Projekt "Umzug", Phase I

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10.09.2023 22:46
avatar  Lynda
#151
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Also bei den Finanzen bin ich ganz anders gestrickt! Ich sehe schon einen großen Sinn darin, finanziellen Reichtum "anzuhäufen" . Ich habe viele Jahre sehr sparsam gelebt, aus dem Grund, dass ich mit 45 in Rente gehen kann. Ok, hat noch nicht ganz so geklappt . Aber ich möchte dahin kommen, dass mein Geld für mich arbeitet und ich davon gut leben kann.


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11.09.2023 08:10
avatar  Robin
#152
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Wochenende:

- Am Samstag bis Mittag getrödelt mit Forenbeiträgen und so... 🤔 Dann Spätstück (vegane Tortellini mit Pfifferlingssoße und Petersilie), Abwasch, Müll rausbringen (Kompost, Papier, Plastik) Küche und Schlafzimmer kurz aufräumen, duschen, rumtrödeln... Auf dem Weg zur Veranstaltung die Powerbanks zu meiner Nachbarin gebracht. Außerdem hatte ich eine einzige Flasche im Rucksack - auf dem Weg steht der Altglas-Container. Meine Nachbarin gefragt, ob sie noch Altglas loswerden möchte. Sie hatte welches. Bei ihr wird das Altglas noch im Hof entsorgt, aber Leute hatten die Tonne so vollgestopft, dass die BSR sie nicht mehr mitnimmt.
- Sonntag: Bett abgezogen und Wäsche zusammengepackt, Handtücher im Bad etc.. Außerdem zwei Gläschen mit Brotaufstrich und eine Gurke eingepackt für's Mitbring-Buffet. Duschen, Wäsche in den Waschsalon, und mich zur Veranstaltung befördert. Auf dem Rückweg die Powerbanks abgeholt und meiner Nachbarin gut die Hälfte der Möhren mitgebracht, die ich Freitag gekauft hab.

Jaaa, es gab unverpackte Möhren, im Bund. Da kosteten 5 Stück 1,50. Die Bio-Möhren in der Tüte kosteten das Kilo 1,10. Da waren mehr als 10 drin, und größere. Unverpackt: Gern, aber verarschen lass ich mich nicht! Dass ich meiner Nachbarin die Hälfte bringe von Packungen, die mir zu groß sind, mache ich öfter. Mit ihr läuft das halt auch total unkompliziert. Mit einer anderen Frau, die auch hier in der Nachbarschaft wohnt, versuche ich seit Wochen, mich zu treffen, um ihr ein geliehenes Buch zurückzugeben...

Zuhause Klamotten aussortiert. Der Wäscheberg auf der Kommode hat auch die seltsame Eigenschaft, an Volumen zuzunehmen, je mehr man ihn abräumt. Also es ist nicht so, dass er größer wird. Aber ich habe einiges davon mit in die Wäsche gesteckt, ein paar Teile gefaltet und in den Schrank, und zwei große Fahrradgepäcktaschen voll Klamotten aussortiert (nicht alles am Sonntag), und er ist gefühlt um den Inhalt eines Schuhkartons geschrumpft. Klamotten zur Stadtmission gebracht und auf dem Rückweg die Wäsche abgeholt. Bis vor kurzem hab ich im Waschsalon selbst gewaschen und gefaltet, aber neulich haben sie mich darauf aufmerksam gemacht, dass es sogar weniger kostet, wenn ich die Wäsche nur abgebe und wieder abhole! Und ja, ich bin komisch mit Kosten: Auf der einen Seite kann ich sagen, dass ich das entspannt sehe - und das stimmt auch - aber die Gewohnheit, bei Centbeträgen nach dem Billigeren zu greifen, läuft quasi im Automatikmodus nach vielen Jahren am Existenzminimum. Außerdem spart es natürlich Zeit, wenn ich die Wäsche fertig abholen kann. Sie falten sie allerdings anders als ich, und ich fand das Falten im Waschsalon angenehmer, weil man da ordentlich Platz dafür hat. Überhaupt: Dort zu waschen hat bedeutet, eine Hausarbeit zu machen, ohne dabei mit meinem Chaos konfrontiert zu sein - und siehe da, ich hatte null Blockade, es zu tun!
@Kynika : Ich habe oft den Verdacht, dass mir mein Chaos im Grunde so zuwider ist wie dir schleimiges Essen, und dass ich grade deshalb leichter damit klarkomme, es auszublenden, statt es anzupacken.

Die Unterhemden/Tops habe ich diesmal so "doof" gefaltet, wie sie sie mir mitgegeben haben, in den Schrank gepackt, nur noch einmal quer gefaltet, damit es nicht so breite Flatschen sind. Ich schätze, mit den Falt-Techniken von Marie Kondo werde ich mich gern nochmal befassen, wenn ich nichts Wichtigeres mehr zu tun hab.
Bett frisch bezogen, Handtücher wieder an ihren Platz etc., duschen, Heia, und "viel zu früh" eingeschlafen.

Zitat von Kynika im Beitrag #150
Beim Lebensmittelretten ist es für mich so, dass ich den Großteil gar nicht erst in meine Wohnung bringe, sondern direkt an diverse andere Menschen verteile


Ich hatte mich schon gewundert... Da werden ja selten Salzlakritze beim geretteten Essen dabei sein!

Zitat von Kynika im Beitrag #150
aber das ist eben auch mein großes Thema, das ist natürlich etwas anderes, wenn man da keine Berührungspunkte hat.


Ist nicht ganz so. Mein Ex containert. Manchmal ruft er an, dass ich mir einen ganzen Haufen Tofu oder sowas von ihm abholen kann. Das teile ich dann mit meiner Nachbarin. Sie hat eine Tiefkühltruhe. Da bewahren wir es auf. Sie darf so viel davon nehmen, wie sie will, und wenn ich was davon will, frage ich nach. Das läuft ganz gut. Meinem Ex zahle ich dafür die Medikamente. Er hat ADHS, das wird bei Erwachsenen nur "off Label" medikamentiert, d.h. die Leute müssen das selbst zahlen. Super Idee, wenn jemand dermaßen neben der Kappe ist, dass er einen regulären Job gar nicht auf die Reihe kriegt!

Zitat von Kynika im Beitrag #150
Lebensmittelretten bei dir würde eben eher bedeuten, dass du nichts wegwerfen musst, was hätte gegessen werden können.


Ja, ganz genau. Aber das heißt schon auch, dass ich Inventur bei meinen Vorräten machen muss und alles, was bald mal verbraucht werden muss und was ich voraussichtlich nicht in nächster Zeit esse, verschenken.

Und natürlich jetzt nur noch nach Bedarf einkaufen, zumindest so lange, bis die Inventur bei den Vorräten durch ist und ich möglicherweise beschließe, dass auch bei den Vorräten irgendwas fehlt.

Zitat von Kynika im Beitrag #150
und in diesen sehr schwierigen Phasen halte ich das nicht aus. Das liest sich wahrscheinlich sehr irrational


Ich hab sowas schon öfter gelesen.

Zitat von Kynika im Beitrag #150
liegt nicht schwer im Magen, ist nicht "matschig/schleimig" und in der Qualität nahezu immer gleich.


Ich hab nur bei wenigem Schwierigkeiten mit der Konsistenz. Nussmuse - aber die kann ich essen, wenn sie entweder als Soßenzutat verwendet oder mit Marmelade bekleistert werden, um zu verhindern, dass sie am Gaumen kleben bleiben. Aber ich schätze, dieses Problem haben die meisten Menschen mit Nussmus. Ich hab auch schon probiert, ein Brot mit Nussmus und heftig viel rohem Gemüse zu belegen, das geht auch und ist sehr lecker. Und Milch früher... Die schleimt. Mein Erstkontakt mit Sojamilch lief so ab, dass ich einen ganzen Liter Vanille-Sojadrink plattgemacht hab, total beglückt, dass es so ein schönes, cremiges Getränk ist und *nicht schleimt*!

@Lynda
Zitat von Lynda im Beitrag #151
Aber ich möchte dahin kommen, dass mein Geld für mich arbeitet und ich davon gut leben kann.


Wenn ich eine Chance dazu sehen würde, wäre ich vielleicht interessiert... Andererseits ist die richtige Arbeit im richtigen Ausmaß vielleicht tatsächlich eines meiner Grundbedürfnisse.


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11.09.2023 22:18
avatar  Lynda
#153
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Zitat von Miranda im Beitrag #152
Wenn ich eine Chance dazu sehen würde, wäre ich vielleicht interessiert... Andererseits ist die richtige Arbeit im richtigen Ausmaß vielleicht tatsächlich eines meiner Grundbedürfnisse.


Da gebe ich Dir recht @Miranda /Robin! Ich finde es allerdings schwer, die richtige Arbeit im richtigen Ausmaß zu finden. Ich freue mich mit jedem, der das von sich behaupten kann.

Bei mir fehlte schon immer jegliches Maß .


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12.09.2023 07:12
avatar  Robin
#154
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Gestern: Vor der Arbeit Bücher aussortiert und auf dem Weg zur Arbeit zu Oxfam gebracht, zusammen mit den wenigen neuwertigen Kleidungsstücken, die ich bis jetzt aus dem Haufen gezogen hab und einigen Küchenutensilien. Die lagen, seit ich versucht habe, die Küchenschublade zu reparieren, in einem Karton und sind in letzter Zeit mit durch den Abwasch gewandert. Z.B. ungefähr 5 mal so viele große Messer, wie ich brauche. Oder ein Wiegemesser zum Kräuterschneiden mit zwei so halbrunden Klingen und einem Holzgriff oben drüber: Sieht aus, als könne man damit viel besser Kräuter wiegen. In Wirklichkeit kann ich es besser mit meinem gewohnten großen Messer. Das ist überhaupt das Geheimnis guter Küchenwerkzeuge: Sie liegen perfekt in der Hand, weil man sie jeden Tag benutzt!

Diesmal nahm Oxfam alles an (sogar den 2. Holz-Pfannenwender, der deutliche Gebrauchsspuren hatte), so dass ich nicht noch woanders hin musste und überpünktlich zur Arbeit kam. Dafür hab ich heute entdeckt, dass ich noch ein ganzes Bündel großer Messer übersehen habe.

@Lynda: Naja, es wird z.B. allgemein davon ausgegangen, dass 40 Stunden das richtige Maß sei. So viel haben in den 50ger Jahren Männer gearbeitet, die dann nach einem erheblich kürzeren Weg nach Hause, als heutzutage als normal gilt, zu Hause die Puschen gebracht und das Essen serviert kriegten. Heutzutage wird davon ausgegangen, dass man dann nach Hause kommt und noch den Haushalt schmeißt, den Kindern bei den Hausaufgaben hilft und die Horror-Erziehung durch Schule und Fernsehprogramm irgendwie ausgleicht. Und das bei einer Produktivität, die durch Maschinen so etwa das Fünffache wie damals beträgt. Mindestens.

Und der zunehmende Bürokratismus hängt m.E. auch damit zusammen, dass "Arbeit" immer mehr gleichgesetzt wird mit "ins Büro gehen". Und um all das zu bearbeiten, was die Leute tagsüber in den Büros so verschicken, brauchen wir dann auch zu Hause ein Büro, in das wir uns abends nach der Hausarbeit und am Wochenende setzen können...

Eine befriedigende Arbeit ist für mich eine, bei der ich direkt sehe, dass ich was Sinnvolles getan habe, und da gibt es ja eigentlich unendlich viel. Aber als Frau, wenn man Lesen und Schreiben kann, kriegt man gleich den Papierkram aufgedrückt, und es wird einem noch erzählt, das wäre was Besseres irgendwie...


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13.09.2023 18:57
avatar  Lynda
#155
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@Miranda /Robin

Ja, das wäre für mich auch eine sinnvolle Arbeit! Ich bin eher so die Büro-Tante (ok, mit einigen Dienstreisen), aber mittlerweile gibt mir der Job wenig, ausser eine gute Entlohnung.
Wahrscheinlich plane ich daher eine frühe "Rente" bzw. dass ich nicht mehr so abhängig bin, unbedingt viel Geld verdienen zu müssen, sondern einen Job wählen kann, der mich erfüllt - unabhängig von der Höhe des Lohnes.


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