Projekt "Umzug", Phase I

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18.08.2023 11:53
avatar  IBI
#81
IB
IBI

Danke für deine Klarheit, Robin.

Finde ich interessant, dass die ADHS Medikamente so krass wirken....liest sich als sollten die schnellstens gewechselt werden, weil sie für ihn nicht geeignet sind. So ähnlich wie es bei Skurril der Fall war, seine Medikamente abzusetzen oder die Dosis zu verringern.
Mir ist bewusst, dass es Zeit braucht, bis die Medis die Gehirnbahnen angepasst haben, aber das liest sich destruktiv. Es könnten heftige Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten eingetreten sein wegen Unverträglichkeit.

Dein Verständnis für ihn finde ich super.

Ich wollte dich auf ein mögliches MUSTER hinweisen. Du weisst, in wieweit und in welchem Ausmass es auf dich zutrifft oder nicht.


Du kennst Emin nicht so gut wie diejenigen, die in das Forum kurz nach der Gründung eingetreten sind. Verständnis und Geduld sind super, doch es kann bei ihm zu einer Geduldsprobe werden.
Hatifas Infos haben eine schriftliche Zusage enthalten, dass es im August möglich sein wird, deinen Nick zu ändern.
Selbst wenn es bei ihm inzwischen aufgeräumt ist, heisst es nicht, dass er alle seine alten Muster hat verändern können.
Wobei ich davon überzeugt bin, dass bei ihm ebenfalls viele Entwicklungsschritte geschehen sind.

Hi hi, du klärst gerade ab, wie du dem Forum "Kröten" spenden kannst und findest mich "krötig".
Danke für deinen Beitrag ans Forum.


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18.08.2023 13:35
avatar  Robin
#82
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Hallo @IBI,

ich schrieb:

Zitat von Miranda im Beitrag #80
Kein Grund, krötig zu werden.


Für mich nicht, für dich nicht, und auch für sonst niemanden. Kein Mensch ist immer krötig. Sonst... nuja, kriegt man vielleicht noch ein Extra-Leben als Kröte! 😉

Der ADHS-Medikation stehe ich schon skeptisch gegenüber, seit ich sie vor Jahren aufgrund einer Fehldiagnose selbst ausprobiert habe. Natürlich wirken sie bei ADHS'lern anders, aber: "Geringe Dosierungen" sind die verschriebenen Aufputschmittel jedenfalls nicht. Und sie wirken auch bei Nicht-ADHS'lern nicht so, dass sie hibbelig werden, sondern verstärken die Konzentrationsfähigkeit. Plus, dass Schmerzempfinden und Schlafbedürfnis erstmal drastisch verringert werden. Und wenn ich sie 6 Wochen am Stück täglich nehme, stehe ich zuverlässig am Rande der Psychose. Sowas würde ja auch kein halbwegs vernünftiger Amphetamin-User machen!

Bei meinem Ex beobachte ich, dass die angebliche "Ruhe" durch die Medikamente ihm die Sensibilität genommen hat und auch dazu führt, dass er weniger ins Handeln kommt. Falls es nicht das Internet ist, das seine Hirnzellen allmählich paralysiert.

Kreischend auf und ab hüpfen tut eher meine Nachbarin. Die ist nicht nur unmedikamentiert, sondern auch schwerhörig.

Zitat
Selbst wenn es bei ihm inzwischen aufgeräumt ist, heisst es nicht, dass er alle seine alten Muster hat verändern können.



Du strebst für dich an, zuerst alle deine alten Muster zu verändern, bevor du dir erlaubst, deine Bude so zu gestalten, wie du es magst. (Oder du magst deine Bude, wie sie ist - das ist mir aus dem, was du schreibst, nicht so ganz klar.) Ich halte es für zu viel verlangt und oftmals auch für ganz unnötig oder unmöglich, alle alten Muster zu ändern, und würde mich mit einer netten Bude ohne zu viel Krempel begnügen. Das einzige Muster, dass ich dafür verändern muss, ist das, Krempel in die Bude zu schleppen, den ich nicht verwende. Und mir die Arbeit zu sparen, ihn wieder raus zu schleppen. Wobei sich das leichter hinschreibt, als es eigentlich ist, weil ich ja stets den Wunsch habe, dies oder jenes auch zu nutzen!

Auf jeden Fall meine ich, wir sollten mit anderen nicht zu streng sein. Der einzige Mensch, der den eigenen Perfektionsansprüchen genügen muss, ist man selbst. Und wenn man das nicht kann oder nicht will, dann sollte man erst recht andere damit verschonen.


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20.08.2023 10:07
avatar  Robin
#83
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Neulich landete ich vor einem öffentlichen Bücherregal, bzw. mehr Bücherhaufen, da dort die Bücher auch schon gestapelt sind. Eigentlich wollte ich zu einem Freund, den ich telefonisch nicht erreichen konnte. Oder zu einem Supermarkt, der dort in der Nähe ist. Allerdings habe ich mich erst entschlossen, eins dieser beiden Dinge zu tun, als ich den riesigen Bücherhaufen gesehen habe, an dem ich dabei zwangsläufig vorbeikommen würde. Nein, Moment... Ich war auf dem Rückweg von der Arbeit und wollte schon vorher zu dem Supermarkt. Ich wollte nur an einer anderen Haltestelle aussteigen, die näher dran ist. Ja, und als ich den Bücherhaufen sah, wollte ich erst vorbeifahren mit dem Bus, in dem ich saß, aber dann fiel mir ein, dass ich von dort zu Fuß zu dem Freund gehen könnte... Ja, so war das. Und selbstverständlich muss man schon einem Bücherhaufen, den man so rein zufällig an seinem Weg findet, auch einen kurzen Besuch abstatten. Es könnte ja was ganz Besonderes dort liegen!

Kaum hatte ich angefangen, den Haufen zu inspizieren, kam jemand aus meiner Nachbarschaft dazu. Den kenne ich aus einer Gruppe, zu der ich nicht mehr gehe, weil dort so ein Obermacker dauernd von oben herab Leute - meist Frauen - beleidigt hat und das von der Mehrheit geduldet wurde. Naja, aber davon wollte ich nicht erzählen. Der, den ich am Bücherhaufen traf, ist jedenfalls ein netter Kerl! Und er wohnt zwar in der Nähe, aber so, dass ich da nicht ständig zu Fuß lang laufe. Und ich war mal bei ihm in der Wohnung - der hat auch reichlich Bücherstapel rumliegen... Wir fingen dann an, uns gegenseitig auf interessante Fundstücke aufmerksam zu machen. Ich glaube, er fing damit an. Aber die Sache endete damit, dass ich die reinste Kaufberatung machte. (So: "Ja, das ist eine gute Autorin. Ich glaube, sie hat sogar den Literatur - Nobelpreis bekommen oder so. Und das ist ihr berühmtestes Buch. Aber mir war es zu grausam." ) Dann kam noch jemand hinzu, den ich noch nicht kannte, aber der andere kannte ihn. Dem konnte ich auch gleich ein Buch empfehlen. ("Ach, Sie lesen gern auf Englisch? 19. Jahrhundert? Da hab ich hier eben was ganz Besonderes gefunden, aber es war mir sprachlich zu schwierig. Wo ist es denn jetzt untergebuddelt?")

Das wurde also alles recht kommunikativ, und anschließend waren wir noch zusammen im Café. Interessante Entdeckungen: Anderen beim Bücherfinden zu helfen macht noch mehr Spaß als welche für sich selbst auszusuchen! (Ich glaube nicht, dass Buchhändler Quereinsteiger einstellen.) Und: Ich habe tatsächlich mehr gelesen selbst als andere Bücherfreunde! Aber das war, bevor ich anfing, dauernd am Internet zu hängen... Heute: Ich habe gerade einen Krimi ausgelesen, für den ich gefühlte drei Wochen gebraucht habe. Früher: Ich habe keine Sprachen gelernt. Ich hab nicht im Forum geschrieben. Ich hab nicht Videos auf YouTube geschaut. Usw. Klar war viel mehr Zeit zum Lesen! Besonders, wenn ich auch noch grade keinen Job hatte. Und es ist nicht so, dass mir Bücher keinen Spaß mehr machen. Es ist sogar so, dass ich beim Aussuchen von Büchern ernsthaft in Entzücken geraten kann. Mal schauen - vielleicht schaffe ich es heute, mir dieses Vergnügen hier zu Hause zu gönnen, bevor ich zur Arbeit muss.


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22.08.2023 09:30
avatar  Robin
#84
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Bin grade am Räumen, aber chaotisch wie immer... Packe 3 Maschinen Wäsche zusammen, um sie zum Waschsalon zu schleppen. Eine der Taschen ist innen voller Staubflusen, also muss ich die erstmal ausbürsten. Dann fällt mir ein, dass ich die Campingdusche aufhängen muss. Das war eine Idee des Sohnes meiner Nachbarin - er benutzt wohl selbst eine für warm Wasser. Und wir kamen drauf, weil die Dusche meiner Nachbarin kaputtgegangen ist und ich ihr anbot, bei mir zu duschen. "Is aber kalt." - das geht für sie *gar nicht*. Natürlich war ich im ersten Moment begeistert von der Idee! Bin ja Solar-Fan. Aber eigentlich geht für *mich* gar nicht, einen Plastiksack mit 20 Litern Wasser ins Fenster zu hängen. Ich bin ungern Verursacher von Wasserschäden... Also muss das alles doppelt abgesichert werden mit entsprechenden Gefäßen drunter, die müssen gesichert werden, damit sie nicht umfallen, falls der Sack runterfällt usw. und das alles ohne Bohrmaschine. Vielleicht sollte ich sie fragen, ob ihr Elektrowerkzeug mit Akku läuft. Im Moment hängt jedenfalls der erste Sack unter der Dusche (provisorisch - auch in der Dusche brauche ich eine Befestigung dafür auf passender Höhe) und ist voll, damit ich erstmal sehe, ob er überhaupt hält. Sieht so aus bisher.
Ich denke, den zweiten bringe ich ihr rüber, dann kann sie wenigstens im Garten duschen.

Außerdem fallen mir allerlei Dinge ein, die ich rausschleppen kann, Bücher aussortieren, Fußboden wischen etc..

Aber eins nach dem andern, jetzt mache ich erstmal das mit der Wäsche zu Ende, und da war doch irgendwas, was ich da gleich mit rausschleppen wollte, was war das denn noch? Ach ja: Kompost. Dafür die Gemüsekiste und andere verdächtige Orte untersuchen, ob da was schlecht geworden ist. Und auf dem Rückweg schaue ich mal, ob' Walnuss-Brötchen gibt!


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22.08.2023 21:02
avatar  Robin
#85
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Heute:
* 3 Maschinen Wäsche gewaschen und in den Schrank geräumt.
* Abwasch + Arbeitsflächen abputzen, so weit nicht vollgestellt.
* Obst und Gemüse kontrolliert und aussortiert, was nicht mehr so essbar war.
* Bett frisch bezogen und Handtücher gewechselt bzw. gewaschen wieder aufgehängt.
* Angefangen, den seltsamen Kleidungshaufen auf der Kommode abzutragen. Da war z.B. eine sehr niedliche Batik-Hose, Größe S! Mittlerweile hab ich eher so XXL! Und ich hab die nie aussortiert bisher, weil ich sie so hübsch fand. Ist aber noch perfekt erhalten, obwohl ca. 30 Jahre alt oder so. Halt kaum getragen. Ich schätze, ich hab mich nie als den passenden Menschen für die wunderschöne Hose gesehen. Und das werd ich jetzt auch nicht mehr. Geht raus (Oxfam). Warum liegt sowas auf der Kommode?
* Einkauf, inklusive hoffentlich zu den Bohrlöchern, die ich über der Dusche entdeckt habe, passender Winkel, um dort die Campingdusche aufhängen zu können.
* Vertiefung der Schutz- und Trutz-Gemeinschaft mit meiner Nachbarin bei einem Eis-Kaffee im Café neben dem Waschsalon. Wir haben verabredet, unsere Ersatzschlüssel zu tauschen und uns morgens einen kurzen Gruß zu schicken, damit man sieht, dass die andere okay ist. Zumal sie in ihrer Wohnung vor einiger Zeit übel gestürzt ist.
* Spätstück: Menemem. Das kann man übrigens auch super mit Rührtofu machen, aber da ich wieder Eier esse... Neulich hab ich einen Stand auf einem Biomarkt entdeckt, die haben Eier von Hühnern aus echter Weidehaltung! Für Eier krass teuer, aber gemessen an anderem Kram immer noch bezahlbar. Ich hätte normalerweise längst meine 2. Mahlzeit verputzt, aber bin immer noch satt.


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