Depression hinter mir, die eben erst so heftig im Alter ausbrach, aber mein ganzes Leben wirkte. Alltag habe ich wieder im griff, also Beruf und so. Und Jahre nach der Depression kam diese "ich habe viel zu viel, alles zu viel" auch über mich.

      Naja, diese AllesZuviel ließ mich fast zusammenbrechen. Und ich konnte nicht aussortieren, nichts für Sozialkaufhäuser, ebay oder sonst was auswählen. Für mich gab es nur den radikalen Weg "weg damit". Ich habe wirklich ausgemistet und ich möchte nicht wissen, wie viel Geld dabei flöten ging, weil ich eben nicht verkaufte. Aber das hätte ich eh nie geschafft. Fast aller Müll ist jetzt draußen - und Müll bedeutet in dem Fall auch Kleidung, die eigentlich in ordnung ist, die ich nur nicht mehr anziehe; Schuhe, die ich nie trage, jede Menge Werkzeug, sogar Fotoapperate, Tablets, Handys. Alles weg auf den Müll. Ich habe Wochen dafür gebraucht.

      Aber: ich habe jetzt Platz (obwohl ich noch lange nicht fertig bin). Kaufsüchtig bin ich immer noch. Aber jetzt kaufe ich, weil das Gekaufte die Wohnung schmücken wird. Oder weil meine Samtpfote einen schönen Kratzbaum haben soll (der alte fliegt raus, ist eben hässlich geworden im laufe der Jahre). Es geht schon. Mit dem Raum um mich herum habe ich auch Raum in mir gewonnen. Manches im Denken verändert sich dadurch.

      Aber anfangen konnte ich erst, nachdem mir auch klar wurde, was all das Gerümpel um mich herum bedeutet. Für mich bedeutet. Weshalb ich diese Schutzmauer brauchte. Warum ich mich hinter hier verstecken und einigeln mußte. Das war alles wichtig für mich, über viele Jahre. Nun bröckelt die Mauer und ich kann durch seine Ritzen draußen eine frühlingshafte Welt sehen - will sagen: ich glaube, ich brauche diese Mauer nicht mehr. Das habe ich aber auch erst begriffen, als sie schon die ersten Lücken hatte, die zuvor von all dem Krempel zugestellt waren.

      Ich wünsche dir einen Anfang. Danach gehts Schritt für Schritt immer weiter - egal, wie lange es dauert.

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Alles Zuviel" geschrieben. 05.03.2014

      Puh, gestern war ich dann doch mal down under. Hab einen kritischen blick auf den Balkon geworfen. Der steht ja auch noch an. Dachte mir, mit ein bißchen aufräumen sei es getan. Aber dann begriff ich, dass es auch dort ein Ausmisten geben muss. Ich kann keine Müllsäcke mehr sehen! :-( Aber ich wäre mit Aufräumen dort auch nicht mehr zufrieden. Nachdem es Innen eigentlich schön ist, möchte ich es Außen auch so haben. Also noch eine Gewaltaktion *seufz*
      Das hat mich so deprimiert, dass ich um 21 Uhr ins Bett ging. Nicht mehr planen, nicht mehr räumen, nicht mehr dran denken. naja, hab gut geschlafen und heute geht es mir wieder geht. Werde dannn mal da draußen loslegen und als erstes den deckenhohen alten Kratzbaum der Katze demontieren, die potthässlich aussieht und vor allem von ihr gar nicht mehr benutzt wird. Seit Jahren nicht mehr! Mal schauen, vielleicht finde ich am Ende sogar Platz für eine gemütliche Sitzecke :-)

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Bin einer von euch und neu hier, hallo" geschrieben. 05.03.2014

      Ich will dich hier auch noch herzlich begrüßen.
      Du wirst Anregungen und Denkanstöße finden und manches vielleicht umsetzen und gebrauchen können, anderes verwerfen, weil es für dich nicht paßt und vermutlich deinen eigenen Weg finden, wenn du nur dran bleibst.

      CDs und Bücher empfinde ich übrigens auch nicht als ein Zeichen der Verwahrlosung :-) Auch für mich gehören Unmengen an Büchern einfach dazu. Sie sind (noch) Einrichtungsgegenstände; zumindest die, die ich nicht mehr lese, die aber halt das Regal füllen. Und ich denke nicht daran, die jetzt auszumisten. Warum? Nur weil es viele sind? Das wäre für mich kein Grund. Aber ich habe eine große Menge in Kisten verstaut und beiseite geschafft - irgendwann gehe ich die an. Denn was in Kisten ruht, ist ja nicht wirklich wichtig - zumindest, wenn es auf Dauer drin bleibt.

      Ich selbst habe mit dem Müll angefangen - mit all dem Zeug, das mir nichts bedeutet, das ich einfach nur hortete, weil man es ja vielleicht irgendwann irgendwie noch einmal gebrauchen könnte. So habe ich viel Platz gewonnen. Ich bin immer noch nicht dort, wo es um "geliebte" Sachen geht. Aber ich habe auch nicht vor, mich von dem zu trennen, was mir etwas bedeutet, was mich ein wenig glücklicher macht, mir ein gutes Gefühl gibt. Wenn man erst mal angefangen wird, wandelt sich allerdings der Blick. Was ich anfangs nie und nimmer weggegeben hätte, wird jetzt zum Teil schon kritischer beäugt. Ich glaube, wenn wir Raum und Ordnung im Außen schaffen gewinnen wir dasselbe auch im Innen.

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Noch eine :-( (hier versteckt sich zum Ende des Threads eine Aufräumaktion)" geschrieben. 03.03.2014

      Hm, ich weiß nicht, ob ich faul bin. Ein Liederling bin ich garantiert. Aber faul? *grübel* Eigentlich nicht - es gibt immer viel, das ich mache und auch machen will. Nur eben nichts, das mit Ordnung zu tun hat. Das muss ich üben, hier kontinuierlich was zu tun. Und das fällt mir auch nicht leicht. Im Moment geht es noch ganz gut, aber nur, weil ich sonst nichts mache - also außer Job eben. Alle Hobbies ruhen derzeit. Immerhin mucken sie innerlich auf und wollen wieder Zuwendung. Und wenn ich da nachgebe, ist es vorbei mir dem vielen Aufräumen, fürchte ich.

      Das "erstmal" wohnt hier. Hier gibt es ganz, ganz viele Erstmal-Kisten. Steht "sortiere" drauf. Da ist alles erstmal drin. Aber das ist okay für mich. Zumindest ist es besser, das alles ist erstmal in kisten als dass es überall rumfährt. Auch der Kleiderschrank ist erstmal nur aufgeräumt, nicht gemistet. Trotzdem sieht er jetzt besser aus. Und alles auf einmal geht eben nicht. Bei Büchern ist es ganz schlimm. So viele sind erstmal verstaut. So viele stehen erst mal Seite an Seite, halbwegs sortiert, aber erstmal nicht aussortiert. Auch das geht nur Stückchen für Stückchen. Wobei ich da noch nicht mal weiß, ob ich das will. Ich liebe den Anblick und den Geruch von Büchern. Klar, eine Menge davon kann weg - irgendwann. Aber erstmal stehen sie noch da und sehen zumindest nicht hässlich aus.

      Ich nehme mir derzeit noch für jeden Tag ein paar kleine (!) Dinge vor. Die schreibe ich am Abend auf und am andern Tag gehe ich sie an. Die Liste ist so klein, dass ich sie schaffen kann, ohne den ganzen Feierabend dranzugeben. Manchmal mach ich dann noch etwas mehr - wenn ich mag. Aber diese Liste muss noch kleiner werden. Was bei einem Single-Haushalt möglich werden muss. Aber erstmal (schmunzel) mach ich noch so weiter....

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Alles Zuviel" geschrieben. 02.03.2014

      Puh, Wochenende fast vorbei - aber alles von der ToDo geschafft und sogar ein bißchen mehr. Tisch geölt und mit bißchen Frühlingsdeko versehen. Der neue Schreibtischsessel siehjt ja so was von super aus. Und bequem ist er auch noch. Perfekt! Kleiderschrank aufgeräumt - aber noch nicht gemistet. Trotzdem zwei Säcke zum Kleidercontainer gebracht. Endich die wertvolle Damastbettwäsche entsorgt, die sich meine Mutter vor 50 Jahren vom Mund absparte, damit ich eine Aussteuer habe - ehrlich, weiße Bettwäsche hab ich niemals benutzt! Nun ist sie weg - wenn auch mit einem kleinen bißchen schlechtes Gewissen meiner längst verstorbenen Mutter gegenüber. Ein paar Sortieren-Kisten erledigt - wow, das meiste, was ich zum Sortieren in Kisten steckte, ist eigentlich Müll. Da geht das natürlich flott. Eigentlich sollte ich die ein halbes Jahr stehen lassen und wenn ich nichts da drin vermißt habe, könnte ich es unbesehen wegwerfen - aber irgendwie will ich ja auch was zu tun haben *kicher* Naja, papiermäßig hab ich noch viel zu tun - ausgebremst durch den ewig vollen Altpapiercontainer wird das dauern.

      Immerhin großer Vorteil: sauber machen geht jetzt wirklich in geschätzten 15 Minuten, halbe stunde mit saugen meinetwegen. Aber kein großer Akt mehr, kein Zeitaufwand, den ich planen muss. Wenn ich es denn so halten kann. Daran gilt es jetzt zu arbeiten. Jeden Tag. Zehn Minuten täglich sollten doch immer drin sein - nehm ich mir zumindest mal vor. Also nur zum diesen Status erhalten.

      Klar - noch ein wenig mehr Frühling, dann sind die Fenster dran. Die sind nicht in zehn Minuten geputzt. Aber so was kommt ja immer wieder dazu. War vorher auch schon. Hab ja auch zuvor ab und an die riesige Fensterwand geputzt. Nur mußte ich dazu vorher eine Stunde und mehr rumräumen, um überhaupt ans Glas ranzukommen. Das fällt jetzt weg.

      Sodele, werd nun die ToDo für die kommende Woche machen - schätze, die wird endlich mal etwas kürzer ausfallen und mir mehr Freiräume lassen. Hab ich mir verdient *nick*

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Einen Anfang finden" geschrieben. 02.03.2014

      Wow, gratuliere!
      Der Küchentisch ist ein großes Stück, was du ganz allein hinbekommen hast. Und noch dazu eines, das recht augenfällig ist und das sich sofort ganz praktisch als schöneren Alltag qualifiziert, denn sich da ein Brot zu schmieren ist eben doch was ganz anderes, als wenn man sich dazu erst ein paar Quadratdezimeter freischaufeln muss. Find ich ehrlich toll!

      Und deine Nachbarn - nun ja, ist doch egal, wie die sind und was die denken. Ich käme mir blöd vor, mir einem 20-Liter-Beutelchen zur Mülltonne zu gehen. Das machen hier viele. Aber das lohnt ja den Weg nicht. meine Müllsäcke sind alle viel, viel größer. Inzwischen ist es mir auch egal, ob mich wer dabei sieht. Anfangs war das nicht so. Die blöde Scham eben. Und die doofe Vorstellung im Hinterkopf, bei den Nachbarn sähe es innen ganz furchtbar ordentlich und blitzeblank aus.

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "bin verzweifelt....!" geschrieben. 02.03.2014

      Du hast dich ja hinterher geärgert und erkannt, dass die paar Krümel und das bißchen Geschirr diese Schareaktion nicht rechtfertigen.
      Ich finde schon, dass das ein guter Weg ist - beim nächsten Mal erinnerst du dich an diesen Ärger und kannst durch dieses Erinnern der ungerechtfertigten Scham vielleicht schon Einhalt gebieten.
      Du hast so unglaublich viel geschafft. Aber trotz alledemändert sich die Wohnung doch noch etwas schneller als das Innenleben. ☺ Aber auch das ändert sich, zum Glück.

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Druck und Stress..." geschrieben. 02.03.2014

      Nun, die Sache mit dem Burnout habe ich überlebt - und ich wünsche das wirklich niemandem auf der Welt.
      Ja, das ist nun mal so: immer mehr tun als andere, möglichst zehn Sachen parallel, hier noch eine Aufgabe mit dazu nehmen, dort noch eine Verantwortung auf die eigenen Schultern packen. Man merkt es kaum, wie es immer mehr und mehr wird. Und das alles nur für die trügerische Hoffnung, Anerkennung und Selbstbestätigung zu finden, beachtet zu werden, gleichberechtigtes Teil von allem zu sein.

      Ich bin immer noch im gleichen Job. Aber nach dem Burnout habe ich, auch durch Therapie, viel an mir gearbeitet, viel gelernt. Heute mache ich ein Ding nach dem anderen, lehne weitere Aufgaben ab, gebe Verantwortungsbreiche zurück, stelle mich bewußt auf die aller anderen Kollegen. Heute bin ich die, die immer Zeit für die anderen, wenn sie Hilfe brauchen - aber dann helfe ich ausschließlich und nicht mehr nebenher. Es ist mir inzwischen egal, was Vorgesetzte denken. Ich könnte tatsächlich viel mehr tun. Aber diesen Preis des Burnout will ich nie wieder bezahlen. ich mache langsam. Eigentlich erwarte ich jeden Tag eine Abmahnung deshalb. Doch nichts dergleichen geschieht. Für die Kollegen bin ich eine von ihnen. Für die Vorgesetzten? Keine Ahnung. Vielleicht unsichtbar. Ist mir egal.

      Ich arbeite daran, Anerkennung und Selbstbestätigung aus mir zu gewinnen. Dazu gehört tatsächlich das aufräumen. Weil es mir dieses Gut-Gemacht-Gefühl geben kann, das im Job eh nicht kommt. Weil es mir Energie gibt, die im Job nur geraubt wird. Weil es jeden Tag etwas verschönert (komisch - Hausarbeit verschönert den Tag? Hab ich das grad geschrieben?). Job ist nur Gelderwerb. Dort muss ich mich nicht (mehr) verwirklichen. Ich bin froh, dass ich das für mich heute so sehen kann. Stress und Druck gibt es dort natürlich immer noch. Aber er geht nicht mehr so tief unter die Haut und laugt mich nicht mehr aus. Für mich ist das ein Stück Freiheit geworden.

    • AllesZuviel hat einen neuen Beitrag "Druck und Stress..." geschrieben. 01.03.2014

      Druck und Stress mag wohl niemand. Im Beruf kann man dem nicht wirklich ausweichen. Da ist es dann sehr wichtig, sich Ausgleich zu schaffen - aber zugleich auch manchmal sehr schwierig.
      Außerhalb des Berufes kann man dem leichter ausweichen. Aber da ist auch die Gefahr groß, ohne jeden äußeren Druck zum "Schlendrian" zu tendieren und viel weniger zu tun, als man könnte.

      Ich behelfe mir selbst mit Aufgabenlisten. Meine ToDo's sind lang,. sehr lang - aber sie haben immer nur drei Bereiche: "Heute" (resp. dieses Wochenende), "kommende Woche" und "Danach" - was bedeutet, dass ich spätestens in kommender Woche eine neue ToDo erstelle. Das klappt ganz gut, zumal ich meine Listen nicht so voll packe, dass sie nicht zu schaffen sind. Aber doch voll genug, dass auch etwas getan wird. Meine DoTo für dieses Wochenende ist z.B. fast abgearbeitet - also kann ich morgen ab Mittags faulenzen, wenn ich mag. Ich muss nicht, aber ich könnte es mit allerreinsten Gewissen tun.

      Also ich zumindest mag zwar keinen Druck und keinen Stress, aber ich brauche Vorgaben. Im Job habe ich die ja ohnehin. Und privat gebe ich mir die Vorgaben eben selbst. Ohne das wäre ich im Sumpf von zuvor und da will ich ja nicht mehr hin.

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