Projekt "Umzug", Phase I

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01.09.2023 08:06
avatar  IBI
#101
IB
IBI

Zitat von Miranda im Beitrag #98
Wenigstens kann man aber Zimmer für Zimmer vorgehen. Die Wohnung über mir ist leer, und da ist das Wasser als erstes reingelaufen. Es wird also darauf rauslaufen, dass mein Besitz Zimmer für Zimmer in die obere Wohnung geschleppt wird.


Na, das liest sich gut, dass die obere Wohnung vorübergehend mit verwendet werden kann.
Dann besteht die Möglichkeit mehrere Kartonagen zu packen und mit Inhalt zu stapeln, der abgeholt werden kann, was du jetzt nicht hast.
Und den Strom ziehen sie aus der oberen Wohnung nach unten?

Wie hast du ihre Reaktion auf deine chaotische Wohnung erlebt?

Ich frage, wenn dir die Reaktion einigermassen "neutral" vorgekommen ist, könntest du ggf. gerade in dieser Umzugs- und Bauphase Menschen kommen lassen, die helfen Dinge heraus zu tragen und nach oben zu tragen.


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01.09.2023 08:23
avatar  Lynda
#102
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Guten Morgen @Miranda /Robin,

also ich finde die Option mit der oberen Wohnung mega ! Ich denke, ich würde das auch so machen, wie von der schon angedacht: das große Zimmer ausräumen und und hochschleppen, dann die anderen Zimmer quer räumen. Hast Du Bedenken wegen der Schlepperei oder weil das ganze Projekt einfach zu "groß" erscheint?


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01.09.2023 10:05
avatar  Robin
#103
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Guten Morgen allerseits! 🌞

@Lynda
Das ganze Projekt erscheint mir riesengroß im Vergleich zu den winzigen Schritten, mit denen ich jeweils vorankomme, wenn ich überhaupt was tue... Ich habe aber viel Energie momentan und das Wetter ist auch grade angenehm. Also kann ich mir vorstellen, auch mal mehr zu machen.

@IBI
Die Reaktionen hab ich als unterschiedlich erlebt. Den Menschen von der Versicherung eher als verdattert und "potentiell gefährlich, aber höflich".
Sehr cool war es mit dem Mann von der Firma, die beim Dachausbau den Schaden verursacht haben. Wir hatten ja auch schon ganz freundliche Telefonate vorher - vielleicht lag's daran. Er verabschiedete sich mit einem sehr freundlichen Lächeln, Hand auf's Herz, angedeuteter Verbeugung und dem Wort: "Respekt!"!!! 🤭
Es hörte sich nicht nach Ironie an... 100%ig sicher bin ich mir da aber nicht.
Könnte sich aber darauf bezogen haben, wie ich mich verhalten hab. Hatte mir vorher überlegt, dass ich die Besichtigung des Schadens ja nicht verhindern kann...

Also: Rücken grade, freundliches Lächeln, und *durch*! Wir haben nämlich dasselbe Recht zu *sein* wie alle anderen Leute auch, inklusive: Messies zu sein in unserer eigenen Wohnung.

Natürlich ist eine Messiebude ein Problem, aber doch nicht für irgendwelche Versicherungsfritzen und Handwerker, sondern für uns selbst. (Es sei denn, wir haben kein Problem damit.) Und in Grenzen natürlich auch für wirklich Mitbetroffene, die in unserem Chaos womöglich leben oder sich hinterher um unseren Nachlass kümmern müssen.

Für den kleinen Erfolg, das so klar zu haben, dass ich es auch durch mein Verhalten ausdrücken konnte, bedanke ich mich bei diesem Forum und allen Teilnehmenden, insbesondere aber bei @Emin, der diesen Standpunkt mit großer Klarheit vertreten hat. ✌️😃
Und bei meinen Kund_innen, die mir Tag für Tag vorleben, dass man nicht zusammenbrechen muss, nur weil man irgendwas nicht so kann wie die anderen Leute. Deshalb an dieser Stelle auch mal einen herzlichen Gruß an alle, die sich mit irgendwelchen Handycaps durchs Leben schlagen müssen: Ihr macht anderen Mut! Denn irgendwo haben wir alle unsere Schwächen, und manchmal können wir sie auch nicht verstecken...

Sie werden mir die Wohnung oben wohl kaum für das Aussortieren zur Verfügung stellen. Nur für die Lagerung von dem, was nach der Renovierung wieder runtergetragen wird.

Ich glaube, ich bin jetzt im Kopf so weit, dass ich mir Hilfe holen möchte. Ich habe schon Telefonnummern von zwei Handwerkern und einer Putz- und allgemeinen Hilfe gesammelt und werde wohl die Messiehilfe kontaktieren. Wobei es dort natürlich wie überall so ist, dass man da mit Wartezeiten rechnen muss, bei denen man vermutlich vorher an Altersschwäche stirbt, wenn man den Antrag nicht schon in der Kita gestellt hat.


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01.09.2023 10:34
avatar  IBI
#104
IB
IBI

Danke für die Beantwortung meiner Frage.

Zitat von Miranda im Beitrag #103
Den Menschen von der Versicherung eher als verdattert und "potentiell gefährlich, aber höflich".

Ja, kann ich mir gut vorstellen. Die wollen sparen, was das Zeugs hält und eine "optisch verwahrloste" Wohnung generiert ggf. Kosten, die nicht durch den Wasserschaden entstanden sind, sondern vorher da waren und die sie nicht zu finanzieren bereit sind.

Zitat von Miranda im Beitrag #103
Er verabschiedete sich mit einem sehr freundlichen Lächeln, Hand auf's Herz, angedeuteter Verbeugung und dem Wort: "Respekt!"!!!

Ich freue mich mit dir, dass der Mensch sich so verhalten hat.

Vielleicht, weil er sehen konnte, dass vielleicht für ihn "Glück im Unglück" ist, da er ja der Verursacher deiner "Unannehmlichkeiten" ist oder welch "grossen" Schaden er unwissentlich angerichtet hat, da er bis gestern nicht wissen konnte, wie VOLL deine Wohnung war.

Zitat von Miranda im Beitrag #103
Wir haben nämlich dasselbe Recht zu *sein* wie alle anderen Leute auch, inklusive: Messies zu sein in unserer eigenen Wohnung.

Stimmt. Es liest sich gut, dass du für dieses RECHT mit deiner Körperhaltung eingestanden bist.
Schön, dass Emin dich darin bestärken konnte.

Solange andere Menschen nicht beginnen zu einzuschätzen, dass du deine eigene Gesundheit und dein Leben unwissentlich bedrohst, wird dir das RECHT eingeräumt, obwohl du es darüber hinaus weiterhin hast.

Zitat von Miranda im Beitrag #103
Natürlich ist eine Messiebude ein Problem, aber doch nicht für irgendwelche Versicherungsfritzen und Handwerker, sondern für uns selbst.

Solange Handwerker und Versicherungsfritzen in deiner Wohnung nichts tun müssen und wollen, stimme ich zu.
Sobald sie "Gast" bei dir sind, um ihre Arbeit tun zu können und sie das nicht angemessen können, weitet sich das Problem auf diese Menschen für den Zeitraum aus und das kann für sie problematischer sein als für dich, die daran seit Jahren gewöhnt ist.

Ich denke, die nächsten Termine erfordern den Übertritt des Umzugsprojekts in Phase II.
Hier entsteht eine Art "Zwang aus dem Aussen", ein Druck, der dich dazu bringt, weiter zu machen und dran zu bleiben.

Die Idee ggf. Messie-Begleitung anzufragen, könnte hilfreich sein. Ich wünsche dir, dass sie dich "emotional" durch die "Wegwerf-Phasen" begleiten.

Phase III könnte ggf. diejenige werden, sofern du den Flow nutzen kannst, die nicht betroffenen Räume ebenfalls zu renovieren/streichen. Der äussere Zwang entfällt. Eine intrinsische Motivation darf die Phase II ersetzen und ggf. die Handwerker weiter zu beauftragen. Damit ist natürlich die Finanzierung eine Hürde.
Bist du es dir wert? Ist das eine wertvolle Vision?


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02.09.2023 00:13
avatar  Lynda
#105
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Hallo @Miranda /Robin,

das kann ich verstehen, dass dieses Projekt dir einfach riesengroß erscheint. Wenn ich große Projekte mir vor Augen führe, spüre ich immer gleich so einen großen inneren Widerstand, dass ich erst gar nicht anfange.
So erging es mir bei meinem Horror-Schlafzimmer: ich dachte, ich schaffe das nie, weil ich nur ein überfülltes und zugerümpeltes Zimmer gesehen habe. Was mir geholfen hat (es klingt sehr theoretisch): ich habe das "Projekt" gedanklich in Teilschritte eingeteilt. Über Monate hatte ich nicht das Ziel, das Schlafzimmer zu entrümpeln, sondern die einzige Aufgabe war es, täglich 15 min. dort zu verbringen und zu entrümpeln.

Ich würde da auch nochmal nachfragen, ob du in der oberen Wohnung nicht auch sortieren kannst. Das sind ja Deine Sachen, die dort gelagert werden, also sollte man dir auch den uneingeschränkten Zugang dazu gewährleisten.


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