Projekt "Umzug", Phase I

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27.02.2024 23:21
avatar  Kynika
#371
Ky

Zitat von Robin im Beitrag #370
Und anscheinend war es mein Wunsch, Geschichtsprofessor zu werden. Obwohl ich dieses Fach nicht mal an der Uni studiert hab. Das wäre mir auch unpassend vorgekommen...


Ich hab Geschichte im Nebenfach studiert, ist schon spannend! In Berlin besuche ich immer wieder gern das Deutsche Historische Museum.


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28.02.2024 19:09
avatar  Robin
#372
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Hallo @Kynika ,

ich war noch nie drin. Mit Kaisern und Königen hab ich nix am Hut... Ich finde es unfassbar, wie das von oben immer noch idealisiert wird. Aber lass uns da nicht drüber diskutieren bitte. Ich weiß, Politik und Religion sind hier Tabuthemen. Ist für mich auch völlig okay. Aber es haben schon diverse Leute geschrieben, wie wichtig ihnen diese Religion ist. Und im selben Sinne, also nicht zwecks Debatte, sondern als Info zum Hintergrund der Person oder so: Mich interessiert nur die Geschichte von unten, von uns...

Sicher findet man da auch im Historischen Museum was. Aber hauptsächlich ist es vermutlich der Geschichte von oben gewidmet.

Gestern habe ich ganz ordentlich aussortiert. Aber mein Ex kam um 18 Uhr statt um 14 Uhr. Da hatte ich grade aufgegeben, darauf zu warten, dass er was wegbringt. Tatsächlich kam er grade in dem Moment, als das Essen fertig war! Das kam nicht unerwartet... Sauer war ich trotzdem. Für zwei gekocht hab ich trotzdem.


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08.03.2024 08:22 (zuletzt bearbeitet: 08.03.2024 08:25)
avatar  Robin
#373
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Mittlerweile habe ich für die derzeitige Phase ein klares Ziel: Dass alle meine Bücher in das Regal auf dem Flur passen. Das hat normale Bücherregal-Höhe und 3 Segmente a 80 cm und 3 a 40 cm. Mehr Bücher, als da reinpassen, brauche ich definitiv nicht. Tatsächlich wäre der reale Bedarf, in "Lesestoff" gemessen , viel kleiner. Man kann sich ja auch genug "Lesestoff" aus der Bücherei holen!
Aber die Realität ist nunmal, dass Bücher eine gewisse Individualität haben und mir deshalb auch dann wichtig sind, wenn ich sie grade nicht lese.

Während auf der einen Seite das Regal viel mehr Bücher fasst, als ich benötige, ist es gemessen an der Menge, die ich habe, ein ganz schön radikales Konzept!

Zur Erinnerung: Sie türmen sich in der gesamten Wohnung, außer im Badezimmer. Und mittlerweile das meiste davon ist noch ungelesen, weil ich immer neuen Nachschub rangeschleppt habe. Da findet man es natürlich bedauerlich, sie ungelesen wieder rauszutragen, besonders, wenn man sie eigentlich gern lesen würde und es nur immer irgendwas Wichtigeres gab...

Folgende Methoden empfinde ich als hilfreich:

- Den zukünftigen "Stauraum" für Bücher festgelegt zu haben, in den das, was ich nicht aussortiere, reinpassen muss.
- Ihn so gewählt zu haben, dass einerseits das wirklich ein Platz ist, wo sie dann auch sein dürfen und nicht mehr stören, und der anderseits nicht unrealistisch klein ist.
- Beim Aussortieren *nicht mehr* einzelne Bücher aus dem Regal zu picken, sondern sie komplett stapelweise in die Küche zu schleppen, wo sie erstmal mit einer trockenen, weichen Spülbürste abgestaubt und falls nötig und möglich mit einem feuchten Tuch abgewischt werden, und mir dann nur einige rauszupicken, die ich behalten will. Also im Prinzip dasselbe Rauspicken, das ich sie in einem Antiquariat auch anwenden würde.
- Wenn ich bei einem Buch oder anderem Gegenstand unsicher bin, habe ich zwei Leitfragen:
1. Würde ich das jetzt kaufen?
2. Was würde ich ohne diesen Gegenstand tun?
3. Bücherspezifisch: Wäre es eventuell besser, ein junger Mensch *liest* dieses Buch und erhält dieselbe Bildung, die du hattest, als dass es bei dir rumsteht?

Die erste Frage zielt darauf ab, ob man etwas überhaupt noch aktuell begehrt. Damit lässt es sich sehr behaglich aussortieren, denn wenn die Antwort "Nein" lautet, dann ist die Sache klar: Raus damit!

Frage zwei läßt sich bei Büchern m.E. nicht so gut anwenden. Sie ist mehr geeignet für Bereiche, die man wirklich auf das Notwendigste reduzieren will. Sie stammt aus dem Minimalismus... Trotzdem habe ich sie hier aufgeführt, weil sie auch beim Bücher aussortieren so im Hintergrund mitschwingt und genau dort sehr hilfreich ist: "Unsicher? Was würde denn passieren, wenn du dieses Buch nicht mehr hättest?" -> Weg damit.

Frage 3 ist mir die liebste. Ich wende sie an bei Büchern, die mir mal sehr wichtig waren, bei denen es aber unwahrscheinlich ist, dass ich sie nochmal lese. Bei manchen Themen kann man wirklich irgendwann sagen, dass man die Sache verstanden hat... Und dass man *möchte*, dass andere sie auch verstehen. Ein Buch weiterzugeben ist in dem Fall fast so wirkungsvoll wie eines darüber zu schreiben. Nur viel, viel einfacher!

Wenn die Bücher auf das, was in dieses Bücherregal passt, "eingedampft" sind, ist der Rest, inklusive der Baufreiheit, gar kein so großes Problem mehr. Dann habe ich nämlich zum einen jede Menge Platz in leer gewordenen Schränken und Regalen, und zum anderen ist das meiste davon eh nur Krempel, der meine Fragen nicht überstehen würde. Also z.B. ist der Besitz von 5 Decken inklusive Schlafsack in einer 2-Zimmer-Wohnung echt kein Problem, wenn nicht alles voller Bücherstapel ist. (Zeit für ein paar weitere Fotos!)

Ausnahme ist natürlich die Küche, denn Lebensmittel sind das andere neben Büchern, bei dem ich immer nach dem "Lust drauf"-Prinzip statt nach Notwendigkeit gekauft habe und beides schwer unterscheiden kann. Und auch bei Lebensmitteln halte ich ein bisschen Vorrat für eine gute Sache. Aber ich will mich jetzt nicht verzetteln und vertraue darauf, dass mir das "Wie" dann schon einfallen wird, wenn ich anfange mit dem Bereich.

P.S.: Ich habe schon Heftzwecken gekauft, um am Regal kleine Schildchen anzubringen für die Einsortierung! 🤗


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08.03.2024 23:49
avatar  Rica
#374
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Genialer Bücherpost! Das ist der beste Text zum Thema, den ich je gelesen habe.


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09.03.2024 14:44
avatar  Robin
#375
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Vielen Dank, @Rica ! Ich hoffe, es hilft. Mir auf jeden Fall, weil ich es mir durch das Schreiben auch nochmal eingeprägt habe.


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