Kinderserie über Autismus

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13.07.2025 13:03
#11
An
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@Robin
Ja, stimmt, Toleranz und andere Leute so sein lassen, wie sie sind, das wäre auch ein Aspekt von emotionaler Intelligenz!
Gerade Mobber denken ja, wenn sie jemanden mobben, dann hört der auf, sich "anders" zu verhalten und benimmt sich dann endlich "normal",
also so wie sie sich das vorstellen. Das ist total emotional inkompetent, denn sobald man gemobbt wird, verhält niemand sich "normal"!

Die alte Frau hatte ein schlechtes Gewissen. Darum wollte sie nicht, dass jemand die Geschichte erfährt. Sie glaubte nämlich, dass sie schuld
daran war, dass das Entschlüsselungsteam wegging oder sogar aufgedeckt wurde. Dadurch, dass sie so oft im Buchladen war, dass ihre Mutter
wütend wurde. Tatsächlich hat das Team einfach woanders weitergearbeitet. Eventuell gehörte es sowieso zur Strategie, regelmäßig den
Standort zu wechseln. Das war eine große Erleichterung für sie!


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14.07.2025 13:50 (zuletzt bearbeitet: 14.07.2025 13:51)
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@Anna1111

Ah, danke! Dann hat Addie doch auf jeden Fall was Gutes bewirkt! 😁

Ich frage mich, warum die Serie so plötzlich verschwunden ist? Ich hatte keine Kennzeichnung gesehen,dass sie nur noch wenige Tage in der Mediathek ist. Sowas übersehe ich sonst nicht. Ob es sein kann, dass Elternverbände interveniert haben...?


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14.07.2025 18:08
#13
An
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@Robin
Ja, gute Frage. Ich hatte auch nichts davon gesehen, dass sie nur noch wenige Tage online ist. Zensur? Aber wer könnte gegen so einen schönen Kinderfilm etwas haben???


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15.07.2025 10:39
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@Anna1111

Na, z.B. Autismus Deutschland. Das ist ein Elternverband, in dessen Satzung bis vor einigen Jahren ausdrücklich stand, dass autistische Menschen keine Mitglieder werden können! Ich weiß natürlich nicht, ob die interveniert haben. Aber ich kann mir ihre Begründung gut vorstellen: Die Serie hätte Autismus verharmlost und den Eltern die Schuld gegeben, wenn nicht "alles gut" ist. Ich kann das nachvollziehen, weil auch was dran ist. Autismus Deutschland vertritt Eltern, die oft auch schwer autistische Kinder haben (was man früher als "Kanner-Syndrom" bezeichnet hat). Mittlerweile wird nicht mehr in zwei Kategorien unterteilt (Kanner + Asperger), weil es einen fließenden Übergang gibt und z.B. die Sprachentwicklung, die früher als Hauptkriterium galt, sogar bei Kindern verzögert sein kann, die sich später als hochbegabt und so "hochfunktional" erweisen, dass sie gar keine Autismusdiagnose kriegen. Heute spricht man von einem Autismusspektrum, aber das ändert nichts daran, dass es ein verdammt weites Spektrum ist...

Alle autistischen Jugendlichen in der Serie sind für Autist_innen *extrem* wenig sozial eingeschränkt. Sie haben nicht mal ein Problem damit, wenn bei einem Gespräch alle durcheinander reden. Und auch keins damit, bei unmoderierten Gruppengesprächen zu wissen, wann sie reden dürfen und wann nicht. Ich vermute, wenn man jeden verbalen Hinweis auf Autismus rauslöschen und entsprechende Fachärzte bitten würde, in dem Video "das autistische Kind" zu diagnostizieren, würden sie sagen, dass es bei keinem davon für eine Autismus-Diagnose reicht. Das kommt allerdings auf die Ärzt_innen an. Viele diagnostizieren Jugendliche mit leichtem Autismus nicht, weil sie sagen, das würde ihnen nur einen Stempel aufdrücken, der mehr schadet, als dass er ihnen hilft.

Ich meine allerdings, dass man besser gegen Diskriminierung was tun sollte als den Jugendlichen einfach nichts zu sagen. Die merken nämlich sehr gut, dass sie irgendwie "anders" sind - und dieses Gefühl mit sich rumzuschleppen, ohne zu wissen, warum es da ist, kann man gar nicht ohne mehr oder weniger neurotische Ideen verarbeiten! Also meine Erklärung als Jugendliche war so etwa: "Ich bin ein Indianer." Daraus haben sich später komplexere Ideen entwickelt, die zum Glück nicht dazu geführt haben, mit Pfeil und Bogen in den Krieg gegen die Bleichgesichter zu ziehen. 😉

Jemand anders hat mir mal allen Ernstes eine andere Galaxis oder so genannt, wo er angeblich her kommt.

Esos finden sowas natürlich obercool, und tatsächlich ist es ja so, dass niemand sein Glaubenssystem beweisen kann. Auch von der modernen Naturwissenschaft wissen wir ganz genau, dass sie immer Neues entdeckt und somit niemals allwissend ist. Soll also von mir aus jeder glauben, was er oder sie will. Aber zu denken, dass man von Feinden umgeben ist und die nicht rausfinden dürfen, wer man in Wirklichkeit ist, verhindert eine soziale Integration noch wirkungsvoller als eine "stigmatisierende" Diagnose!


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15.07.2025 19:55
#15
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@Robin
Ja, das sehe ich auch so, dass Autismus hier verharmlost wird. Wobei es wohl in der ersten Staffel tatsächlich um Mobbing und Ausgrenzung ging.
Und dann haben alle was gelernt und geben sich Mühe...

Addie hat ja eine nichtautistische beste Freundin und so wie ich es verstanden habe, klappt die Freundschaft genau darum, weil die Freundin weiß, dass Addie Autismus hat und was das bedeutet. So kann sie sich darauf einstellen. Außerdem war sie neu im Dorf und darum noch nicht Teil irgendeiner Clique. Ich glaube, das ist auch eine der Botschaften der Serie: Dass Autismus etwas ist, mit dem offen umgehen können sollte.
Jepp, und die Eltern sind definitiv in der Verantwortung. Das sieht man ja daran, wie die beiden Elternpaare sich unterscheiden.

Von Addies Schwestern ist ja eine autistisch und die anderen nichtautistisch, aber ehrlich gesagt habe ich da kaum einen Unterschied zwischen beiden gesehen! Es gibt auf jeden Fall schwerere Fälle. Beispielsweise meinen Exchef.

Ich habe auch mein Leben lang den Eindruck, ich stamme von einem anderen Planeten und studiere die Erdlinge nur. Und verstehe den Quatsch
nicht, den sie da treiben. Autismus habe ich aber nicht. Es ist eher eine Mischung aus Hochbegabung, ADHS, PTBS und Mogli. Ich weiß gar nicht,
ob es einen Fachbegriff dafür gibt, aber ich habe als Kind viel mit Tieren gespielt und bin quasi durch Tiere sozialisiert worden.
Ich spreche besser Tiersprache als Menschensprache. Die Menschen machen vieles, was Tiere niemals tun würden.
Vor allem Sadismus ist dort sehr selten. Mobbing schon eher. Die Lösung besteht dort darin, dass der Gemobbte einfach das Rudel
verlässt. Kein blödes Gequatsche von wegen "Du musst Dich anpassen, dann werden sie Dich schon mögen".
Tiere machen natürlich auch viel falsch. Bei meinem Kröterich habe ich oft den Eindruck, er hat Borderline.
Jedenfalls kann er ziemlich impulsiv überreagieren. Und mit Empathie hat er es auch nicht so.
Aber wir arbeiten dran. Meine Paartherapie macht Fortschritte. :-)
Empathie ist sowieso nicht die Spezialität von Reptilien, weil sie ja nie Junge großziehen.


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