Projekt "Umzug", Phase I

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06.10.2023 09:09
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#186
IB
IBI

Zitat von Robin im Beitrag #185
Sie hat mir auch schon angeboten, in der Wohnung zu helfen, aber im Moment, so lange sie selbst so krass belastet ist und meine Küche sie vermutlich nervlich erschüttern würde, werde ich ihr nicht damit kommen.

Verstehe.
Du nimmst an, dass der Zustand deiner Küche sie nervlich erschüttern würde.
Du weisst es nicht.

Bist du nicht KRASS belastet? Du hilfst ihr ebenfalls trotz Belastung.

Worauf ich hinaus will: Schaut miteinander, was ihr euch zutraut, wo und wie sich die jeweilige Belastungsgrenze zeigt und respektiert im Rahmen euerer Möglichkeiten die Gegenseitige unterstützung.

Die Erwartungen an den anderen klar formulieren - o.k. da steckt etwas von meiner Art drin, die ich gerade nicht anders zu schreiben weiss.
Erwartungen sind das eine ---dazu gehört noch was, das mir gerade fehlt für die Formulierung.

Mein Nervensystem blendet etwas Wesentliches aus, deswegen fällt meine Wortwahl so "hart" aus.

O.k.
jetzt, nachdem ich das geschrieben habe: nächster Versuch

Die Erwartungen an den anderen klar und mitfühlend formulieren (wie das geht, weisst du besser als ich. KLARHEIT und Mitgefühl zusammenbringen, ist meine Herausforderung.)


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06.10.2023 10:29
avatar  Robin
#187
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Aber ich habe nicht die Erwartung, dass meine Nachbarin bei mir aufräumt. Ich habe die "Erwartung", dass sie meine Stromspeicher auflädt.

Ich helfe ihr übrigens normalerweise auch nicht beim Aufräumen, nur, als sie mal ihren Kühlschrank umräumen wollte.

Ich habe weder das Bedürfnis, gegenseitige Hilfe so aufzurechnen, als sei da eine Währung im Spiel. Nicht mal eine "Schutz- und Trutz-Gemeinschaft", wie ich sie mit meiner Nachbarin bilde, ist für mich ein Geschäft, wo man äquivalente Leistungen austauscht (also die denselben materiellen Wert haben). Sondern es geht dabei darum, dass beide (oder alle) Seiten einen Vorteil haben, weil jede/r auf eine Art unterstützt, die ihm viel weniger Mühe macht als sie dem machen würde, der grade die Unterstützung bekommt.

Freundschaft ist übrigens für mich schon gar kein Tauschgeschäft materieller Leistungen.

Und bei all dem spielt auch eine Rolle, dass es sozusagen meine weltanschauliche Überzeugung ist, dass man helfen soll im Rahmen seiner *eigenen* Grenzen und nicht nach der Gegenleistung fragen oder aufrechnen. Denn wenn ich *wirklich* Hilfe gebraucht habe, waren andere für mich da. Und wenn ich eine Kultur will, in der man so lebt, dann ist es m.E. das Wichtigste, damit anzufangen, es selbst zu leben.


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06.10.2023 15:35
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#188
IB
IBI

Woher kommt deine Annahme, dass es um die "Aufrechnung" von Leistung als Währung geht?

Ich habe gelesen, deine Nachbarin hat dir ein Aufräum-Hilfs-Angebot gemacht.
Und du möchtest das Angebot nicht annehmen, sondern willst sie schonen, weil es ihr selber schlecht geht.
Traust du ihr nicht zu, dass sie dich in ihrem bescheidenen Zustand unterstützen kann?


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06.10.2023 16:29
avatar  Robin
#189
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Geh mir aus der Sonne, @IBI.

Ich habe nicht den geringsten Grund, meine Meinung zu ändern, bloß weil sie dir nicht passt.

Ich habe *deine* Aufrechnung zum Thema Freunde gelesen und mich nicht eingemischt, weil mir klar ist, dass du das nicht mit mir regeln musst und ich nicht mit dir. Aber keinesfalls möchte ich deine Haltung dazu übernehmen.

Bitte lass mich in Zukunft einfach in Ruhe.


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06.10.2023 17:25
avatar  IBI
#190
IB
IBI

Zitat von Robin im Beitrag #189
Ich habe *deine* Aufrechnung zum Thema Freunde gelesen und mich nicht eingemischt, weil mir klar ist, dass du das nicht mit mir regeln musst und ich nicht mit dir. Aber keinesfalls möchte ich deine Haltung dazu übernehmen.


Aha, danke, jetzt weiss ich woher deine Schlussfolgerung resultiert.
Die hatte ich kein bisschen im Sinn als ich die Anregung schrieb.


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