Messie Syndrom Vorbeugen?

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29.09.2016 00:06 (zuletzt bearbeitet: 29.09.2016 14:07)
avatar  Emin
#1
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Moderator

Hallo Zusammen,

der Thread und der Titel wecken nun zum Beispiel bei Frauen die einen Partner haben mit dem Messie Syndrom einen Gedanken:

Kann ich bei meinen Kindern vorbeugen? Kann ich Anzeichen erkennen bei meinen Freunden? Geschwistern, anderen Familienmitgliedern oder anderen die zu meiner Unmittelbaren Menschlichen Umgebung gehöhren?

100 % Einfluss hat man darauf wohl nicht denn es gibt auch Schicksalsschläge auf die man keinen Einfluss hat wie bei mir als ich mit meinen 3 Jahren alter live miterleben musste wie mein eigener Vater vor mir gestorben ist und wir waren allein. Ich war sehr überrascht das ich nicht selbst darauf kam all die Jahre warum ich ein Papiermessie war doch man sieht sich nicht mit den Augen des Anderen auch vor allem hat man selbst keine Schulung das so klar zu Erkennen.

Dennoch bin ich davon überzeugt davon das es Vorbeugende Massnahmen / Verhaltensweisen Zwischenmenschlich gibt und auch bei der Kindererziehung sowohl Vater als auch Mutter bei Ihren Kindern vorbeugen können. Warum bin ich davon Überzeugt? In meiner Yogalehrer Ausbildung vor bald 2 Jahren war ein grosser Teil davon NLP also das Neurolinguistische Programmieren ein Ausbildungsinhalt der über mehrere Tage ging. Dadurch bin ich zu der Überzeugung gekommen das so wie wir werden eine Programmierung ist. Diese Programmierung fand schon statt Generationen vorher durch unsere Voreltern und dann auch durch uns selbst im Laufe der Kindheit, Jugend und weiterhin nun im Erwachsenen Alter weiter statt.

Ich habe an anderer Stelle hier im Forum mehrmals schon die These aufgestellt das man bei sich selbst das Messie Syndrom "trockenlegen" kann. Meiner Einer gehöhrt zu denen die es geschafft haben sich Trockenzulegen: JA ich bin ein "Trockener Messie" was du auch werden kannst. Ich bleibe auch trocken solange ich mich mit meiner Persönlichen Entwicklung weiter befasse. So schau ich manchmal hier in diesem Forum zurück was ich wie geschrieben habe, zum Beispiel im Jahre 2011 also vor rund 6 Jahren. So sehe ich wie es mit mir weitergeht. Durch das schreiben hier passiert mehr wie das ich Artikel schreibe, antworten bekomme auf meine Fragen usw. - es löst auch in mir einiges aus. Dieser Prozess ist sehr wichtig auch wenn man so wie ich trocken ist denn die Persönliche Entwicklung hört für mich nie auf. Nebeneffekt ist das ich ich anders Artikuliere nun wenn ich meine Beiträge hier vergleiche in den letzten Jahren.


Zurück zum Thema und meine Frage:

Was fällt dir allgemein ein dazu?

Glaubst du das es bei vielen Vorprogrammiert war durch die Familie?

Falls der zweiten Frage so ist dann lässt sich das auch zurückprogrammieren?

Glaubst du das man nur Trocken werden kann also sein Messie Syndrom in den Griff bekommen kann und nie geheilt wird?

Glaubst du das du meinen Beitrag oben mit einem einzigen mal durchlesen wirklich verstanden hast in seiner Gesamheit und nun Antworten kannst darauf?

Falls nicht dann lies es Bitte nochmal durch und gib uns deine Antwort denn dann duplizierst du den Weg dich und dein Syndrom in den Griff zu bekommen oder deinem Angehörigen zu einem anderen Leben zu verhelfen. Doch bedenke als Angehöriger: Nur wenn der andere das auch will, wir haben das Recht Selbstbestimmt zu LEBEN.

Beste Grüsse
Emin


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29.09.2016 16:32
avatar  Henni
#2
He

hallo emin
bin gerade ein bischen geschockt....ja es gibt eine familiengeschichte ..eine schwester
ist am ende vergammelt (hat sie selber immer so gesagt).sie war bipolar.
hab nicht gedacht das was mit meinem sohn ist vielleicht in den genen liegt?
wie aber kommt es dann bei 8 kindern (meine 7 geschwister ) zu zwei pingeligen 4 normalen
zwei ausreichenden und einem gammelhaushalt ?

ich wünschte man könnte uns umprogramieren .dann wären wir geheilt (wobei man ja nicht
von messikranheit spricht und wer nicht krank ist wir auch nicht geheilt )

habe früher (40 jahre ) nie von vermüllung oder sammelwut gehört also doch nicht die familie?

eine andere erziehung wäre schon toll wenn die jungen eltern das hinbekommen.
also loben und zu selbstbewusstsein aber auch den umgang mit verlusten "programmieren "

schade das ich das nicht früher wusste .
he emin wenn ich am thema total vorbei bin ....sorry
lg henni


.


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29.09.2016 17:54
avatar  Yazdi
#3
Ya

Hallo!

Ich denke, wichtig ist es auch schon das eigene, innere Messietum zu erkennen. Aber nicht mit Ablehnung! Ich habe mein Leben lang Massen an Fragen gesammelt- (noch)wenige von denen habe ich jemals nach außen gebracht. Unbeantwortete Fragen werden bei mir im Gehirn aufgehoben- wenn auch verdrängt, aber aufgehoben. Seit vielen Jahren arbeite ich daran, für diese Fragen auch Antworten zu finden, oder -das ist sehr schwer- sie unbeantwortet gehen zu lassen. Äußerlich bin ich keine Messie- jedoch innerlich.

Was ich damit auch schreiben möchte- jede Frage, jedes Ding hat einen Wert. Somit auch das, was Menschen äußerlich sammeln. Da gibt es einen Wert- und vor lauter Angst, "Andere" werden "Es" einem wegnehmen, wird der Wert immer weiter überhöht. Es ist ja auch wahr- vieles, was von Wert ist, wird von "da draußen" nicht wertgeschätzt.
Ich bin Angehörige von einem Messie. Durch Angst und Aggressionensehe ich den Nicht-Wert in den Dingen. Das ist mir bewusst. Ich bin da viel zu dicht dran. Die sozialen Konsequenzen sind ja auch massiv....

Möglichst innere Aufarbeitung von Lebensereignissen, besonders die, die einen (ungerechten) Verlust aufweisen, ist nach meiner Erfahrung eine gute Vorbeugung für einen selbst. In Bezug auf andere Menschen sehe ich da nicht viele Möglichkeiten. Wie auch bei Süchten ist ein Eingestehen der erste notwendige Schritt....


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29.09.2016 18:11
avatar  Wolfram
#4
Wo

Emin,

theoretisch läßt sich vorbeugen, praktisch nicht.
Die Eltern müssen lieb zueinander und zu den Kindern sein. Nicht umgekehrt, dass das Kind lieb sein muß, das heißt nämlich, das Kind ist nur dann lieb, wenn es die Wünsche und Erwartungen der Eltern erfüllt. Dadurch bekommt es aber kein Selbstbewußtsein, sondern wird ein "Ja-Sager". messie ist kein Genproblem, auch wenn es manchmal danach aussieht. Die Eltern sind nämlich nicht perfekt, haben Erziehung nicht gelernt. und die Eltern haben beide unterschiedliche Vorerlebnisse, weswegen es darum öfter Streit gibt. Das Kind denkt dann, dass sich die Eltern nicht lieben und verfällt je nach Alter ins Puppensammeln. Die Puppen werden zu ihren Kindern gemacht und verhauen, so wie dass das kind von den Eltern gesehen und erfahren hat. kein Gen, sondern nur erlernt.

Ich habe eine 3 Jahre jüngere Schwester, die das Gegenteil von Messie ist. Da rätsle ich noch heute rum, wieso wir so unterschiedlich sind, obwohl wir die gleichen Eltern hatten und diese nichts dazugelernt haben. Ich habe den Verdacht, dass es tatsächlich am Altersunterschied liegt.
Lag es tatsächlich am Umzug, als ich mit 12 Jahren meine Spielfreundin verloren hatte. Nein, sie sagte, ich sei nicht selbstbewußt genug. Es wirken da mehrere Ereignisse zusammen. Als ich mit ca. 19 Jahren meine Freundin verloren habe, sagte sie, ich sei zu pinglig. aber gerade das kannte ich von meinem Vater und wollte das Gegenteil davon sein. Wille alleine reicht nicht aus. Als ich wegen des Mauerbaus meine Freundin verlor, war es wirklich nur der Mauerbau? Nein, es war mein Unvermögen, schöne Briefe zu schreiben und der Unglaube, dass ich meine Freundin jemals wiedersehen würde.
Es sind somit nicht nur die äußeren Umstände, sondern ein großer Teil lag an mir bzw. der falschen Erziehung. Meine Eltern hatten sich ein Mädchen gewünscht. Warum denn nur immer diese Erwartungshaltung.
Ich höre den krach meiner Eltern, als ich ca. 2 war, heute noch, als wir bei meiner Oma waren und ich mich im Schlafzimmer versteckte.

Ein Zurückprogrammieren ist theoretisch möglich, aber bei mir praktisch nicht, weil die äußeren Einwirkungen in Form von Eltern sich nicht geändert haben. Ich könnte darum nur von einem tlw. Zurückprogrammieren bei mir sehen.

Ja, nur trocken, aber nicht geheilt, weil die Heilung nicht definiert ist. Und wo keine Krankheit, da keine Heilung.

viele Grüße
Wolfram


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29.09.2016 18:26 (zuletzt bearbeitet: 30.09.2016 02:31)
avatar  Emin
#5
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Moderator

@Yazdi @Henni @Jennifer @Wolfram @Messi-mit-Hoffnung @Gabriella

Hallo!

Zitat von Yazdi im Beitrag #3

Ich denke, wichtig ist es auch schon das eigene, innere Messietum zu erkennen. Aber nicht mit Ablehnung!


Ja da bin ich ganz bei dir denn einer meiner, wie heisst das Aphorismen (?) heisst: Ich stehe nicht mit mir selbst im Kampf!

Henni, ich denke du bist nicht am Thema total vorbei, denke eher das gerade in dir Bewusste und Unbewusste Prozesse in gang gesetzt werden, du dich noch tiefer in die Materie einarbeiten wirst und auch erkennst das man sich meiner Meinung nach sehr wohl umprogrammieren kann. Ich erhebe allerdings darauf keine Allgemeingültigkeit und betone das es nur meine Einstellung ist. Ich weiss nicht ob wir unserem Schicksal auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind, doch ich denke das jeder von uns die Möglichkeit hat an sich zu arbeiten was für mich auch der wirkliche und richtige Weg aus seinem eigenen Chaos ist um zum Trockenen Messie zu werden.

Yazdi, du schreibst: Äußerlich bin ich keine Messie- jedoch innerlich.

Ja so sehe ich das auch bei mir selbst, in der Wohnung ist es hier seit rund 6 Jahren seitdem ich es mir eingestanden habe das ich ein Messie bin sehr gut aufgeräumt und meine 6000 Bücher, ich war Papiermessie, sind auch nicht mehr da. Innerlich bin ich weiterhin auf dem Weg, weiterhin an mir zu Arbeiten und es ist wundervoll zu neuen Ufern der eigenen Entwicklung zu kommen. Deshalb wiederhole ich immer und immer wieder hier in meinen Beiträgen was ich in den 17 Jahren meines Lebens in Süd China und Hong Kong gelernt habe von den Chinesen: In jeder Krise steckt eine noch viel Grösse Chance! Das heisst für mich das mein Messietum mir eine mir vorher nie geahnte Chance gegeben hat und ich ein Dankbarer Messie bin, Dankbar das ich ein Messie wurde und mit dieser Krise meines Lebens die Chance erhalten habe mich weiterzuentwicklen, die Chance bekommen habe auch anderen Positive Impulse dazu zu geben, andere motivieren zu dürfen, anderen sagen zu können: Schäm dich nicht dafür das du ein Messie bist, Schäm dich nicht dafür wie es in deiner Wohnung aussieht, schäm dich nicht dafür wie es in dir aussieht, mach einfach was daraus und sehe die Chance die sich dir daraus erschliesst. Ich in froh ein Messie zu sein! Ich stehe dazu! Ich mache aus diesem "Schicksal" der wohl auch ein Transgenerationaler Konflikt ist in meiner Familie ist, das beste daraus und druchbreche den Kreislauf damit kommende Generationen, also meine 3 Töchter und mein Sohn die alle inzwischen Erwachsen sind dies nicht an Ihre Nachkommen weitergeben. Ob mir das gelingt steht in den Sternen, noch kann ich glaube ich nicht Hellsehen doch ich mache das beste daraus. Sogar in diesen Sekunden währen ich diese Zeilen hier für jeden auf der Welt lesbar lassen werde, sogar für mich selbst, sogar für dich lieber Leser. Deshalb wiederhole ich es nochmal: Ich bin froh ein Messie zu sein! "SEIN"

Herzlich
Emin


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